Wackeldackel

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Ein Wackeldackel ist die Nachbildung eines Dackels aus Kunststoff, dessen Kopf beweglich gelagert ist, so dass der Wackeldackel, wenn er auf der Hutablage oder dem Armaturenbrett eines fahrenden PKWs steht, je nach den Bewegungen des Fahrzeugs den Kopf bewegt (mit ihm wackelt).

Typischer Wackeldackelblick

Geschichte[Bearbeiten]

In den 1970er-Jahren ein Accessoire fürs Auto, feierte der Wackeldackel Ende der 1990er-Jahre, hervorgerufen durch einen Aral-Werbespot, ein Comeback. Nach Angaben des Coburger Produzenten Heinze & Co. wurden 1999 in acht Monaten über 500.000 Exemplare verkauft.

Im Jahre 2001 war der Wackeldackel Gegenstand eines Rechtsstreits: Das Unternehmen Heinze & Co. klagte gegen den Bielefelder Designer Wolfgang Budwell, der die ersten Entwürfe für den Dackel gestaltet hatte und ihn beim Deutschen Patentamt als geschütztes Muster angemeldet hatte. Nach Einschaltung von Sachverständigen erkannte das Oberlandesgericht Hamm in zweiter Instanz die Ansprüche des Designers auf Urheberschaft an.[1] Mitunter findet man auch Modelle anderer Hunderassen, die nach dem Prinzip des Wackeldackels funktionieren.

Wackel-Elvis[Bearbeiten]

Wackel-Elvis mit der Mauer von Graceland in Memphis im Hintergrund

Ähnlich wie der Wackeldackel ist auch der Wackel-Elvis ein Ziergegenstand für die Hutablage oder das Armaturenbrett eines Autos. Der Wackel-Elvis ist eine ca. 15 cm hohe Elvis-Presley-Puppe und steht auf einem Nagel, während sein Kopf mittels einer Schnur und einem Saugnapf an der Windschutzscheibe oder der Heckscheibe des Automobils befestigt ist. Im Gegensatz zum Wackeldackel wackelt der Wackel-Elvis nicht mit dem Kopf, sondern schwingt bei Bewegungen des Automobils seine Hüften und den ausgestreckten linken Arm.

Bekannt wurde der Wackel-Elvis 2001 durch einen Audi-Werbespot, bei dem Karina Krawczyk eine Fahrerin spielt und einen Elvis-Imitator samt seiner Wackel-Elvis-Figur nach einer Autopanne mitnimmt, der die Figur sogleich im Auto anbringt. Witz des Spots ist, dass es wegen des stufenlosen Getriebes in dem Fahrzeug kein „Wackeln“ durch Schaltvorgänge gab – und die Figur somit trotz ihrer Erschütterungsempfindlichkeit in Bewegungslosigkeit verharrt. Wegen des Spots wurde der Wackel-Elvis nach Kundenanfrage insgesamt 550.000-mal produziert.

Umgangssprachliche Verwendung[Bearbeiten]

Als Wackeldackel werden im beruflichen Umfeld auch oftmals Personen bezeichnet, welche ständig nur Zustimmung, primär zu Meinungen von Vorgesetzten, bekunden.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]