Bund deutscher Studenten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Löschregeln Dieser Artikel wurde zur Löschung vorgeschlagen.

Falls du Autor des Artikels bist, lies dir bitte durch, was ein Löschantrag bedeutet, und entferne diesen Hinweis nicht.
Zur Löschdiskussion

Begründung: Vorlage:Löschantragstext/Juli Siehe LD.

Der Bund deutscher Studenten (BdSt) war ein 1953 als Nachfolger des Waidhofner Verbandes wehrhafter Vereine deutscher Studenten gegründeter Korporationsverband, der sich 2004 auflöste.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg reaktivierten Studentenverbindungen, die ehemals in der Tschechoslowakei beheimatet waren, in der Bundesrepublik Deutschland und teilweise auch in Österreich, wobei Korporationen, die bereits vor 1938 einem größeren gesamtdeutschen Verband angehörten (DB, DL/CC, CV etc.) wieder in diese Verbände aufgenommen wurden. Verbindungen, auf die dies nicht zutraf – darunter auch Korporationen des Waidhofener Verbandes wehrhafter Vereine deutscher Studenten –, schlossen sich am 4. Oktober 1953 im Verband farbentragender Vereine deutscher Studenten zusammen, der sich im Jahr 1960 in Bund deutscher Studenten umbenannte. In seinen Grundsätzen erklärte sich der BdSt ausdrücklich als Nachfolgeorganisation des im Jahr 1890 gegründeten Waidhofener Verbandes. Entsprechend dieser Grundsätze, war der Verband farbentragend und lehnte die Bestimmungsmensur ab. Er gestattete aber die Besprechungsmensur, war also fakultativ schlagend. Abgelehnt wurde durch den BdSt allerdings die radikal-völkische und antisemitische Orientierung des Waidhofener Verbandes, die im sogenannten Waidhofener Prinzip zum Ausdruck kam.[1]

Der BdSt löste sich 2004 auf, als Asciburgia Mainz beschloss, Ausländer und Frauen aufzunehmen.[2]

Bekannte Mitglieder[Bearbeiten]

Mitgliedsverbindungen[Bearbeiten]

(nach Aufnahmedatum sortiert)

  • 1953: Verein Deutscher Studenten Sudetia zu Wien und München (1879 Gründung als Brünner Technikerclub, 1882 Umwandlung in Deutscher Technikerclub, 1892 Umbenennung in Verein Deutscher Techniker Sudetia und Beitritt zum Waidhofener Verband, 1912 Namensänderung in Verein Deutscher Studenten Sudetia, 1952 Wiederbegründung in München und Fusion mit dem Verein Deutscher Studenten aus Nordmähren zu Wien als Verein Deutscher Studenten Sudetia zu Wien und München)
  • 1953: Asciburgia Wien-Prag (nur AHV; bis 1962)
  • 1953: Cheruskia Brünn (nur AHV; bis 1985)
  • 1953: Nordmährer Wien (nur AHV)
  • 1953: Ostschlesier Wien (nur AHV)
  • 1953: Saxo-Cheruskia Wien (nur AHV)
  • 1953: Altherrenverein des Bundes Deutscher Studenten Saxonia Prag zu Nürnberg (die aktive Verbindung trat 1968 in den BdSt ein)
  • 1953: Zips Prag (nur AHV)
  • 1956: Sudeten Tetschen-Liebwerd (nur AHV; bis 1962)
  • 1958: Markomannia Regensburg und München
  • 1962: Asciburgia Wien zu Mainz
  • 1963: Akademische Landsmannschaft Suevia Augsburg (1864 Gründung am Lehrerseminar Altdorf als Schwabenkneipe Altdorf, 1894/95 Umbenennung in Suevia-Altdorf, 1904 Umbenennung in Landsmannschaft Suevia, 1922 Umbenennung in Landsmannschaft Suevia Altdorf-Nördlingen-Lauingen, 1958 Verlegung nach Augsburg)
  • 1963: Masovia Nürnberg
  • 1967: Tauriskia Graz (bis 1968)
  • 1967: Zornstein Leoben
  • 1968: Bund Deutscher Studenten Saxonia Prag zu Nürnberg[3] (1885 Gründung als Leipaer Landtag, 1897 Umwandlung in Verein nordböhmischer Studenten Freya, 1900 durch den Senat der Prager Universität aufgelöst und Eintritt der Freyaner in die 1899 als Strohverein gegründete Akademisch-technische Verbindung Saxonia, 1901 Beitritt zum Waidhofener Verband, 1924 Umbenennung in Verein deutscher Studenten Saxonia, 1939 Auflösung und Fortführung als Kameradschaft Ritter von Schönerer, 1959 Wiederbegründung in Nürnberg als Bund Deutscher Studenten Saxonia Prag zu Nürnberg)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bund deutscher Studenten. In: Edwin A. Biedermann: Logen, Clubs und Bruderschaften. Droste, Düsseldorf 2007. ISBN 3-7700-1184-8. S. 226.
  • Arno Pflüger: Waidhofner Verband wehrhafter Vereine deutscher Studenten. In: Michael Doeberl, Alfred Bienengräber (Hrsg.): Das akademische Deutschland. Band 2: Die deutschen Hochschulen und ihre akademischen Bürger. C. A. Weller, Berlin 1931. S. 395f.
  • Paulgerhard Gladen, Kurt U. Bertrams: Die deutsch-völkischen Korporationsverbände. Deutsche Wehrschaft, Waidhofener Verband u. a. WJK-Verlag, Hilden 2009, ISBN 3-933892-11-2. S. 110–123.
  • Paulgerhard Gladen: Die deutschsprachigen Korporationsverbände. WJK-Verlag, Hilden 2007. ISBN 3-933892-28-7. S. 438–448.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paulgerhard Gladen, Kurt U. Bertrams: Die deutsch-völkischen Korporationsverbände. Deutsche Wehrschaft, Waidhofener Verband u. a. WJK-Verlag, Hilden 2009, ISBN 3-933892-11-2. S. 110 ff.
  2. Paulgerhard Gladen, Kurt U. Bertrams: Die sudetendeutschen Studentenverbindungen. WJK-Verlag, Hilden 2011, ISBN 3-940891-48-8. S. 218.
  3. Geschichte des Vereins auf der Webseite des BdSt Saxonia Prag zu Nürnberg, abgerufen am 10. Juni 2014