Würm (Geilenkirchen)

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Würm
Koordinaten: 51° 0′ N, 6° 11′ O50.99256.178611111111170Koordinaten: 50° 59′ 33″ N, 6° 10′ 43″ O
Höhe: 70 m ü. NN
Einwohner: 517 (31. Dez. 2010)
Eingemeindung: 1. Jan. 1972
Postleitzahl: 52511
Vorwahl: 02453
Karte

Kirche und Würm im April 2007

Würm 2010

Würm ist aus der Sicht der Siedlungsgeographie ein Haufendorf. Als Gemeinde bis 1972 selbstverwaltend, seitdem eingemeindet und nun Teil der Stadt Geilenkirchen im westlichen Nordrhein-Westfalen im Kreis Heinsberg (Deutschland).

Der Ort ist als Kirchdorf Sitz einer katholischen Pfarre mit Pfarrkirche St. Gereon. Die Pfarrgemeinde umschließt die umgebenden Ortschaften Leiffarth, Honsdorf, Flahstraß, Müllendorf und Beeck. Zum Einzugsbereich der im Ort ansässigen katholischen Grundschule gehören außerdem die Orte Kogenbroich, Kraudorf, Nirm, Süggerath und Lindern (Stand 2008).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Würm liegt rund 7 km nordöstlich von Geilenkirchen, rechts der Wurm oberhalb des Wurmtales, an der Bahnlinie Aachen–Mönchengladbach (Bahnhof im ca. 2 km entfernten Lindern) und der Landstraße L 364 Geilenkirchen–Hückelhoven.

[Bearbeiten] Geschichte

Wappen der ehemaligen Gemeinde Würm
Würm und Umgebung um 1800

Die erste urkundliche Erwähnung findet Würm anlässlich der Konsekration einer Kapelle in Prummern durch Bischof Werner von Münster im Jahre 1137. Im Jahr 1144 übertrug Erzbischof Arnold I. (1137–1151) aus Köln die Schenkung "Worma" an die Klöster Liesborn und Überwasser bei Münster. 1240 wurde Herr von Randerode Vogt über Würm und Prummern; damit gelangte Würm unter die Herrschaft der Randerather bis zum Jahre 1384. Darauf gehört Würm zum Herzogtum Jülich. Der Herzog von Jülich war der Kollator der Kirche in Würm. Während des Mittelalters war Würm lange Personat und wurde durch einen vicarius perpetuus ( bezahlter Pfarrervertreter) versehen. 1559 hat das Personat an der Pfarrkirche zu Würm aufgehört. Pastor Leonard Lonsis war Rektor der Pfarrkirche zu Würm. Bei Errichtung des 1. Bistums Aachen wurde Himmerich von Würm abgetrennt und zu Randerath geschlagen. Seit 1742 bestand in Würm eine Vikarie.

In der Zeit der französischen Besetzung durch Napoleon I. von 1794 bis 1814, wurde Würm Bürgermeisteramt (Mairie) für die umliegenden Ortschaften. 1934 wurde das Bürgermeisteramt von Würm mit dem Amt Immendorf zusammengelegt.

Von der ältesten Kirche sind noch der Chor und die heutige Messdienersakristei erhalten. Die spätgotische dreischiffige Kirche aus dem 15. Jahrhundert wurde am 18. November 1944 von deutschen Truppen zerstört. Bis zum Wiederaufbau 1951 wurde die hl. Messe in einer Holzbaracke gehalten, die neben der Ruine aufgebaut war und als Notkirche fungierte. Die Kirche ist in der Denkmalliste der Stadt Geilenkirchen aufgenommen.

Bis zur Gemeindereform war das Amt Immendorf-Würm als kommunale Gemeinde für Würm, Immendorf, Puffendorf, Süggerath, Beeck und Setterich (bis 1962) zuständig. Mit Inkrafttreten des Aachen-Gesetzes wurden das Amt Immendorf-Würm am 1. Januar 1972 aufgelöst und seine Ortschaften ohne Puffendorf nach Geilenkirchen eingemeindet.[1] Die Verwaltung wird nun nach der Gemeindeordnung von Nordrhein-Westfalen von der Stadt Geilenkirchen wahrgenommen.[2] Der Stadtbezirk Würm (Würm, Leiffarth, Müllendorf, Honsdorf, Flahstraß) wird durch einen Ortsvorsteher im Stadtrat der Stadt Geilenkirchen vertreten.[3]

Würm in seiner landschaftlichen Umgebung

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen von Würm zeigt im oberen Teil den Jülicher Löwen auf gelbem Grund. Der Jülicher Löwe, in Gold ein schwarzer, wachsender Löwe, rot bezungt und rot bewehrt, ist Motiv des Wappens vieler Städte und Gemeinden im Gebiet des ehemaligen Herzogtums.[4][5][6][7] Das Wappen wird weiterhin mittig durch die symbolisierte Wurm quer geteilt. Im unteren Teil des Wappens werden 2 verschlungene Würmer auf rotem Grund dargestellt.

[Bearbeiten] Veranstaltungen

[Bearbeiten] siehe auch

Die Zuckerhutglocken von St.Gereon in Würm (Lautsprecher an)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  3. http://www.geilenkirchen.de/cache/dl-Hauptsatzung-aktuell-4c99c6cc758e2-pdf-9efe8d8ad5e56abe4f9a97ec9dcb5e90-1229.pdf Hauptsatzung Stadt Geilenkirchen
  4. K. Stadler: Deutsche Wappen. Bundesrepublik Deutschland. Angelsachsen Verlag, o.O. 1964-1971, 8 Bde.
  5. R. Steimel: Rheinische Städtewappen. Ihre Herleitung aus Länderwappen und Siegeln. Köln 1948
  6. H. de Vries: Wapens van de Nederlanden. Amsterdam 1995. – Hierin ist insbesondere das Wappen der Provinz Gelderland mit Bezug zu Jülich interessant; hier auch Nennung des „Jülicher Löwen“ („Leeuw van Gulik“)
  7. R.J.P.M. Vroomen: Wapengekletter in Zuid Limburg. In: Jaarboek Limburg van Mook tot Eijsden. o.O. 1983, S.124–131.
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