Władysław Niegolewski

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Władysław Niegolewski (in Deutschland auch Wladislaus Moritz von Niegolewski; * 12. September 1819 in Włościejewki; † 19. März 1885 in Murownica) war ein liberaler Politiker der polnischen Minderheit in Preußen und im Deutschen Kaiserreich.

Władysław Niegolewski

Leben[Bearbeiten]

Niegolewski stammte aus einer adeligen polnischen Gutsbesitzerfamilie. Er studierte zwischen 1841 und 1844 Rechtswissenschaften in Bonn. Im Jahr 1845 promovierte er zum Dr. jur. Im Jahr 1847 wurde er im so genannten Polenprozess mit angeklagt an der Vorbereitung des geplanten, aber nicht ausgebrochenen polnischen Aufstandes von 1846 beteiligt gewesen zu sein. Auch am Großpolnischen Aufstand von 1848 war er beteiligt. 1848 war Teil des nationalen Komitees in Posen. Als Mitglied der polnischen Delegation erschien in der Verteidigung der polnischen Angelegenheiten im Parlament in Frankfurt.[1]

Zwischen 1850 und 1852 sowie von 1859 bis 1861 war er Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses. Er gehörte der polnischen Fraktion an. Im Jahr 1861 legte er sein Mandat nieder. Niegolewski beteiligte sich 1863 am Januaraufstand im russischen Teil Polens und wurde in der Schlacht von Ignacew verwundet.[1]

Zwischen 1867 und 1881 war er Mitglied zunächst des Reichstages des Norddeutschen Bundes[2] und danach des Deutschen Kaiserreiches. Von 1867 bis 1871 vertrat er als Abgeordneter den Wahlkreis Regierungsbezirk Posen 8, von 1871 bis 1877 den Wahlkreis Posen 2 und von 1878 bis 1881 den Wahlkreis Regierungsbezirk Bromberg 5.[3]

Er gründete polnische Wirtschafts- und Bildungsorganisationen mit.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b http://pl.wikipedia.org/wiki/W%C5%82adys%C5%82aw_Niegolewski
  2. Haunfelder, Bernd / Pollmann, Klaus Erich (Bearb.): Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867-1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch. Düsseldorf: Droste Verlag, 1989, Kurzbiographie S. 443 (Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, Band 2)
  3. Specht, Fritz / Schwabe, Paul: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Aufl. Berlin: Verlag Carl Heymann, 1904, S. 55, 59, 64; vgl. auch Phillips, A. (Hrsg.): Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1883. Statistik der Wahlen zum Konstituierenden und Norddeutschen Reichstage, zum Zollparlament, sowie zu den fünf ersten Legislatur-Perioden des Deutschen Reichstages. Berlin: Verlag Louis Gerschel, 1883, S. 35, 38, 42

Literatur[Bearbeiten]

  • Protokolle des preußischen Staatsministeriums. Band 5, S. 377 (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten]