Waldemar

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Dieser Artikel behandelt den männlichen Vornamen Waldemar, für den gleichnamigen österreichischen Schauspieler siehe Richard Waldemar. Zum französischen Violinisten und Komponisten siehe Michel Woldemar.

Waldemar, Nebenform Woldemar, ist ein männlicher Vorname. Er stammt aus dem nordgermanischen Sprachraum.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name setzt sich aus den Begriffen «wald-a-» (urgermanisch für „walten“, „herrschen“) und «mǣrja» (urgermanisch für „berühmt“, „bekannt“). Dabei wird «wald-a-» wiederum auf die indoeuropäische Wurzel «val-» zurückgeführt, vgl. lateinisch «valere» für „stark sein“, „gelten“, „bedeuten“. Und «mǣrja» soll aus den Komparativ mē-r zu mē- (indoeuropäisch für „groß“) entstanden sein, vgl. irisch «Inishmore» („große Insel“) und deutsch „Meerrettich“ (eigentlich „große Wurzel“).[1]

Damit liegen der in germanischen Sprachen verwendete Name Waldemar/Valdemar und der in slawischen Sprachen verbreitete Vorname Wladimir (Vladimir) („groß in seiner Macht“) etymologisch sehr nahe beieinander. In der Onomastik gibt es unterschiedliche Ansichten, ob der slawische Name eigentlich aus dem germanischen entlehnt ist oder der germanische aus dem slawischen oder ob beide aus einer älteren indoeuropäischen Sprachschicht stammen. Die Form Valdemar ist in den skandinavischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden sowie in Finnland gebräuchlich.[2]

Namensträger[Bearbeiten]

Waldemar[Bearbeiten]

Waldemar I.[Bearbeiten]

Waldemar II.[Bearbeiten]

Waldemar III.[Bearbeiten]

Waldemar IV.[Bearbeiten]

Waldemar V.[Bearbeiten]

Valdemar[Bearbeiten]

Woldemar[Bearbeiten]

Namensvarianten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Belege und Verweise[Bearbeiten]

  1. Kluge, Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 24. Auflage 2002, Stichwörter: Märchen, mehr, walten
  2. Valdemar auf behindthename.com (engl.)