Wa’ad Arba’ Aratzot

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Wa'ad Arba' Aratzot, hebräisch für „Ausschuss der vier Länder“, war die höchste jüdische Institution zur Selbstverwaltung im Königreich Polen, von Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1764.

Die so genannte Vierländersynode war die Organisation, welche die Gemeinden der vier Provinzen des Königreiches (Großpolen, Kleinpolen, Galizien und Wolhynien) unter anderem gegenüber dem König vertrat und Beschlüsse, die für die jüdische Gemeinschaft bindend waren, verfasste. Der Ausschuss traf sich mindestens zweimal im Jahr während der großen Jahrmärkte von Lublin und Jarosław. Für die Breslauer Messe ernannte der Ausschuss besondere Beamte, die für die Einhaltung der jüdischen Speisevorschriften zuständig waren (siehe Juden in Breslau).

Literatur[Bearbeiten]

  • Israel Halperin (Hrsg.): Pinkas We'ad Arba' Aratzot. Acta congressus generalis Judaeorum regni Poloniae (1580-1746) quae supersunt omnia cum deperditorum fragmentis et testimoniis. Mosad Bialiq, Jerusalem 1945.
  • Simon Dubnow: History of the Jews in Russia and Poland. 3 Bände. Jewish Publication Society of America, Philadelphia PA 1916–1920.