Waizenkirchen

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Waizenkirchen
Wappen von Waizenkirchen
Waizenkirchen (Österreich)
Waizenkirchen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Grieskirchen
Kfz-Kennzeichen: GR
Fläche: 34,24 km²
Koordinaten: 48° 20′ N, 13° 51′ O48.33027777777813.858333333333367Koordinaten: 48° 19′ 49″ N, 13° 51′ 30″ O
Höhe: 367 m ü. A.
Einwohner: 3.625 (1. Jän. 2013)
Postleitzahl: 4730
Vorwahl: 07277
Gemeindekennziffer: 4 08 31
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 3
4730 Waizenkirchen
Website: www.waizenkirchen.at
Politik
Bürgermeister: Wolfgang Degeneve (ÖVP)
Gemeinderat: (2003) 6 SPÖ, 14 ÖVP, 2 FPÖ, 3 Grüne
Lage der Marktgemeinde Waizenkirchen im Bezirk Grieskirchen
Aistersheim Bad Schallerbach Bruck-Waasen Eschenau im Hausruckkreis Gallspach Gaspoltshofen Geboltskirchen Grieskirchen Haag am Hausruck Heiligenberg Hofkirchen an der Trattnach Kallham Kematen am Innbach Meggenhofen Michaelnbach Natternbach Neukirchen am Walde Neumarkt im Hausruckkreis Peuerbach Pollham Pötting Pram Rottenbach St. Agatha St. Georgen bei Grieskirchen St. Thomas Schlüßlberg Steegen Taufkirchen an der Trattnach Tollet Waizenkirchen Wallern an der Trattnach Weibern Wendling OberösterreichLage der Gemeinde Waizenkirchen im Bezirk Grieskirchen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick vom Süden auf Waizenkirchen
Blick vom Süden auf Waizenkirchen
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Waizenkirchen ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen im Hausruckviertel mit 3625 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2013). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Peuerbach.

Geografie[Bearbeiten]

Waizenkirchen liegt auf einer Höhe von 367 m ü. A. im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 8,8 km, von West nach Ost 8,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 34,2 km². 9,6 % der Fläche sind bewaldet, 79,6 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 56 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Anrath (27)
  • Aschach (38)
  • Auweidenholz (24)
  • Auwies (14)
  • Bäckenhof (7)
  • Breitwies (21)
  • Brunnwald (11)
  • Dittenbach (19)
  • Eitzenberg (11)
  • Esthofen (43)
  • Gewerbepark Süd (0)
  • Gföll (38)
  • Grillparz (23)
  • Hausleiten (104)
  • Holzing (17)
  • Hueb bei Lindbruck (32)
  • Hueb bei Manzing (9)
  • Imperndorf (19)
  • Inzing (89)
  • Keppling (49)
  • Kollerbichl (51)
  • Kranabithen (12)
  • Kropfleiten (14)
  • Lindbruck (20)
  • Manzing (69)
  • Moospolling (48)
  • Niederndorf (40)
  • Niederspaching (32)
  • Obergschwendt (51)
  • Oberviehbach (29)
  • Oberwegbach (54)
  • Parzham (30)
  • Prambacherholz (45)
  • Punzing (39)
  • Purgstall (49)
  • Ritzing (76)
  • Röckendorferholz (42)
  • Schurrerprambach (54)
  • Sittling (25)
  • Steinparz (9)
  • Stillfüssing (35)
  • Stroiß (29)
  • Thall (25)
  • Thallham (90)
  • Untergschwendt (46)
  • Unterheuberg (45)
  • Unterviehbach (18)
  • Unterwegbach (147)
  • Waikhartsberg (37)
  • Waizenkirchen (1154)
  • Waldweidenholz (74)
  • Watzenbach (33)
  • Weg (36)
  • Weidenholz (299)
  • Weinzierlbruck (103)
  • Willersdorf (66)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Manzing, Waizenkirchen und Weidenholz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Gespalten; rechts in Blau ein goldener, rot gewaffneter, aus Rachen und Ohren feuersprühender, aufgerichteter Panther; links ebenfalls in Blau auf grünem Boden eine silberne, schwarz geöffnete und rot gedeckte Kirche mit rechts vorgebautem Turm, goldenem Knauf und Kreuz auf Turmspitze und Langhaus.
Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß.
Der goldene Panther in Blau deutet auf Georg Achaz von Losenstein, der als damaliger Inhaber der Herrschaft Weidenholz die Markterhebung und Wappenverleihung im Jahr 1593 durch Kaiser Rudolf II. erwirkte. Die Kirche spricht für den Ortsnamen.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Der Name Waizenkirchen leitet sich von Wazzos Kirche ab - und nicht wie oft vermutet vom Weizen.

Waizenkirchen war bis 1923 Zentrum des Gerichtsbezirkes Waizenkirchen und wurde nach dessen Auflösung dem Gerichtsbezirk Peuerbach zugeschlagen. Gleichzeitig wurde die Gemeinde aus dem Bezirk Eferding herausgelöst und Teil des Bezirks Grieskirchen.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Wolfgang Degeneve von der ÖVP, er trat die Nachfolge von Josef Dopler an. Die ÖVP hält seit Beginn der Zweiten Republik die absolute Mehrheit und stellte sämtliche Bürgermeister.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 3602 Einwohner, 2001 dann 3660 Einwohner.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Größte Arbeitgeber in der Gemeinde sind die Firmen Weigl (Aufzüge), Bauernfeind (PVC-Rohre), Guschlbauer (Großbäckerei), Isolena (Schafwolldämmstoffe) und die Marktgemeinde. Es gibt auch zahlreiche Vieh- und Getreidebauern, sowie eine gut gewachsene Infrastruktur.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Waizenkirchen
Pfarrkirche Waizenkirchen
Altarbild („Maria, Hilfe der Christen“, 1755) von Martin Johann Schmidt (Kremser Schmidt)
  • Pfarrkirche Waizenkirchen: den Hll. Aposteln Petrus und Paulus geweiht, mit gotischem Hauptportal und Altarbildern des Malers Martin Johann Schmidt, genannt Kremser Schmidt, und einer neuen Orgel.
  • Altenheim-Kapelle: Die Altenheimkapelle ist dem Hl. Nikolaus geweiht. Die Kapelle besitzt Statuen und einen bemerkenswerten Altar.
  • Schloss Weidenholz: Das Wasserschloss Weidenholz aus dem 13. Jahrhundert ist von einem Wassergraben umgeben. Der goldene Panther im Gemeindewappen erinnert an den ehemaligen Schlossbesitzer Georg Achaz von Losenstein. Unter ihm wurde das Dorf Waizenkirchen zum Markt erhoben. Heute beherbergt das Schloss die Landesmusikschule.
  • Schloss Hochscharten: Seit 1989 befindet sich Schloss Hochscharten in Besitz des Rechtsextremisten und Industriellen Robert Wimmer, wird aber derzeit zum Verkauf angeboten. Zum Unmut der Waizenkirchener Bevölkerung wurden hier von seinem Verein Freundeskreis für Kultur und Zeitgeschichte regelmäßig Veranstaltungen der Neonazi-Szene abgehalten. Auch prominente Holocaustleugner wie David Irving und Gerd Honsik traten dort bereits auf.[2][3].
  • Wilhelm Kienzl-Museum: im Geburtshaus des weltberühmten Komponisten Dr. Wilhelm Kienzl ist ein Gedenkzimmer eingerichtet, und am Haus selbst (Wilhelm-Kinzl-Straße Nr. 1) ist eine Gedenktafel angebracht
Gedenktafel zur Erinnerung an die beiden Bischöfe aus Waizenkirchen
  • Aschachtal: Das Aschachtal Natura2000-Gebiet befindet sich auf der Strecke zwischen Waizenkirchen und Aschach. Entlang dem Fluss, der Aschach, liegt eine Quelle mit kalkarmem Wasser, welche sehr gern von der heimischen Bevölkerung aufgesucht wird. Das Waldgebiet des Aschachtals wird von vielen Tierarten bewohnt.

Persönlichkeiten in Verbindung mit Waizenkirchen[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

  • Österreichische Turn- und Sportunion Waizenkirchen: In Waizenkirchen gibt es die Österreichische Turn- und Sportunion Waizenkirchen mit zahlreichen Sektionen. Aushängeschild ist die Sektion Tischtennis, die in der Herrenbundesliga spielt und eine eigene Halle besitzt. Weitere Sektionen sind Tennis, Schach, Skisport etc.
  • SV Waizenkirchen: weiters gibt es den 1948 gegründeten SV Waizenkirchen mit den Sektionen Fußball und Stockschießen. Nach etlichen Jahren in der Bezirksliga West spielt der SVW zurzeit in der 1. Klasse.
  • Sportstätten:
    • als weitere Sportstätten stehen Turnhallen im Schulzentrum Waizenkirchen, ein Freibad mit Sprunganlage, eine von der örtlichen Alpenvereingruppe betriebene Kletterhalle, ein Beach-Volleyballplatz, drei Tennisplätze, eine Tischtennishalle, ein Fußballplatz (und ein Trainingsfeld), eine Asphaltstockschießanlage und ein Fun-Court zur Verfügung.
    • Auf dem Teich des Schloss Weidenholz – und in kalten Wintern auf der Aschach – kann man Eisstockschießen und Schlittschuhlaufen.

Bildung[Bearbeiten]

  • Kindergarten
  • Volksschule
  • Hauptschule
  • Landwirtschaftsschule: Fachschule und EDV
  • Landesmusikschule

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Heribert Schiedel: Der rechte Rand. Extremistische Gesinnungen in unserer Gesellschaft. Edition Steinbauer, Wien 2007, S. 92ff, ISBN 978-3-902494-25-2
  3. Parlaments-Protokoll

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waizenkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien