Wahrnehmungstäuschung

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Eine Wahrnehmungs- oder Sinnestäuschung liegt vor, wenn die subjektive Wahrnehmung (Perzept) von einer physikalisch erklärbaren und reproduzierbaren Messung abweicht. Ein Beispiel ist die Mondtäuschung, die den Mond nahe dem Horizont größer erscheinen lässt als im Zenit.

Die Abgrenzung zwischen Täuschung und Realität fällt schwer. Unsere Augen nehmen zweidimensionale Bilder der Umwelt wahr, dennoch haben wir das Gefühl, dreidimensional zu sehen. Farbeindrücke erhalten wir nur von einem kleinen Ausschnitt des elektromagnetischen Lichtspektrums. Schattierungen im Infraroten oder UV-Bereich bleiben uns verschlossen.

Wahrnehmungstäuschungen betreffen alle Wahrnehmungssinne wie hören, sehen oder schmecken.

Arten von Wahrnehmungstäuschungen[Bearbeiten]

Man kann Wahrnehmungstäuschungen nach der Natur der Wahrnehmung einteilen. Am bekanntesten sind folgende Arten von Täuschungen:

Manche Täuschungen fallen bei einer derartigen Einteilung in mehr als eine Kategorie. Beispielsweise handelt es sich beim McGurk-Effekt um eine opto-akustische Täuschung.

In der Philosophie beschäftigen sich die Phänomenologie und die Erkenntnistheorie mit Wahrnehmungstäuschungen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rainer Wolf: Sinnestäuschung und „New-Age“-Esoterik. In: Skeptiker 4, 1993, S. 88
  • Rainer Wolf: Der biologische Sinn der Sinnestäuschung. In: Biologie in unserer Zeit. 17, 1987, S. 33
  • Alfred Maelicke (Hrsg.): Vom Reiz der Sinne. VCH, Weinheim 1990, ISBN 3-527-28058-8

Weblinks[Bearbeiten]