Waidhofen an der Thaya

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Waidhofen an der Thaya
Wappen von Waidhofen an der Thaya
Waidhofen an der Thaya (Österreich)
Waidhofen an der Thaya
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Waidhofen an der Thaya
Kfz-Kennzeichen: WT
Fläche: 46,05 km²
Koordinaten: 48° 49′ N, 15° 17′ O48.81666666666715.283333333333510Koordinaten: 48° 49′ 0″ N, 15° 17′ 0″ O
Höhe: 510 m ü. A.
Einwohner: 5.606 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 122 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3830
Vorwahl: 02842
Gemeindekennziffer: 3 22 20
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 1
3830 Waidhofen an der Thaya
Website: www.waidhofen-thaya.at
Politik
Bürgermeister: Robert Altschach (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(29 Mitglieder)
19
5
2
2
1
19 
Von 29 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Waidhofen an der Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya
Dietmanns Dobersberg Gastern Groß-Siegharts Karlstein an der Thaya Kautzen Ludweis-Aigen Pfaffenschlag bei Waidhofen an der Thaya Raabs an der Thaya Thaya Vitis Waidhofen an der Thaya Waidhofen an der Thaya-Land Waldkirchen an der Thaya Windigsteig NiederösterreichLage der Gemeinde Waidhofen an der Thaya im Bezirk  Waidhofen an der Thaya (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Die österreichische Stadt Waidhofen an der Thaya mit 5606 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) liegt im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich und ist Hauptstadt des gleichnamigen Verwaltungsbezirkes Waidhofen an der Thaya.

Waidhofen an der Thaya ist die nördlichste Bezirkshauptstadt Österreichs.

Geografie[Bearbeiten]

Waidhofen an der Thaya wird von der Deutschen Thaya durchflossen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Pfaffenschlag Thaya Groß-Siegharts, Karlstein an der Thaya
Waidhofen an der Thaya-Land Nachbargemeinden Dietmanns
Windigsteig Göpfritz an der Wild

Geschichte[Bearbeiten]

Der Hauptplatz von Waidhofen an der Thaya

Waidhofen an der Thaya wurde im Jahre 1171 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt bereits 1230 das Stadtrecht. Bedingt durch die Grenzlage hatte Waidhofen an der Thaya immer wieder mit böhmischen Einfällen zu kämpfen, die Situation beruhigte sich erst 1526 durch den habsburgischen Erwerb Böhmens und Mährens. Waidhofen blieb bis zum Jahr 1848 landesfürstliche Stadt. Aufgrund des textilen Heimgewerbes im Umland kam es Ende des 17. Jahrhunderts zum wirtschaftlichen Aufschwung und Waidhofen an der Thaya entwickelte sich neben Krems an der Donau zur wichtigsten Gewerbestadt des Waldviertels.

1873 wütete in der Stadt ein Großbrand, dem viele Häuser der Altstadt zum Opfer fielen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Rathaus von Waidhofen an der Thaya

Bürgermeister der Stadtgemeinde ist Robert Altschach, Vizebürgermeister ist Thomas Lebersorger (beide ÖVP), Amtsleiter Rudolf Polt.

Im Stadtgemeinderat gibt es bei insgesamt 29 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 folgende Mandatsverteilung:

ÖVP 19, SPÖ 5, UBL (Unabhängige Bürgerliste) 2, L.GRÜNE (Grüne Waidhofen und Unabhängige) 1, FPÖ 2.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Partnerstädte sind

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Waidhofen an der Thaya

Neben dem Golfsport sind Wandern und Radfahren die beliebtesten Freizeitaktivitäten in der Natur. Das Freibad Waidhofen an der Thaya lockt an heißen Sommertagen zahlreiche Besucher an. Neben dem Badevergnügen gibt es auch ein vielfältiges Angebot an Freizeiteinrichtungen, wie Tretbootfahren auf der Thaya, Tischtennis, Minigolf, Pit-Pat oder Beachvolleyball. Auch der Campingplatz Thayapark lädt zum Entspannen und Wohlfühlen ein.

Der mitgliederstärkste Sportverein der Stadt ist die Sportunion mit folgenden Sektionen: Turnen, Tennis, Tischtennis, Modellflug, Laufen, Eislaufen. Der Union gehört die "Jäger- und Schützengilde Union Raika Waidhofen von 1596" an, die in einem Jugendstilschützenhaus (Badgasse 7) Schießsport mit Luftwaffen bzw. Armbrüsten auf 10 Meter Distanzen betreibt.

Waidhofen an der Thaya bietet eine Vielzahl an kulturellen Ereignissen wie Theateraufführungen, Konzerte, Musicals und Ausstellungen. Die Waidhofner Veranstaltungen sind vielseitig und locken inzwischen zahlreiche Besucher an. Das Internationale Musikfest, veranstaltet vom Folkclub Waidhofen ist ein jährlicher Fixpunkt. Das nördlichste Theater Österreichs, das TAM (Theater an der Mauer), bietet das ganze Jahr hindurch in Waidhofen an der Thaya hochkarätige Vorführungen.

Waidhofen an der Thaya ist auch für seine kulinarischen Köstlichkeiten bekannt. Waldviertler Karpfen, Mohnspezialitäten und Erdäpfelschmankerl sind regionale Köstlichkeiten die von den Waidhofner Gastronomiebetrieben schmackhaft zubereitet werden.

Zudem befindet sich in Waidhofen an der Thaya seit 2003 Europas größte Waldrapp-Voliere. Der Waldrapp ist eine seltene Ibis-Art und gehört zu den am meisten vom Aussterben bedrohten Tierarten der Welt. In Waidhofen an der Thaya hat dieses seltene Exemplar wieder ein Zuhause gefunden. Das Projekt Waldrapp wird weltweit verfolgt und erntet von renommierten Experten international große Anerkennung.

Unter der Innenstadt wurden Kelleranlagen aus dem Mittelalter entdeckt, die wahrscheinlich auch als Fluchtwege dienten. Zum Großteil sind diese verschüttet, ein Teil ist jedoch begehbar und kann besichtigt werden.

Kombination von Tradition und Moderne[Bearbeiten]

Waldrapp
Basilika

Im Waldviertel und vor allem in Waidhofen an der Thaya wird Tradition groß geschrieben, ohne das Moderne außer Acht zu lassen. Besichtigt man den Stadtkern von Waidhofen an der Thaya, findet man dafür die beste Bestätigung – moderne Infrastruktur kombiniert mit traditionellem Flair. Für die Vereinigung von Tradition und Moderne steht auch das neu adaptierte Waidhofner Rathaus. Das ursprünglich im 16. Jahrhundert erbaute Rathaus, das bereits für Ausstellungen von Arik Brauer und Bruno Haberzettl diente, verkörpert am Hauptplatz ein Stück Geschichte. Die barocke Stadtpfarrkirche und die liebevoll eingerichteten Museen ermöglichen einen Einblick in die geschichtliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung.

Die Dreifaltigkeitssäule auf dem Hauptplatz wurde in den Jahren 1705-1709 errichtet. Säule und Figuren wurden vom Eggenburger Steinmetzmeister Wolfgang Steinböck geschaffen. Daneben finden sich eine Balustradenumfriedung mit den Heiligen Maria und Josef sowie Johannes der Evangelist und Johannes Nepomuk als Eckfiguren, am zweigeschossigen Sockelblock Reliefs Mariahilf und der Pestheilige Rochus, Rosalia und Sebastian zwischen Eckpfeilern, kartuschenhaltende Engelfiguren als Eckbekrönungen (bezeichnet mit 1709) und auf Säulenspitze eine Gottvaterpietà. Von der barocken Säule bis zur modernen evangelischen Kirche – gestaltet von Prof. E. Warlamis – erlebt der Betrachter kostbare Kultur.

Mehrere Kreisbögen aus 97 Dioritfindlingen, vom Bildhauer Franz Xaver Ölzant gestaltet und Basilika genannt, befinden sich etwas außerhalb der Stadt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 375, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 138. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 2.488. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,86 Prozent.

Waidhofen liegt an der Thayatalbahn, die von Schwarzenau ursprünglich bis Slavonice (Zlabings) führte. Die Strecke nördlich von Waidhofen ist jedoch gesperrt, für Reisende ist ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Zukunft dieser Bahnstrecke war längere Zeit ungewiss. Inzwischen wurde ihre Einstellung bekannt gegeben[1] Seit der Einstellung der Strecke im Dezember 2010 gehört Waidhofen an der Thaya neben Zwettl, Güssing, Oberpullendorf und Oberwart zu den fünf Bezirkshauptstädten Österreichs ohne Anbindung an den öffentlichen Schienenpersonenverkehr.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Burgen,Stifte und Schlösser Regionen Waldviertel, Donauraum, Südböhmen, Vysočina, Südmähren ISBN 978-3-9502262-2-5, S. 136 f

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waidhofen an der Thaya – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thayatalbahn wird eingestellt