Wadim Abramowitsch Sidur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den russischen Bildhauer Sidur. Für das jüdische Gebetbuch, siehe Siddur.

Wadim Abramowitsch Sidur (russisch Вадим Абрамович Сидур, wiss. Transliteration Vadim Abramovič Sidur; * 28. Juni 1924 in Dnjepropetrowsk, Ukraine; † 26. Juni 1986 in Moskau) war ein russischer Bildhauer.

Skulptur Treblinka in Berlin-Charlottenburg, 1966 geschaffen und 1979 aufgestellt

Im Zweiten Weltkrieg wurde er von der Schulbank weg an die Front geschickt. Nach dem Krieg arbeitete er bis zu seinem Tode als Künstler. Seine Werke behandeln vorwiegend Themen wie Krieg, Totalitarismus und Invalidität. Besonders seine Bronze-Skulpturen aus der Zyklus-Reihe sind bekannt. Einige stehen auch in deutschen Städten, zum Beispiel Der Mahner in Düsseldorf und Treblinka in Berlin-Charlottenburg.

Am Rande des Friedrichsplatzes in Kassel befindet sich Sidurs Skulptur Den Opfern der Gewalt. Die Aufstellung dieser Skulptur im Jahre 1974 wurde von einer Bürgerinitiative ermöglicht, die das Geld dafür aufbrachte, den kleinformatigen Entwurf als Skulptur im Stadtraum zu verwirklichen. Vor der Würzburger St.-Johannis-Kirche steht sein Werk Tod durch Bomben, das er der Stadt im Sinne der Völkerversöhnung stiftete. In Russland waren seine Arbeiten erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs Ende der 1980er Jahre zu sehen.

Werkabbildungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wadim Abramowitsch Sidur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien