WWE

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Dieser Artikel behandelt das Unternehmen WWE. Weitere Bedeutungen sind unter WWE (Begriffsklärung) aufgeführt.
WWE, Inc
Logo der WWE
Rechtsform Corporation
ISIN US98156Q1085
Gründung 1952
Sitz Stamford, Connecticut, USA

Leitung

Mitarbeiter 585 (2011)[2]
Umsatz 604 Millionen US-Dollar, 2012[3]
Gewinn ca. 39,83 Millionen US-Dollar, 2012[4]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Bilanzsumme 388,7 Millionen US-Dollar, 2012Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Sport – Unterhaltung
Website wwe.com

Die WWE, Inc. (World Wrestling Entertainment) ist ein an der New York Stock Exchange notiertes Medienunternehmen, welches vor allem für die Veranstaltung von Wrestling-Shows und -TV-Sendungen bekannt ist und welche sie seit 1980 offiziell als „Sports-Entertainment“ vermarktet. Hauptanteilseigner von WWE ist Vincent Kennedy McMahon.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge/Capitol Wrestling Federation[Bearbeiten]

Roderick James „Jess“ McMahon war eigentlich ein Box-Promotor, der im amerikanischen Nordosten beheimatet war. Doch ab etwa 1933 veranstaltete McMahon erstmals Wrestlingshows im „Municipal Stadium“ in Freeport, Long Island. Durch seine Kontakte mit Wrestlinggeschäftsgrößen, wie Raymond Mondt und Ray Fabiani, wurde es seinem Sohn Vince McMahon sr. später möglich, Partnerschaften mit angrenzenden Promotern einzugehen.

1948 wurde Vince Manager der Turner Arena in Washington, D.C., 1952 erwarb er die Rechte an dieser Arena komplett. 1953 schließlich veranstaltete McMahon unter dem Banner von Capitol Wrestling Federation seine erste eigene Wrestlingshow und trat dem Dachverband National Wrestling Alliance bei. Er benannte 1955 die Arena in Capitol Arena um und 1956 wurden die Matches erstmals im DuMont-Network ausgestrahlt. Im gleichen Jahr intensivierte McMahon seine Zusammenarbeit mit Raymond Mondt in New York und am 26. November des Jahres veranstalteten sie ihre erste gemeinsame Show im Madison Square Garden.

1957 eröffnete McMahon in Washington ein zentrales Büro, von dem aus er alles steuerte. Als Organisation wird die Capitol Wrestling Corporation (CWC) in das Register eingetragen. Teilhaber sind zunächst McMahon und Mondt zu gleichen Teilen. 1961 folgt schließlich die entsprechende Eintragung der Organisation in New York.[5]

World Wide Wrestling Federation[Bearbeiten]

Die NWA schuf im Oktober 1948 einen von allen Mitgliedsverbänden anerkannten NWA-World-Heavyweight-Wrestling-Champion-Titel, der weltweit verteidigt werden konnte. Seit dem 30. Juni 1961 war „Nature Boy“ Buddy Rogers der amtierende NWA-Weltmeister.[6] Buddy Rogers stand als NWA-Champion meist bei der CWC unter Vertrag.

Einige Mitglieder der NWA waren jedoch damit unzufrieden, dass es Rogers dadurch selten erlaubt wurde, den Titel auch außerhalb des amerikanischen Nordostens auszukämpfen. Mondt und McMahon wollten, dass Rogers seinen Titel auch weiterhin behielt, und dass dieser die von der NWA geforderte Kaution von 25.000 US-Dollar aufbringen sollte. Das entsprach der üblichen Praxis, dass alle NWA-Titelhalter eine Sicherheitskaution stellen mussten, welche verfiel, wenn sie nicht antraten. Rogers aber war seinerseits nicht bereit, diese Summe aufzubringen, zumal die Summe kurz zuvor von 10.000 auf ebendiese 25.000 US-Dollar erhöht wurde und so musste er am 24. Januar 1963 im benachbarten Kanada seinen NWA-Championship-Titel an Lou Thesz abgeben.

Aus Protest gegen diese Entscheidung verließ die CWC den NWA-Dachverband und stellte im April des gleichen Jahres mit der neuen Promotion „World Wide Wrestling Federation“ (WWWF) eine zu NWA in Konkurrenz stehende Liga auf, die kurzfristig unter dem Namen World Wide Wrestling Association mit der National Wrestling Association assoziiert war. Boddy Rogers wurde zum ersten regulären WWWF-Champion ernannt. Laut WWE-Geschichte gab es im April 1963 ein Wrestling-Turnier in Rio de Janeiro, bei dem sich Buddy Rogers im Finale gegen Antonino Rocca durchsetzten und somit erster WWWF-World-Heavyweight-Champion werden konnte. Die Wahrheit ist jedoch, dass der gesundheitlich angeschlagene Rogers (er hatte schon einige Zeit mit Herzproblemen zu kämpfen) den Titel kampflos zugestanden bekam. Bereits einen Monat später, am 17. Mai 1963, verlor Buddy Rogers seinen WWWF-Titel an Bruno Sammartino in weniger als 60 Sekunden.

Da die WWWF aber noch mit der NWA assoziiert war, saß Vince McMahon sr. (der Sohn Roderick McMahons) weiterhin im Aufsichtsrat der National Wrestling Alliance. Auch war die WWWF zu der Zeit noch an ihr Stammterritorium gebunden und durfte ihre Wrestler nicht landesweit antreten lassen. Mitte der 1960er Jahre verließ Raymond Mondt die Promotion und diese ging nun in den alleinigen Besitz der Familie McMahon über.

Ende 1972 wurde die World Wide Wrestling Federation von Seiten der NWA wieder in den Dachverband aktiv eingebunden und so begann Vince McMahon sr. ab 1973 wieder unter dem alten Banner von NWA Capitol Wrestling Federation seine Shows abzuhalten. Auch wurde in diesem Jahr mit der heutigen Promotion World Wrestling Council auf Puerto Rico eine Suborganisation (engl. Affiliate) von WWWF aufgestellt.

World Wrestling Federation[Bearbeiten]

Im März 1979 wurde die WWWF in World Wrestling Federation umbenannt und nun langsam zur größten Wrestling-Liga der Vereinigten Staaten, indem man begann, kleinere Regionalligen aufzukaufen. McMahon gründete die Firma Titan Sport Inc., die er als Eigentümer der Liga einsetzte.

1980 kaufte Vincent K. McMahon die Titan Sport Inc. von seinem Vater, sowie 1982 auch die CWC. Vince McMahon hatte im Gegensatz zu seinem Vater, der diesbezüglich noch der NWA-Einstellung nahestand, erkannt, dass Wrestling in erster Linie Unterhaltung war. So begann er, die WWF landesweit zu einem sportlich angehauchten Show-Entertainment umzufunktionieren. Die WWF stand damals in unmittelbarer Konkurrenz zur AWA, die sich ebenfalls von der NWA getrennt hatte. Später konnte Vince McMahon diese Wrestling-Liga in seine WWF eingliedern.

Andere NWA-Mitgliedsverbände waren darüber verärgert, dass sich Vince McMahon nicht an das ungeschriebene Gesetz hielt, nur in seinem Territorium TV-Sendungen auszustrahlen. Nachdem McMahon einige finanzstarke Sender auf seine Seite gezogen hatte, liefen WWF-Sendungen wie „All American Wrestling“, „Wrestling Challenge“ und „Superstars of Wrestling“ in den ganzen Vereinigten Staaten und auch in Kanada. Da die WWF nun eine gewisse Größe erreicht hatte, benötigte sie aus ihrer Sicht die Mitgliedschaft in der NWA nicht mehr. So trat 1983 die World Wrestling Federation endgültig aus der National Wrestling Alliance aus.

Mit der Rückkehr Hulk Hogans aus der AWA wurde das Bild der WWF nochmals verändert. Nach 1984, als dieser sich zum ersten Mal den WWF-Heavyweight-Titel sichern konnte, wurde die gesamte WWF und deren Marketing rund um Hogan aufgebaut.

„Golden Age“[Bearbeiten]

Mit der ersten „Wrestlemania“-Veranstaltung war es der WWF 1985 gelungen, die für die spätere Entwicklung des Wrestlings bedeutendste Großveranstaltung auf die Beine zu stellen. Sie wurde später das Vorbild anderer WWF-Großereignisse. Die Wrestlemania ähnelte zwar der NWA Starrcade, es traten dort aber vor allem die Superstars der WWF auf, während Starrcade zu der Zeit hauptsächlich noch aus Jobber–Kämpfen mit wenigen NWA-Stars bestand. Ab 1985 wurden die Sendungen der WWF auch in das nationale Kabelfernsehen eingestellt und liefen nun in den gesamten Vereinigten Staaten. In der Folgezeit begann die sogenannte „Rock’n-Wrestling-Ära“, welche das Unternehmen an die Spitze dieser Unterhaltungsart brachte. Die WWF hat mit ihrem amerikanischen Helden Hulk Hogan einen Publikumsliebling (Babyface) zum Zugpferd gemacht und der Fankult „Hulkamania“ war für das Unternehmen ein Segen. Hulk Hogan hatte die WWF Championship in seiner ersten Regentschaft 1474 Tage inne und diese Zeit wurde von vielen als das „Second Golden Age“ (zu Deutsch „Zweites Goldenes Zeitalter“) des Wrestlings bezeichnet.

Doch fast zehn erfolgreiche Jahre später drohte ein Skandal. Es wurde bekanntgegeben, dass WWF-Superstars wie Hulk Hogan unter dem Verdacht des Steroid-Missbrauchs standen. Die WWF war gezwungen zu reagieren und machte daher 1993 den wesentlich kleineren Bret Hart zum neuen Zugpferd. Die WWF wurde schließlich zu einer Strafe von fünf Millionen US-Dollar verurteilt und die Organisation stand kurz vor dem Bankrott. Vince McMahon kürzte seinen Wrestlern und dem WWF-Personal ihre Gehälter um fast 40 Prozent, was dazu führte, dass viele ehemalige WWF-Superstars sich zwischen 1993 und 1995 bei der WCW verpflichteten. Um an frisches Geld für die Liga zu kommen, wurde die WWF schließlich in ein Börsen-notiertes Unternehmen umgewandelt.

Attitude-Ära[Bearbeiten]

Um den nun entstandenen Quotenkrieg gegen die WCW gewinnen zu können, begann 1997/98 die „Attitude-Ära“, die Superstars wie The Rock und Steve Austin hervorbrachte. Die WWF strahlte mehr Gewalt, Schimpfwörter und unerwartete Wendungen aus, um mit der WCW zu konkurrieren. Nachdem Bret Hart im Anschluss an den „Montreal Screwjob“-Vorfall zur WCW gewechselt war, nutzte Vince McMahon die resultierende Antipathie gegen ihn und schuf den Charakter des „Mr. McMahon“ mit dem Gimmick eines „skrupellosen Bösewichts“ und diktatorischen Herrschers der WWF. Er bevorzugte Heels, die „gut fürs Geschäft“ waren, und verabscheute „missratene“ Faces wie Steve Austin.

Dies führte schließlich zur Fehde zwischen Austin gegen McMahon und war, neben der Formierung der D-Generation X, die Grundlage der Attitude-Ära. Die Attitude-Ära kennzeichnet außerdem die Monday Night Wars bei denen beide Wrestlingpromotions, WCW und WWF, Montag-Nacht-Shows hatten und gegeneinander um die Einschaltquoten kämpften. Viele neue Gesichter kamen zur WWF, wie Mick Foley, Chris Jericho, The Rock, Kane und der olympische Goldmedaillen-Gewinner von 1996 Kurt Angle. Auch wurde nun die Zielgruppe der WWF geändert: Standen vor dieser „Attitude-Ära“ hauptsächlich Kinder und Jugendliche im Fokus, wurden nun auch die Altersgruppen darüber ins Auge gefasst.

Um neue Zuschauer zu gewinnen, gründete die WWF im Jahr 2000 eine eigene Football-Liga. Diese wurde aber nach finanziellen Rückschläge wieder eingestellt. 2001 konnte die World Wrestling Federation die Ligen World Championship Wrestling und Extreme Championship Wrestling erwerben und stieg damit zum weltweiten Marktführer im Wrestling-Bereich auf.

World Wrestling Entertainment[Bearbeiten]

Im Mai 2002 verlor die World Wrestling Federation einen Rechtsstreit gegen den World Wide Fund for Nature, einer internationalen Umweltorganisation, um die Verwendung des Kürzels „WWF“ und der Internet-URL „WWF.com“ und musste sich daraufhin in World Wrestling Entertainment (WWE) umbenennen.

Durch dieses Urteil wurde die WWE zu weitreichenden Maßnahmen gezwungen. So mussten bei allen DVDs, die nach 2002 produziert wurden und alte Szenen aus der WWF-Zeit enthalten (was auf den meisten Compilation-DVDs über bekannte Wrestler der Fall ist), das WWF-Logo aus der Attitude-Ära nachträglich verpixelt werden, sodass es entweder komplett unkenntlich ist oder nur noch ein „WW“, darstellt, d. h. die rechte Seite des Logos unkenntlich macht. Auf Merchandising-Artikeln musste das WWF-Scratch-Logo der Attitude-Ära ausgetauscht werden, wenn diese nach 2002 produziert und verkauft wurden.

Auch die Namen der Championships der Liga wurden dem Urteil entsprechend angepasst: so wurde z.B. die "WWF Championship" zur "WWE Championship".

Allerdings ist zu beachten, dass dieses Urteil nur für das Scratch-Logo der Attitude-Ära gilt. Die Verwendung aller anderen WWF-Logos sowie der Nennung „World Wrestling Federation“ waren von diesem Urteil nicht betroffen und mussten daher nicht zensiert beziehungsweise können heute noch verwendet werden, wie es die WWE zum Beispiel am 15. November 2010 bei der Old School-Ausgabe von RAW tat.

Im August 2012 gab die WWE bekannt, dass man sich mit dem World Wide Fund For Nature darauf geeinigt habe, das alte Scratch-Logo im Fernsehen wieder unverdeckt zeigen zu dürfen. Nur die Nennung "WWF" durch die Kommentatoren bleibe weiterhin verboten bzw. muss ausgeblendet werden[7]. Dies hat im Hinblick auf das geplante WWE Network, den hauseigenen Fernsehsender, eine nicht unerhebliche Bedeutung, da man sich so Kosten für die Bearbeitung des Videomaterials in den Archiven der WWE spart.

Kurz vor dem Gerichtsurteil gab es die Brand Extension, in der man den Kader in zwei Shows unterteilte, RAW und SmackDown. Von 2002 bis 2011 gab es den sogenannte WWE Draft, eine Art Besetzungswechsel, bei dem die Wrestler die Brands wechseln können. Der WWE Draft findet seit der Einführung des SuperShow-Konzeptes nicht mehr statt.

Im Mai 2006 gab man bekannt, dass man Extreme Championship Wrestling als dritten Brand einführen würde. Ab Juni lief die ECW-Show jeden Dienstagabend auf Syfy und seit Januar 2008 wurden alle Sendungen der WWE und den drei Rostern in HDTV produziert und gesendet. Am 16. Februar 2010 wurde die ECW endgültig eingestellt. Auf dem Sendeplatz wurde nun WWE NXT als neuste Sendung ausgestrahlt.

Seit Januar 2008 werden alle Shows der WWE in HDTV produziert und ausgestrahlt („presented in WWE HD“). Die HD-Versionen der WWE-Shows werden seit Januar 2012 auch in Deutschland auf Sky ausgestrahlt.[8]

Neben den Wrestling-Shows produzieren die WWE Studios, eine Tochterfirma der WWE Inc. auch mehrere Kinofilme, unter anderem Der Hammer (No Holds Barred) mit Hulk Hogan, See No Evil mit Kane, The Marine mit John Cena, Die Todeskandidaten (The Condemned) mit Steve Austin, Zwölf Runden (12 Rounds) mit John Cena, The Marine 2 mit Ted DiBiase und The Marine 3 mit The Miz.

Umbenennung in WWE[Bearbeiten]

Anfang April 2011 wurde offiziell bekannt gegeben, dass das Unternehmen nur noch als WWE firmiert, sowohl auf DVD- und Blu-ray-Produktionen sowie bei Fernsehübertragungen und auf der Homepage. Damit will Vince McMahon der Marke einen neuen Anstrich geben und zunehmend mehr in die Medien- und Unterhaltungsbranche einsteigen. Zu diesem Zweck sollen einige Unternehmen in der Branche aufgekauft werden. Die WWE erhofft sich dadurch ein Wachstum des Geschäftsmodells. Es gibt seit längerem Planungen für einen eigenen Fernsehsender. Dadurch soll auch die Mediathek erweitert werden und besseren Zugang bieten. Ein weiterer Faktor der Umbenennung ist eine bessere Vermarktung der DVD- und Blu-ray-Produktionen, da man durch den Schritt vom Kerngeschäft des Wrestling Abstand nehmen möchte, um sich als Entertainment-Unternehmen weiter zu etablieren.[9]

Supershow[Bearbeiten]

Am 29. August 2011 gab die WWE bekannt, den bis dahin streng eingehaltenen Rostersplit zu lockern, so dass die Superstars und Diven in allen Shows und PPVs der Firma gemeinsam auftreten und die Titel der WWE in allen Shows verteidigt werden können. Dazu wurde aus der RAW-Show die "RAW SuperShow", um das neue Konzept auch im Namen zu verdeutlichen. Bei der 1000. Folge von RAW am 23. Juli 2012 wurde der Zusatz "SuperShow" aus dem Sendungsnamen von RAW wieder entfernt. Das Konzept bleibt aber bestehen.

Niederlassung für den deutschsprachigen Raum[Bearbeiten]

Seit dem 8. November 2013 betreibt WWE ein Büro in München. Dieses Büro vertritt das Unternehmen in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz bei der Veranstaltungsplanung und soll Anlaufpunkt für die Fans sein. Mit der Leitung wurde Stefan Kastenmüller beauftragt.[10][11]

Show-Formate[Bearbeiten]

Die beiden Hauptsendungen der WWE (Monday Night RAW und Friday Night SmackDown) werden vor der Kamera als gegeneinander konkurrierend dargestellt. Diese Konkurrenz ist allerdings Teil der Storylines, aus denen gestellte Kämpfe, Fehden oder Freundschaften zwischen den einzelnen Wrestlern resultieren. Genauso verhält es sich mit den so genannten General Managern, die ebenfalls lediglich vor der Kamera den Rostern voranstehen.

Saturday Night’s Main Event[Bearbeiten]

Neben den drei getrennten Hauptsendungen gibt es seit dem 18. März 2006 wieder unregelmäßig WWE Saturday Night’s Main Event. Die Erstausstrahlung erfolgte am 11. Mai 1985 auf dem Sender NBC und war für diesen damals ein Quotengarant. Im Gegensatz zu den anderen WWF-Shows traten hier keine Jobber, sondern nur Topstars an. Die Show hatte zwar feste Sendetermine, jedoch keinen festen Senderhythmus. Ab 1990 fielen jedoch die Quoten und der Produzent Dick Ebersol, mit dem Vince McMahon den Vertrag geschlossen hatte, wechselte zu NBC Sports. Die Show wurde daher von NBC verworfen und ging am 27. April 1991 zum letzten mal auf Sendung. Der Sender FOX übernahm das Format, jedoch wurden nur zwei Shows produziert, die letzte am 27. Oktober 1992. Die Show wurde von 2006 bis 2008 als zweistündiges Showformat ausgestrahlt, in welchem die Akteure aller drei so genannten Brands der WWE auftreten. Wie auch damals gab es keinen festen Senderhythmus.

WWE Main Event[Bearbeiten]

Hauptartikel: WWE Main Event

Am 3. Oktober 2012 startete WWE Main Event. Diese Show wird jeden Mittwoch in den USA ausgestrahlt. Sie steht nicht in Konkurrenz zu RAW und SmackDown, sondern dient dazu Fehden besser aufzubauen oder fortzuführen.

WWE Superstars[Bearbeiten]

Die HD-Kulisse von WWE Superstars

Das am 16. April 2009 zum ersten Mal ausgetragene WWE Superstars ist ein neues Konzept der WWE, um höhere Einschaltquoten zu erzielen und gestartete Fehden weiter zu verstärken. Der TV-Sender WGN America übertrug jeden Donnerstag das neue Konzept, bei dem jeder Superstar aus beiden Brands (Monday Night RAW und Friday Night SmackDown) antreten kann. Deswegen werden die Auftritte auch von den Originalkommentatoren der Brands kommentiert.[12] Die Aufzeichnungen erfolgen immer montags und dienstags vor den RAW- und NXT/Smackdown-Aufzeichnungen.[13] Seit dem 14. April 2011 wird die Sendung auf der offiziellen WWE-Homepage übertragen, nachdem WGN America die Show abgesetzt hat.[14][15] Vom 24. Dezember 2009 bis 26. Februar 2011 übertrug SPORT 1 WWE Superstars im deutschen Fernsehen. Seit dem 5. April 2013 wird WWE Superstars freitags und sonntags auf dem Pay-TV-Sender ProSieben FUN ausgestrahlt.

Pay-per-Views[Bearbeiten]

Die monatlichen Großveranstaltungen der WWE werden als Pay-per-View, kurz PPV, international im Fernsehen übertragen. PPVs machen ein Viertel des Gesamtumsatzes der WWE aus. In Deutschland kann man diese Großveranstaltungen auf Sky Select live sehen. Hervorzuheben sind dabei die vier ursprünglichen Großveranstaltungen (Royal Rumble, WrestleMania, SummerSlam, Survivor Series), welche auch heute noch die aufwendigsten und größten des Jahres sind und auch als big four bezeichnet werden.

Bis zum Jahr 1995 war die Anzahl der PPVs auf fünf begrenzt: der Royal Rumble im Januar, WrestleMania im März oder April, der King of the Ring im Juni, der SummerSlam im August und die Survivor Series im November. Am 14. Mai 1995 veranstaltete die WWF In Your House: Premiere und brach damit die Tradition. Bis ins Jahr 1999 wurde zwischen den traditionellen PPVs ein In-Your-House-PPV mit jeweils einem neuen Untertitel veranstaltet (z. B. In Your House: Mind Games 1996).

Daraufhin startete die WWF die monatlichen PPVs mit einem jeweils festen Namen. Fast ein Jahr nach dem Rostersplit im Jahr 2002 wurden die PPVs zwischen den Rostern RAW und SmackDown aufgeteilt. Damit aber jedes Roster zusätzlich zu den „Big Four“ die gleiche Anzahl an PPVs hatte, wurde King of the Ring abgeschafft. Die Zahl der Großveranstaltungen konnte auch variieren, da man zeitweise mit New Years Revolution (2005–2007), ECW One Night Stand (2005–2008), ECW December to Dismember (2006) oder Great American Bash (2004–2009) auf mehr als 12 PPVs pro Jahr kam.

Das Hauptquartier der WWE in Stamford, Connecticut, der sog. Titan Tower
Monat Event Zuerst ausgetragen
Januar Royal Rumble 1988
Februar Elimination Chamber * 2010
März/April WrestleMania 1985
Mai Extreme Rules 2009
Juni Payback 2013
Juli Money in the Bank 2010
August SummerSlam 1988
September Night of Champions 2008
Oktober Battleground 2013
Hell in a Cell 2009
November Survivor Series 1987
Dezember TLC: Tables, Ladders & Chairs 2009

* In Deutschland wird Elimination Chamber als No Escape vermarktet.

Alle PPVs werden nach Ausstrahlung auch auf DVD und Blu-ray verkauft.

Development-Ligen[Bearbeiten]

Die WWE hat mit NXT momentan nur eine Wrestlingliga, die sie benutzt, um Wrestler auszubilden. Neue Wrestler werden hier erst einmal mit der WWE vertraut gemacht und dabei auf ihre Tauglichkeit für das Hauptprodukt getestet.

Ohio Valley Wrestling[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ohio Valley Wrestling

Ist eine ehemalige Ausbildungsliga der WWE, die 1997 Daniel Briley, der in seiner aktiven Wrestlingzeit als Danny Davis auftrat, und dem ehemaligen Wrestling-Promoter sowie dem ehemaligen Promotionsbesitzer Jim Cornette gegründet wurde. Nachdem Cornette 2005 ausschied, übernahm Briley die Leitung allein, Cornette blieb jedoch Teilhaber. Als Cheftrainer arbeitete dort Al Snow. Am 8. Februar 2008 kündigte die WWE die Zusammenarbeit mit Ohio Valley Wrestling.

Deep South Wrestling[Bearbeiten]

Hauptartikel: Deep South Wrestling

Ist eine ehemalige Ausbildungsliga der WWE. Deep South Wrestling wurde 2005 als zweite Entwicklungsliga der WWE eröffnet. Aufgebaut wurde die Promotion von Bill Behrens, dem Ex-Promoter von NWA Wildside und Jody „The Assassin“ Hamilton, dem vormaligen Cheftrainer des WCW Power Plants. Behrens verließ die Liga bald darauf und Hamilton leitete sie seitdem allein. Cheftrainer war zunächst Bill DeMott, der im Januar 2007 von Tom Prichard abgelöst wurde. Nach Kritik wegen unzureichender Entwicklung der dort untergebrachten Talente trennte sich die WWE im April 2007 von Deep South Wrestling.

NXT Wrestling (ehemals: Florida Championship Wrestling)[Bearbeiten]

Hauptartikel: WWE NXT

Diese Promotion wurde 2007 von Steve Keirn (in der WWE unter seinem Ringnamen Skinner bekannt) als Florida Championship Wrestling gegründet und ersetzte Deep South Wrestling. Vom 8. Februar 2008 bis August 2012 war die Liga die einzige Aufbauliga der WWE. [16] Im August 2012 wurde FCW offiziell in NXT Wrestling umbenannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Power-Wrestling.de – Linda McMahon tritt als Vorsitzende zurück und kandidiert.
  2. https://materials.proxyvote.com/Approved/98156Q/20110304/AR_82759/HTML2/default.htm
  3. http://corporate.wwe.com/documents/q1-2012.pdf
  4. http://corporate.wwe.com/documents/q1-2012.pdf
  5. National Wrestling Alliance – The Untold Story of the Monopoly that Strangled Pro Wrestling (Tim Hornbaker).
  6. genickbruch.com
  7. Meldung auf power-wrestling.de
  8. Alle WWE Sendungen auch in HD
  9. genickbruch.com: WWE: Neue Ausrichtung für WWE, Heat für Morrison & Melina, Matt Hardy
  10. de.wwe.com: Bericht zur Büroeröffnung in München, abgerufen am 5. Dezember 2013
  11. cagematch.de: Bericht zur Büroeröffnung in München, abgerufen am 6. Dezember 2013
  12. Jim Ross: Draft Thoughts...Another Von Erich to Enter the Ring??...Steamboat to put tights back on?? WGN... J.R.’s Family Bar-B-Q. 15. April 2009. Abgerufen am 18. April 2009: „All three brands will be featured weekly and each brand’s announcers will call their respective bouts.“
  13. James Caldwell: Caldwell’s WWE Superstars Report 4/16: Ongoing “virtual time” coverage of debut edition on WGN. 16. April 2009. Abgerufen am 26. Juni 2009.
  14. Erster Beitrag zum Verschwinden aus dem US-TV
  15. Weitere Details zur Absetzung
  16. Florida Championship Wrestling