Walata

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt eine mauretanische Stadt. Eine weitere Bedeutung des Begriffs ist das Département Oualata.
Walata
ولاتة
Oualata 03.jpg
Staat: MauretanienMauretanien Mauretanien
Region: Hodh Ech Chargui
Departement: Oualata
Koordinaten: 17° 18′ N, 7° 1′ W17.298797222222-7.0235333333333Koordinaten: 17° 18′ N, 7° 1′ W
 
Einwohner: 13.787 (2010)
Zeitzone: GMT (UTC±0)
Walata (Mauretanien)
Walata
Walata
Typische lehmverputzte Steinhäuser

Oualata (französische Schreibweise), auch Walata, arabisch ‏ولاتة‎, DMG Walāta, im Mittelalter Gualata, Iwalatan, Oualet, Bīru; ist eine Oasenstadt in der Verwaltungsregion Hodh Ech Chargui im Südosten von Mauretanien. Sie war eines der wichtigsten Handelszentren der Karawanen (Gold- und Salzhandel), aber auch der Treffpunkt der Pilger nach Mekka.

Im 15. Jahrhundert ging die Bedeutung des Ortes allmählich zurück, da sich der Karawanenhandel auf eine weiter östlich gelegene Route verlagerte, die durch Timbuktu führte.[1] Der Ort ist nur über eine von Néma nach Norden führende Piste zu erreichen.

Oualata ist eine von insgesamt vier Städten (neben Chinguetti, Ouadane, Tichitt) in Mauretanien, die von der Unesco aufgrund ihrer eng stehenden, lehmverputzten Steinhäuser zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Oualata wurde auf einer hohen Terrasse als Ksar errichtet und hat eine besondere Kunsttradition, die bis heute noch von den dort ansässigen Familien gelehrt und praktiziert wird. Einige Häuser sind mit symmetrischen Ornamenten bemalt, die magische Bedeutungen haben.

In den 1980er Jahren lebten nur noch wenige Familien am Rand der Ruinenstadt. Die Volkszählung im Jahr 2000 ergab 11.779 Einwohner,[2] für 2010 wurden 13.787 Einwohner berechnet.[3]

Die ökonomische Basis der Stadt gründete eher auf Handel als Landwirtschaft. Der Ruhm Oualatas ist stark verbunden mit ihrer Madrasa, die in ganz Westafrika über mehrere Jahrhunderte führend war. Diese islamische Religionsschule ist noch zum Teil intakt und empfängt jährlich um die 20 neue Schüler aus verschiedenen islamischen Ländern.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rainer Oßwald: Die Handelsstädte der West-Sahara. Die Entwicklung der arabisch-maurischen Kultur von Šinqīt, Wādān, Tīšīt und Walāta. Marburger Studien zur Afrika- und Asienkunde. Bd. 39. Dietrich Reimer, Berlin 1986

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Oßwald, S. 195-197
  2. Statistiques Demographiques: Résultats du RGPH 2000 des Wilayas.
  3. Oualâta. World Gazetteer