Bund deutscher Studenten

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Der Bund deutscher Studenten (BdSt) war ein 1953 als Nachfolger des Waidhofner Verbandes wehrhafter Vereine deutscher Studenten gegründeter Korporationsverband, der sich 2004 auflöste.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg reaktivierten Studentenverbindungen, die ehemals in der Tschechoslowakei beheimatet waren, in der Bundesrepublik Deutschland und teilweise auch in Österreich, wobei Korporationen, die bereits vor 1938 einem größeren gesamtdeutschen Verband angehörten (DB, DL/CC, CV etc.) wieder in diese Verbände aufgenommen wurden. Für Verbindungen, auf die dies nicht zutraf – darunter auch Korporationen des Waidhofner Verbandes wehrhafter Vereine deutscher Studenten –, wurde am 4. Oktober 1953 der Bund deutscher Studenten gegründet. In seinen Grundsätzen erklärte sich der BdSt ausdrücklich als Nachfolgeorganisation des Waidhofner Verbandes. Entsprechend dieser Grundsätze, war der Verband farbentragend und lehnte die Bestimmungsmensur ab. Er gestattete aber die Besprechungsmensur, war also fakultativ schlagend. Abgelehnt wurde durch den BdSt allerdings das sogenannte Waidhofener Prinzip und die frühere radikal-völkische Orientierung des Waidhofner Verbandes. Dieser wurde 1881 gegründet und führte sich zurück auf die studentischen Vereine der Habsburger Zeit, die sich zum Dienst am deutschen Volkstum in den Grenzgebieten zusammenfanden und die stark von Georg von Schönerer beeinflusst wurden.

Mitgliedsverbindungen[Bearbeiten]

(nach Aufnahmedatum sortiert)

  • 1953: Verein Deutscher Studenten Sudetia zu Wien und München (1879 Gründung als Brünner Technikerclub, 1882 Umwandlung in Deutscher Technikerclub, 1892 Umbenennung in Verein Deutscher Techniker Sudetia, 1912 Namensänderung in Verein Deutscher Studenten Sudetia, 1952 Wiederbegründung in München und Fusion mit dem Verein Deutscher Studenten aus Nordmähren zu Wien als Verein Deutscher Studenten Sudetia zu Wien und München)
  • 1953: Asciburgia Wien-Prag (nur AHV; bis 1962)
  • 1953: Cheruskia Brünn (nur AHV; bis 1985)
  • 1953: Nordmährer Wien (nur AHV)
  • 1953: Ostschlesier Wien (nur AHV)
  • 1953: Saxo-Cheruskia Wien (nur AHV)
  • 1953: Saxonia Prag (nur AHV; bis 1968)
  • 1953: Zips Prag (nur AHV)
  • 1956: Sudeten Tetschen-Liebwerd (nur AHV; bis 1962)
  • 1958: Markomannia Regensburg und München
  • 1962: Asciburgia Wien zu Mainz
  • 1963: Suevia Augsburg
  • 1963: Masovia Nürnberg
  • 1967: Tauriskia Graz (bis 1968)
  • 1967: Zornstein Leoben
  • 1968: Saxonia Prag zu Nürnberg[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Arno Pflüger: Waidhofner Verband wehrhafter Vereine deutscher Studenten. In: Michael Doeberl, Alfred Bienengräber (Hrsg.): Das akademische Deutschland. Band 2: Die deutschen Hochschulen und ihre akademischen Bürger. C. A. Weller, Berlin 1931. S. 395f.
  • Paulgerhard Gladen, Kurt U. Bertrams: Die deutsch-völkischen Korporationsverbände. Deutsche Wehrschaft, Waidhofener Verband u. a. WJK-Verlag, Hilden 2009, ISBN 3-933892-11-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geschichte der Landsmannschaft auf der Webseite des BdSt Saxonia Prag zu Nürnberg, abgerufen am 10. Juni 2014