Wagnertuba

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Wagnertuba
engl.: Wagner tuba
Klassifikation
Aerophon
Blechblasinstrument
Verwandte Instrumente
Horn, Tuba, Tenorhorn

Die Wagnertuba ist ein Blechblasinstrument. Die Wagnertuba ist nicht, wie der Name vermuten lassen würde, mit der Tuba verwandt, sondern zählt zur Familie der Waldhörner. Es handelt sich dabei um ein eigenständiges Instrument mit drei oder vier Ventilen, das mit einem Waldhorn-Mundstück geblasen wird. Die Bauform ist dem Tenorhorn nachempfunden, die Stimmung wie bei Waldhörnern in B und F.

Wagnertuba

Wagnertuben werden immer im Satz, d. h. je zwei Tenortuben in B (Tonumfang B1 – f2) und zwei Basstuben in F (Tonumfang F1 – a1) besetzt und von Hornisten geblasen. Daher sind sie auch wie das Waldhorn linksgriffig zu greifen.

Richard Wagner ließ sie sich für den Ring des Nibelungen bauen. Wagnertuben wurden u. a. von Anton Bruckner (in der 7. Sinfonie im 2. und 4. Satz, in der 8. Sinfonie und 9. Sinfonie jeweils im 3. Satz) eingesetzt. In der 8. und 9. Sinfonie sind stets entweder 8 Hörner oder 4 Hörner und 4 Wagnertuben besetzt. Auch im Ring des Nibelungen wechseln die Hornisten 5 - 8 zwischen Waldhörnern und Wagnertuben. Des Weiteren werden sie von Richard Strauss (z. B. in den Opern Elektra und Die Frau ohne Schatten oder in der sinfonischen Dichtung Eine Alpensinfonie) eingesetzt. Igor Strawinsky verwendet sie in Le Sacre du Printemps (zwei B-Tuben) und in der ersten Fassung (1911) des Balletts Der Feuervogel. Das wohl einzige Werk für Wagnertuba solo stammt vom deutschen Komponisten Johannes X. Schachtner – die Burleske trägt den Titel Jägarna pa Karinhall (Die Jäger auf Karinhall).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wagnertubas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien