Wald-Ruhrkraut

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Wald-Ruhrkraut
Gnaphalium sylvaticum 200807.jpg

Wald-Ruhrkraut (Gnaphalium sylvaticum)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Gnaphalieae
Gattung: Ruhrkräuter (Gnaphalium)
Art: Wald-Ruhrkraut
Wissenschaftlicher Name
Gnaphalium sylvaticum
L.

Das Wald-Ruhrkraut (Gnaphalium sylvaticum) ist eine weit verbreitete Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Blütenkopf

Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 40 Zentimeter, ausnahmsweise bis 80 Zentimeter hoch. Sie bildet zahlreiche nichtblühende frischgrüne Rosettenblätter. Der kräftige, aufrechte, meist unverzweigte Stängel ist weißfilzig.

Die grundständigen Blätter sind lanzettlich und kurzstielig, die zahlreichen wechselständigen einnervigen Stängelblätter linealisch und sitzend. Sie haben eine Länge von zwei bis sechs Zentimetern und eine Breite von drei bis vier Millimetern. Ihre Unterseite ist filzig, die Oberseite verkahlend.

Die Blütenköpfe bilden einen ährenförmigen Gesamtblütenstand, der ein Drittel bis fünf Sechstel der Stängellänge einnimmt. Sie haben einen Durchmesser von sechs bis neun Millimetern, eine bräunlich- bis gelblichweiße Farbe und enthalten jeweils etwa siebzig einzelne Blüten. Die fünf verwachsenen, meist zerschlitzten Hüllblätter sind überwiegend trockenhäutig und tragen in der Mehrzahl einen auffälligen dunklen Fleck. Der Same ist eine gelbbraune, längliche Nuss, deren mit unverzweigten oder nur schwach verzweigten kurzen Härchen besetzter Pappus leicht bräunlich oder rötlich ist. Blütezeit ist von Juli bis September.

Ähnliche Art[Bearbeiten]

Das ähnliche Norwegische Ruhrkraut hat eine kürzere Blütenähre, die mittleren Stängelblätter sind dreinervig, die nichtblühenden Rosettenblätter sind weniger und die am Blütenstand vorhandenen hinfällig.

Verbreitung und Standort[Bearbeiten]

Das Wald-Ruhrkraut ist in Europa heimisch und kommt auch in Ost-Amerika vor. Es wächst häufig an Waldwegen, Lichtungen, Bahnstrecken, Sandgruben und Magerrasen. In den Alpen erreicht es eine Höhenlage von 1700 Metern. Die lichtliebende, stickstoffzeigende Pflanze bevorzugt kalkarme, mäßig frische Lehmböden.

Heil- und Zierpflanze[Bearbeiten]

Das Wald-Ruhrkraut wurde früher gegen Durchfälle, Ruhr und Atemwegsprobleme eingesetzt. Heute findet es sich in Steingärten als Zierpflanze.

Belege[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora. - Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 5. Auflage, 1983. ISBN 3-8001-3454-3
  • Herbert Weymar: Buch der Korbblütler. - Melsungen, Verlag J. Neumann-Neudamm, 2. Auflage 1966
  • Schmeil-Fitschen: Flora von Deutschland und seinen angrenzenden Gebieten. - Heidelberg, Quelle & Meyer, 84. Auflage, 1968

Weblinks[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wald-Ruhrkraut (Gnaphalium sylvaticum) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien