Waldbronn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Waldbronn
Waldbronn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Waldbronn hervorgehoben
48.9288888888898.4697222222222261Koordinaten: 48° 56′ N, 8° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Karlsruhe
Höhe: 261 m ü. NHN
Fläche: 11,35 km²
Einwohner: 12.156 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1071 Einwohner je km²
Postleitzahl: 76337
Vorwahl: 07243
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 15 110
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktplatz 7
76337 Waldbronn
Webpräsenz: www.waldbronn.de
Bürgermeister: Franz Masino (SPD)
Lage der Gemeinde Waldbronn im Landkreis Karlsruhe
Karlsdorf-Neuthard Malsch (Landkreis Karlsruhe) Malsch (Landkreis Karlsruhe) Bretten Bruchsal Bruchsal Ettlingen Forst (Baden) Gondelsheim Hambrücken Kronau Kürnbach Marxzell Oberderdingen Östringen Philippsburg Sulzfeld (Baden) Ubstadt-Weiher Walzbachtal Weingarten (Baden) Zaisenhausen Karlsbad (Baden) Kraichtal Graben-Neudorf Bad Schönborn Pfinztal Eggenstein-Leopoldshafen Linkenheim-Hochstetten Waghäusel Oberhausen-Rheinhausen Rheinstetten Stutensee Waldbronn DettenheimKarte
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Waldbronn ist eine Gemeinde im Albtal im nördlichen Schwarzwald. Die Gemeinde gehört zum Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Waldbronn liegt am Rande des Alb-Pfinz-Plateaus im Tal der Alb südöstlich von Karlsruhe.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden am 1. Juli 1971 Etzenrot und am 1. Januar 1972 Busenbach nach Reichenbach eingemeindet. Die Gemeinde Reichenbach wurde am 19. November 1974 in Waldbronn umbenannt.

Alle drei Ortsteile sind erstmals 1292 urkundlich erwähnt worden.

Im Januar 1994 wurde der Gemeinde Waldbronn für die Ortsteile Busenbach und Reichenbach das Prädikat „Ort mit Heilquellen-Kurbetrieb“ verliehen.

Ortsteile[Bearbeiten]

Katholische Kirche Reichenbach

Einwohnerzahlen in Waldbronn[Bearbeiten]

  • Busenbach 5.409
  • Etzenrot mit Neurod 1.862
  • Reichenbach 5.188
  • Gesamt 12.459

(Stand: 30. Juni 2012)

Religionen[Bearbeiten]

Waldbronn ist von jeher überwiegend römisch-katholisch geprägt. Auch heute noch gibt es in jedem der drei Ortsteile eine katholische Kirche. Die bisherigen drei katholischen Pfarreien in Waldbronn sind heute Bestandteil der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad. Pfarrer ist Torsten Ret. Inzwischen gibt es aber auch eine evangelische Gemeinde in Waldbronn, welche sich im Ortsteil Reichenbach befindet. Pfarrerin ist Bettina Roller.

Politik[Bearbeiten]

Im alten Reichenbacher Rathaus ist heute die Polizei Albtal.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister wird für acht Jahre direkt gewählt.

  • bis 1980: Alfred Ohl (CDU)
  • 1980–1987: Albrecht Glaser (CDU)
  • 1988–2001: Martin Altenbach (SPD)
  • Mai 2001 – April 2009: Harald Ehrler (CDU)
  • seit Mai 2009: Franz Masino (SPD)

Bei der Bürgermeisterwahl am 8. März 2009 setzte sich Franz Masino (SPD) mit 56,67 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 67,86 Prozent im ersten Wahlgang gegen seinen Mitbewerber und Amtsinhaber Harald Ehrler (CDU) durch.[2] Er trat sein Amt am 1. Mai 2009 an.

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hatte folgendes Ergebnis:

  • CDU 41,9 % (-3,1) – 8 Sitze (-1)
  • SPD 29,5 % (+4,4) – 5 Sitze (=)
  • FWG 17,9 % (+3,7) – 3 Sitze (+1)
  • GRÜNE 14,2 % (-3,5) – 2 Sitze (=)

Jugendgemeinderat[Bearbeiten]

Im November 2010 wurde der achte Waldbronner Jugendgemeinderat gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „In Blau ein schrägrechter silberner Wellenbalken, begleitet oben von einer gestürzten goldenen Pflugschar, unten von einem abnehmenden, gesichteten goldenen Mond.“

Erklärung: Das Blau mit Silberbalken erinnert an die ehemaligen Reichenbacher Ortsherren von Schmalenstein, die Pflugschar und der Mond sind den Siegeln und Wappen von Busenbach und Etzenrot entnommen.[3]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Waldbronn pflegt Partnerschaften zu Esternay, Saint-Gervais Mont-Blanc (beide Frankreich), Monmouth (Wales), Reda (Polen) und Stadtilm (Thüringen).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch die Albtalbahn (Stadtbahnlinie S1) beziehungsweise die in Waldbronn von ihr abzweigende Bahnstrecke Busenbach–Ittersbach (Stadtbahnlinie S11) ist Waldbronn an das Karlsruher Stadtbahnnetz angeschlossen. Im Ortsteil Busenbach zweigt von Karlsruhe kommend südlich des Bahnhofs ein Ast nach Ittersbach von der geradeaus führenden Strecke nach Bad Herrenalb ab. Der Ast nach Ittersbach wird von der Linie S11 befahren, die auch den Waldbronner Ortsteil Reichenbach und dessen Kurpark bedient. Die Linie S1 bedient den Ortsteil Etzenrot auf der Strecke nach Bad Herrenalb.

Innerhalb und zwischen den Ortsteilen verkehren Linienbusse sowie Schulbusse ins benachbarte Karlsbad.

Waldbronn verfügt über eine Anschlussstelle zur Autobahn A8. Die Autobahn A5 ist über das Kreuz Karlsruhe sehr schnell zu erreichen.

Bildung[Bearbeiten]

Mit der Albert-Schweitzer-Schule gibt es im Ortsteil Reichenbach eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Die Anne-Frank-Schule in Busenbach ist eine Grund- und Hauptschule und in Etzenrot gibt es mit der Waldschule eine reine Grundschule.

Außerdem gibt es noch vier römisch-katholische und zwei gemeindeeigene Kindergärten.

Neben den allgemeinbildenden Schulen befindet sich ebenso eine Musikschule im Ortskern von Reichenbach. Das Angebot erstreckt sich von der musikalischen Früherziehung über Blockflöte, Klavier, Keyboard, Gitarre, E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Violine, Viola, Violoncello, Querflöte, Oboe, Fagott, Saxophon, Trompete, Akkordeon, Orgel, Horn und Klarinette bis hin zu Gesangsunterricht. Des Weiteren ist die Teilnahme an einer Rockband sowie einem Gitarren-, Blockflöten- oder Blechblasensenmble möglich. Große Erfolge feiert das Kammerorchester der Musikschule mit seinen Konzerten unter der Leitung von Toni Reichl.

Auch die Volkshochschule Waldbronn im Ortsteil Reichenbach bietet ein breites Angebot an Kursen an.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Brunnen in Reichenbach

Museen[Bearbeiten]

  • Heimatstuben
  • Radiomuseum
  • Kuckucksuhrenmuseum

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Kurpark mit Kursee
  • Kapelle Maria Zuflucht im Ortsteil Busenbach[4]

Sport[Bearbeiten]

  • Erfolgreichster Verein im Gemeindegebiet ist der TV Busenbach, dessen Damen-Mannschaft in der Tischtennis-Bundesliga spielt und 2005 deutscher Mannschaftsmeister wurde. Zur Mannschaft gehörte unter anderem bis Sommer 2009 die deutsche Nationalspielerin Elke Schall.
  • Seit Oktober 2003 hat Waldbronn wieder eine Eishockeymannschaft, die Waldbronn Huskies.
  • Die aktiven Fußballer des TSV Reichenbach spielen, ebenso wie die A1-Junioren und die B1-Junioren, sowie auch die B-Juniorinnen, jeweils in der Verbandsliga.
  • Der FC Busenbach spielt in der Kreisliga, die A-Junioren spielen seit dem Aufstieg 2006/2007 in der Landesliga.
  • Der TSV Etzenrot spielt in der B-Klasse.
  • Der Schachclub Waldbronn spielt ab der Saison 2009/2010 in der Landesliga.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Alfred Ohl (1926–2004)[5]
  • Julius Schmieger[6]
  • 2009, 24. Oktober: Helmut Völkle[7]
  • Hans Vollmer
  • Pfarrer Meinrad Josef Lehmann (1925-2011), seit 1957 Pfarrkurat und ab 1969 bis 1991 Pfarrer in Herz-Jesu Etzenrot
  • Martin Altenbach (1933-2013), Bürgermeister von Waldbronn 1988 bis 2001 (SPD)

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Mit der Gemeinde verbunden[Bearbeiten]

  • Markus Schroth (* 1975), Fußballer; er begann seine Laufbahn beim TSV Reichenbach
  • Simon Pierro (* 1978), Zauberkünstler; er wuchs in Waldbronn auf

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waldbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Staatsanzeiger Nr. 9 vom 13. März 2009, Seite 12
  3. leo-bw
  4. Geschichte der Kapelle auf der offiziellen Homepage von Waldbronn
  5. Ehrenbürger Alfred Ohl
  6. Etzenrots Ehrenbürger Julius Schmieger
  7. Helmut Völkle wurde Ehrenbürger