Waldböckelheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Waldböckelheim
Waldböckelheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Waldböckelheim hervorgehoben
49.8177777777787.7172222222222195Koordinaten: 49° 49′ N, 7° 43′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Rüdesheim
Höhe: 195 m ü. NHN
Fläche: 18,58 km²
Einwohner: 2237 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 120 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55596
Vorwahl: 06758
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 107
Adresse der Verbandsverwaltung: Nahestraße 63
55593 Rüdesheim
Webpräsenz: waldboeckelheim.de
Ortsbürgermeister: Helmut Schmidt (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Waldböckelheim im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild
Die evangelische Kirche von Waldböckelheim, umgeben von Weinbergen im Weinanbaugebiet Nahe.

Waldböckelheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rüdesheim an. Waldböckelheim ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Waldböckelheim liegt nördlich der Nahe im Rheinischen Schiefergebirge und ist von drei erloschenen Vulkanen umgeben. Einer von diesen ist der Heimberg, auf dem im Frühjahr 2008 der Heimbergturm erbaut wurde.

Zu Waldböckelheim gehören auch die Wohnplätze Drahtwerke, Forsthaus, Goosemühle, Haus vor Leo's Ruh, Marienpforterhof, Sudetenlandhof und Bahnhof Waldböckelheim.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde am 10. Februar 824 als Becchilenheim erstmals urkundlich erwähnt. Die Vorsilbe Wald- wurde im 13. Jahrhundert vorangestellt, um sich von Gau-Bickelheim abzuheben. In der Burg Böckelheim wurde im Dezember 1105 Kaiser Heinrich IV. von seinem Sohn Heinrich V. gefangengehalten. Zusammen mit den umliegenden Orten wurde das Amt Böckelheim gebildet. Nach mehrfach wechselndem Besitz gehörte es mehr als 300 Jahre lang zur Kurpfalz.

5. Januar 1800 verübte Schinderhannes bei Waldböckelheim einen Raubüberfall auf eine Kutsche mit den Opfern Dr. Kannstadt und den Gebrüdern Reinach.

Am 1. Januar 1969 wurde ein Gebietsteil mit 121 Einwohnern von Waldböckelheim nach Sobernheim umgemeindet.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Waldböckelheim bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 978
1835 1.359
1871 1.562
1905 1.582
1939 1.397
1950 1.692
Jahr Einwohner
1961 1.898
1970 2.193
1987 2.277
1997 2.380
2005 2.361
2012 2.237

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Waldböckelheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 7 5 4 16 Sitze
2009 6 5 5 16 Sitze
2004 8 5 3 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergemeinschaft Waldböckelheim e.V.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In Waldböckelheim gibt es zwei Kindergärten, eine Grundschule, eine Integrierte Realschule und eine Freiwillige Feuerwehr. Unmittelbar an Waldböckelheim vorbei führt die Bundesstraße 41. In Staudernheim ist ein Bahnhof der Bahnstrecke Bingen–Saarbrücken.

Wahrzeichen[Bearbeiten]

Die Waldböckelheimer Wahrzeichen sind die beiden Kirchen. Die von 1833 bis 1835 im romanischen Stil erbaute katholische Kirche St. Bartholomäus in der Ortsmitte und die 1863 bis 1867 im neogotischen Stil erbaute evangelische Bergkirche auf dem Kirchberg.

Die katholische Kirche weist eine für einen doch recht kleinen Ort ungewöhnliche Doppelturmfront auf, die sich wahrscheinlich aus dem zum Bauzeitpunkt noch bestehenden Simultaneum erklären lässt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Waldböckelheim geboren[Bearbeiten]

Andere Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Reiner Seil: Chronik der Ortsgemeinde Waldböckelheim. Waldböckelheim 1999, ISBN 3-9805511-4-8

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waldböckelheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 16 (PDF; 2,16 MB)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 199 (PDF; 2,6 MB)
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen