Württembergisches Feldartillerie-Regiment Nr. 238

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Württembergisches Feldartillerie-Regiment Nr. 238
Aktiv 1917 bis 1919
Land Königreich Württemberg Königreich Württemberg
Streitkräfte Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Artillerie
Typ Artillerie-Regiment
Grobgliederung Siehe Gliederung
Stationierungsort Siehe Garnison
Leitung
Kommandeure Siehe Liste der Kommandeure

Das Württembergische Feldartillerie-Regiment Nr. 238 war von 1917 bis 1919 ein Regiment des württembergischen Heeres.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Regiment wurde Ende Juni 1915 gemäß Verfügung des Preußischen Kriegsministeriums vom 12. Juni und vom 9. Juli 1915 sowie der Verfügung des Württembergischen Kriegsministeriums vom 18. Juni und vom 14. Juli 1915 als Württ. Ersatz-Feldartillerie-Regiment Nr. 65 aufgestellt und mobil gemacht.

Zur Aufstellung wurde die 1. Ersatz-Abteilung des Württ. Feldartillerie-Regiments Nr. 29[A 1] herangezogen, die die I./Ers65 bildete. Die 1. Ersatz-Abteilung[A 2] des Württ. Feldartillerie-Regiments Nr. 65 wurde in die II./Ers65 umgewandelt. Eine III. Abteilung wurde schließlich gemäß Verfügung des Württ. Kriegsministeriums vom 5. März und vom 22. März 1917 durch den Artillerie-Kommandeur Nr. 5 aufgestellt.

Das Württ. Ersatz-Feldartillerie-Regiment Nr. 65 wurde am 1. April 1917 gemäß Verfügung des Kriegsministeriums vom 22. März 1917 in Württ. Feldartillerieregiment Nr. 248 umbenannt.

Garnison[Bearbeiten]

Als Kriegsformation hatte das Regiment keinen Friedensstandort. Die in Bad Cannstatt stationierte 2. Ersatz-Abteilung des Württ. Feldartillerie-Regiments Nr. 13 stellte den personellen und materiellen Ersatz. Ab Ende September 1917 war die 2. Ersatz-Abteilung des Württ. Feldartillerie-Regiments Nr. 49 in Ulm für die II. und III. Abteilung zuständig.

Teilnahme an Gefechten und Kampfhandlungen[Bearbeiten]

1914/18 an der Westfront in Frankreich und Belgien eingesetzt. Verluste: über 300 gefallene Soldaten.

Organisation[Bearbeiten]

Verbandszugehörigkeit[Bearbeiten]

Die Ersatz-Feldartillerie-Abteilungen waren ab 1914 der 51. gemischten Brigade, das Ersatz-Feldartillerie-Regiment ab 1915 der 8. Ersatz-Division unterstellt. Im April 1917 wurde das Feldartillerieregiment dem Württ. Artillerie-Kommandeur Nr. 135 der 243. (Württ.) Infanterie-Division unterstellt. Dort verblieb es bis zu seiner Auflösung.

Gliederung[Bearbeiten]

1914 bestanden die Ersatz-Feldartillerie-Abteilungen aus jeweils zwei Batterien. Ab 1915 hatten die Abteilungen des Ersatz-Feldartillerie-Regiments je drei Batterien, da die 1. Ersatz-Abteilung des Feldartillerie-Regiments „Prinzregent Luitpold von Bayern“ (2. Württ.) Nr. 29 aus jeweils zwei Geschützen ihrer 1. und 2. Batterie eine 3. Batterie bildete und die 1. Ersatz-Abteilung des 4. Württ. Feldartillerie-Regiments Nr. 65 aus der Heimat eine Haubitzenbatterie als 3. Batterie erhielt. Die leichte Munitionskolonne der Ersatzabteilung 65 wurde in zwei Kolonnen geteilt und den neuaufgestellten Abteilungen unterstellt. Am 30. April 1917 wurde eine III. Abteilung mit zwei Haubitzen- und einer Kanonenbatterie neu aufgestellt.

Gliederung 1915

  • Regimentsstab
  • Stab I./Ers65 mit 1., 2., 3. und leichte Munitionskolonne
  • Stab II./Ers65 mit 4., 5., 6. und leichte Munitionskolonne

Gliederung 1917:

  • Regimentsstab
  • Stab I./238 mit 1., 2. und 3. Batterie
  • Stab II./238 mit 4., 5. und 6. Batterie
  • Stab III./238 mit 7., 8. und 9. Batterie
  • leichte Munitions-Kolonnen 1151, 1152 und 1153

Kommandeure[Bearbeiten]

Nr. Name Beginn der Berufung
1. Oberst Max Opitz 19. Juli 1915
2. Major Freiherr Hermann vom Holtz 16. August 1917
3. Major Karl Jakobi 24. August 1917

Verweise[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Hauptstaatsarchiv Stuttgart: Bestand M 175, M 413, M 433/2, M 523

Literatur[Bearbeiten]

  • Fritz von Graevenitz: Die Entwicklung des württemb. Heerwesens und Die deutsche oberste Führung im Weltkrieg in ihrer Bedeutung für die württ. Streitkräfte (Württembergs Heer im Weltkrieg, Heft und 2. [Doppelband]), Bergers Literar. Büro und Verlagsanstalt, Stuttgart 1921
  • Jürgen Kraus: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914-1918 Teil IX: Feldartillerie Band 1 und 2, Verlag Militaria, Wien 2007, ISBN 978-3-902526-15-1
  • Otto von Moser: Die Württemberger im Weltkriege, Belser-Verlag, Stuttgart 1927
  • Karl Storz: Das Württ. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 238 im Weltkrieg 1914–1918 (Die württembergischen Regimenter im Weltkrieg, Band 16). 1921.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Am 2. August 1914 in Ludwigsburg mobil gemacht.
  2. Ebenfalls am 2. August 1914 in Ludwigsburg mobil gemacht.