WISTA
Der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof, kurz WISTA, liegt im Berliner Ortsteil Adlershof im Bezirk Treptow-Köpenick. Seit 1991 ist auf einer 4,2 Quadratkilometer großen Fläche eine neue Wissenschaftsstadt mit 819 Unternehmen und ca. 14.000 Mitarbeitern entstanden.[1] Laut Der Spiegel ist das Gebiet der „größte Wissenschafts- und Technologiecluster Deutschlands“.[2]
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[Bearbeiten] Entwicklung
Aus dem ehemaligen Gelände des DDR-Fernsehens, der Akademie der Wissenschaften der DDR und des Wachregiments Feliks Dzierzynski wurde mit Hilfe öffentlicher Fördergelder von über 200 Millionen Euro ein Wissenschafts- und Technologiepark mit nebenliegendem Medienstandort gebaut. Die 1991 vom Land Berlin gegründete Entwicklungsgesellschaft Adlershof mbH (EGA) wurde 1994 in WISTA-Management GmbH umfirmiert und ist für den Betrieb und die Weiterentwicklung des Wissenschafts- und Technologieparks verantwortlich. Zu ihren Aufgaben gehören Kommunikation und Marketing, Förderung von Technologiefeldern und Akquisition. Das Management bemüht sich, den Begriff Adlershof als Synonym für dieses Gelände zu etablieren, allerdings ohne dabei Rücksicht auf das wesentlich ältere Zentrum von Adlershof zu nehmen.[3]
Als eigenständiges Projekt der Expo 2000 wurde sie unter der Projektbezeichnung Berlin Adlershof – Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien großteils fertiggestellt. Seit 2001 wird das Facility Management durch die Adlershof Facility Management GmbH (AFM), ein Tochterunternehmen der WISTA-Management GmbH, erbracht.
Ende 2007 wurde die WISTA aus dem Entwicklungsrecht entlassen. Der Ausbau geht entsprechend der bezirklich ausgewiesenen Projekte weiter, darunter die Bauvorleistungen am Nordrand bis zur neuen Hermann-Dörner-Allee (fertiggestellt 2008) und die Straßenbahnlinie über die Rudower Chaussee und Max-Born-Straße inmitten des WISTA-Geländes (Inbetriebnahme 4. September 2011).
[Bearbeiten] Aktuelle Daten
Ende 2009 beherbergte WISTA 819 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulinstitute mit 1,789 Milliarden Euro Umsatz und 13.981 Beschäftigten.[1]
- 6 naturwissenschaftliche Institute der Humboldt-Universität zu Berlin (Chemie, Informatik, Mathematik, Physik, Psychologie, Geographie) mit 6.824 Studenten und 893 Mitarbeitern (davon 130 Professoren)
- Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e.V. (IGAFA)
- über 600 Wissenschaftler im BESSY-Synchrotron
- 11 außeruniversitäre wissenschaftliche Einrichtungen mit 1.671 Mitarbeitern, darunter 900 Wissenschaftler
- 399 Unternehmen mit 4.740 Mitarbeitern im Wissenschafts- und Technologiepark
- 139 Unternehmen mit 1.771 Mitarbeitern in der Medienstadt
- 281 Gewerbe und Dienstleistungs-Unternehmen mit 4.942 Mitarbeitern
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
- Adlershof – Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien
- Initiativgemeinschaft Außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in Adlershof e.V. (IGAFA)
- "Städtebaulicher Entwicklungsbereich Johannisthal/Adlershof - Bilanz der Entwicklung", zur Entlassung der WISTA aus dem Entwicklungsrecht, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin, November 2007 (PDF-Datei; 3,94 MB)
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ a b Bericht über Adlershof 2009
- ↑ Der Spiegel. Hamburg 2008,02 (7.1.), S. 38, ISSN 0038-7452
- ↑ Artikel (PDF) in: Adlershofer-Zeitung 01/09 und 04/10:
52.43022613.531154Koordinaten: 52° 25′ 49″ N, 13° 31′ 52″ O