Waidring

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Waidring
Wappen von Waidring
Waidring (Österreich)
Waidring
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kitzbühel
Kfz-Kennzeichen: KB
Fläche: 63,75 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 12° 34′ O47.56666666666712.566666666667778Koordinaten: 47° 34′ 0″ N, 12° 34′ 0″ O
Höhe: 778 m ü. A.
Einwohner: 1.981 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 31 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6384
Vorwahl: 0 53 53
Gemeindekennziffer: 7 04 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 9
6384 Waidring
Politik
Bürgermeister: Georg Hochfilzer (Wir für Waidring)
Gemeinderat: (2010)
(13 Mitglieder)
6 Wir für Waidring, 4 Parteifreie Liste, 1 SPÖ, 1 FPÖ, 1 "fair und unabhängig"
Lage der Gemeinde Waidring im Bezirk Kitzbühel
Aurach bei Kitzbühel Brixen im Thale Fieberbrunn Going am Wilden Kaiser Hochfilzen Hopfgarten im Brixental Itter Jochberg Kirchberg in Tirol Kirchdorf in Tirol Kitzbühel Kössen Oberndorf in Tirol Reith bei Kitzbühel Schwendt St. Jakob in Haus St. Johann in Tirol St. Ulrich am Pillersee Waidring Westendorf TirolLage der Gemeinde Waidring im Bezirk Kitzbühel (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Waidring im Sommer
Waidring im Sommer
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Waidring ist eine Gemeinde mit 1981 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) in Österreich am Fuße der Loferer Steinberge und der Steinplatte. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kitzbühel.

Geographie[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche

Die Ortschaft im Bezirk Kitzbühel in Tirol liegt am Dreiländereck mit Bayern und Salzburg, im Strubtal (Loferbach/Haselbach). Bei Waidring befindet sich eine Talwasserscheide, das Tal setzt sich als Wald bis nach Erpfendorf fort (Innerwaldbach).

Mitsamt den Gemeinden Fieberbrunn, Hochfilzen, St. Jakob im Haus und St. Ulrich am Pillersee Teil des Tourismusverbands Pillerseetal.

Ortsteile[Bearbeiten]

Alpbachsiedlung, Auergasse, Berger, Brennhütte, Durchkaseralm, Enthgrieß, Geppenbühel, Hausergasse, Unterwasser, Strub, Rettenmoos, Haselbach, Hausstatt, Kranebittbauer, Mühlausiedlung, Mühltal, Reiterdörfl, Schöttl, Schredergasse, Steinplatte und Winkl

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Kössen, Kirchdorf in Tirol, Lofer, Reit im Winkl, Sankt Ulrich am Pillersee

Geschichte[Bearbeiten]

Denkmal für die Freiheitskämpfer 1796-1814

1147 wurde Waidring als Waitheringen erstmals urkundlich erwähnt. Um das Jahr 1266/67 kauften die Brüder des Salzburger Erzbischofs Friedrich von Walchen Güter in Waidring. Die heutige Pfarrkirche, die vermutlich zwei Vorgängerbauten hatte, wurde 1764 geweiht. Bis zur Säkularisation im Jahre 1803 lagen die Grundherrschaft bei den Walchen aus dem Pinzgau. Landesherrschaftlich gehört Waidring seit 1504 zu Tirol.

Während des fünften Koalitionskriegs wurde Waidring, nach der Niederlage der Tiroler am Pass Strub, am 11. und 12. Mai 1809 von bayerischen Truppen geplündert. Kirchlich gehörte Waidring zum Bistum Chiemsee, bis es 1817 zur Erzdiözese Salzburg kam. Im Jahre 1821 gab es im Gemeindegebiet 108 Häuser und für 1834 sind 762 Einwohner belegt.

Im Mai 1945 wurde der nationalsozialistische Aktivist und Publizist Julius Streicher nach einer Anzeige aus der Bevölkerung durch Einheiten der US Army in Waidring festgenommen.

Wappen[Bearbeiten]

In schwarz drei abgeledigte, sich nach unten verjüngende rote Stufen.

Das Wappen ist abgeleitet vom Siegel des Edlen Otto von Walchen, dem das Dorf Waidring und die niedere Gerichtsbarkeit über das ganze Dorf gehörte. 1297 kaufte Konrad, Erzbischof von Salzburg, von der Tochter Ottos von Walchen und deren Gemahl von Freundsberg u.a. das Urbar zu Waithering. Die zur Vorlage verwendeten Siegel Ottos von Walchen hängen an zwei Urkunden vom 12. Juli 1272 und 29. Sept. 1273, welche im Österreichischen Staatsarchiv verwahrt sind.

Verkehr[Bearbeiten]

Talstation der Gondelbahn zur Steinplatte
Ortsteil Unterwasser
Volksschule

Bei Waidring verläuft die Loferer Straße (B 178), die als Kleines Deutsches Eck eine bedeutende Ost–West-Verbindung Österreichs ist.

w1
Talpass Waidring
Himmelsrichtung Ost West
Passhöhe 777 m ü. A.
Region Tirol, Österreich
Wasserscheide Haselbach / Loferbach / Saalach / Salzach / Inn Innerwaldbach / Großache (Kössener Ache) / Tiroler Achen / Alz / Inn
Talorte Lofer Erpfendorf
Ausbau Loferer Straße (B 178)[1]
Gebirge Kirchbergstock bzw. Loferer und Leoganger Steinberge / Steinplatte bzw. Chiemgauer Alpen
Besonderheiten Talwasserscheide
Profil
Ø-Steigung 1,5 % (157 m / 10,7 km) 2,2 % (145 m / 6,6 km)
Koordinaten 47° 35′ 18″ N, 12° 33′ 8″ O47.58833333333312.552166666667777
k

Bei Unterwasser zweigt die Pillerseestraße (L 2) über St. UlrichSt. Jakob nach Fieberbrunn ab (dort Anschluss Hochkönig Straße B 164).

Eine Mautstraße führt auf die Steinplatte.

Bildung[Bearbeiten]

In Waidring gibt es eine Volksschule.

Sehenswürdigkeiten und Tourismus[Bearbeiten]

Gondelbahn auf die Steinplatte
Ruine und Kapelle am Pass Strub
  • Waidring ist ein Ausgangspunkt für Wanderer und Skifahrer auf die Steinplatte und das Pillerseetal.
  • Pass Strub, Ruine und Kapelle an der Grenze zwischen Tirol und Salzburg
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Waidring

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waidring – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bei Lofer Alte Loferer Bundesstraße, heute als B 311f Ast der Pinzgauer Straße