Wabash Cannonball

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The Wabash Cannonball ist ein amerikanischer Folk-Song über einen mythischen Eisenbahnzug in den Vereinigten Staaten. Er entstand wahrscheinlich Ende des 19. Jahrhunderts. Der Song wurde 1929 erstmals durch die Carter Family aufgenommen und 1936 auch durch den Sänger Roy Acuff vorgetragen. Viele Hillbilly-Künstler spielten das Lied während der Großen Depression in den 30er und 40er Jahren. Außerdem ist es einer der wichtigsten Schlachtgesänge der Kansas State University.

Als das Lied bekannt wurde, nannte die Wabash Railroad ihren Schnellzug zwischen Detroit und St. Louis Wabash Cannonball.

Text[Bearbeiten]

Text der Version des Liedes wie es von Roy Acuff 1936 gespielt wurde.

Strophe:

From the great Atlantic Ocean to the wide Pacific shore
from the green and flowing mountains to the south belt by the shore
she's mighty tall and handsome, and known quite well by all
she's the combination on the Wabash Cannonball

Strophe:

She came down from Birmingham, one cold December day
as she rolled into the station, you could hear all the people say
there's a girl from Tennessee, she's long and she's tall
she came down from Birmingham on the Wabash Cannonball

Strophe:

Our the Eastern states are dandy so the people always say
from New York to St. Louis and Chicago by the way
from the hills of Minnesota where the rippling waters fall
no changes can be taken on that Wabash Cannonball

Strophe:

Here's to daddy Claxton, may his name forever stand
and always be remembered 'round the courts of Alabam'
his earthly race is over and the curtains 'round him fall
we'll carry him home to victory on the Wabash Cannonball

Refrain:

Listen to the jingle, the rumble and the roar
as she glides along the woodland, through the hills and by the shore
hear the mighty rush of the engine, hear that lonesome hobo squall
you're travelling through the jungles on the Wabash Cannonball

Varianten[Bearbeiten]

Es existieren viele Varianten des Liedes.

  • So wird im letzten Vers „glory“ statt „victory“ gesungen.
  • Statt „Danny Claxton“ gibt es auch Varianten mit „Daddy Claxton“ oder „Boston Blackie“
  • Im ersten Vers können die zweite Zeile auch lauten: „from sunny California to icebound Labrador“ und die letzte „she's the 'boes accommodation called the Wabash Cannonball“. Dies war wahrscheinlich die originale Version, ist heute jedoch kaum noch gebräuchlich.
  • Es wird auch zum Teil folgende Strophe verwendet:

I have rode the I.C. Limited, also the Royal Blue
Across the eastern countries on Elkhorn number two
I have rode these highball trains from coast to coast that's all
But i have found no equal to the Wabash Cannonball

Geschichte[Bearbeiten]

Es gibt verschiedene Theorien über den Ursprung des Liedes. Eine plausible Theorie wird vom Folk-Sänger Utah Philips vertreten[1]. Er ist der Auffassung, dass Hobos den mythischen Zug namens „Wabash Cannonball“ erfanden – einen Zug, der durch das ganze Land fährt; um diese Idee wach zu halten, entstand das Lied.

Eine weitere Theorie[2] basiert auf einem Märchen um Cal. S. Bunyan, einen Bruder des legendären amerikanischen Holzfällers Paul Bunyan. Dieser baute eine Eisenbahn mit dem Namen Ireland, Jerusalem, Australian & Southern Michigan Line. Nach zwei Monaten Betrieb war der 700 Wagen lange Zug so schnell, dass er eine Stunde früher ankam als er abgefahren war. Schließlich war der Zug so schnell, dass er ins All flog und nun für alle Zeiten durch den Kosmos fliegt. Als die Hobos diese Geschichte hörten, nannten sie den Zug Wabash Cannonball und meinten, dass auf jeder Bahnstation in Amerika sein Signal zu hören sei.

Kansas State University[Bearbeiten]

Die Tradition der Nutzung von „The Wabash Cannonball“ als Schlachtgesang an der Kansas State University begann 1968. Am 13. Dezember 1968 brannte das Musikgebäude der Universität nieder; das Feuer vernichtete alle Instrumente und Noten. Nur ein Notenblatt von „The Wabash Cannonball“ überlebte, weil der Musikdirektor Phil Hewett es mit nach Hause genommen hatte. Am folgenden Montagabend stand ein Basketballspiel gegen die Universität von Syracuse an. Mit geliehenen Instrumenten spielte die Band als einziges Lied „Wabash Cannonball“. Seitdem wird es durch die Bands der Universität immer wieder gespielt.

Jukebox Cannonball[Bearbeiten]

1951 adaptierte Jesse Rogers „Wabash Cannonball“ für seine Version als „Jukebox Cannonball“, indem er neue ähnliche Verse hinzufügte. In den Jahren 1951 bis 1955 wurde das Lied von vielen verschiedenen Künstlern aus der Region New York-Pennsylvania aufgenommen. Neben Rogers waren das Ray Whitley, Rex Zario, und Bill Haley and The Saddlemen.

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.utahphillips.org/songbook/wabashcannonball.html
  2. http://ingeb.org/songs/wabashca.html

Weblinks[Bearbeiten]