Waldenbuch
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Böblingen | |
| Höhe: | 362 m ü. NN | |
| Fläche: | 22,7 km² | |
| Einwohner: | 8517 (31. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 375 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 71111 | |
| Vorwahl: | 07157 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BB | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 15 048 | |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 71111 Waldenbuch |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Lutz | |
Waldenbuch ist eine Stadt in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Böblingen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Waldenbuch liegt in 340 bis 460 Meter Höhe im Aichtal am Nordrand des Naturpark Schönbuch, 15 km südlich von Stuttgart an der Landesstraße 1208 (ehemals Bundesstraße 27) Stuttgart–Tübingen.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Zu Waldenbuch gehören die Stadt Waldenbuch, die Stadtteile Glashütte, Hasenhof und Liebenau und die Häuser Bachenmühle, Burkhardtsmühle und Obere Sägmühle sowie die abgegangenen Ortschaften Schützenhausen und Waldbruderhaus.[2]
Die Stadt Waldenbuch gliedert sich in folgende Stadtteile:
| Stadtteil | Einwohner |
|---|---|
| Stadtkern („Städtle“) | 2965 |
| Kalkofen | 3602 |
| Hasenhof | 154 |
| Liebenau | 1006 |
| Glashütte | 697 |
| Insgesamt am 31. Dezember 2007 | 8424 |
Quelle: Blick zurück 2007 (Sonderausgabe der Stadtnachrichten)
[Bearbeiten] Geschichte
Waldenbuch wird erstmals 1296 urkundlich erwähnt. Die Stadtrechte sind seit dem 14. September 1363 bezeugt. Spätestens seit 1381 gehört die Stadt zu Württemberg, steht aber unter dem Rückkaufsrecht Österreichs, das erst Graf Eberhard im Bart Ende des 15. Jahrhunderts ablöst. 1534 wird Waldenbuch Sitz des württembergischen Waldvogtes.
[Bearbeiten] Religionen
Seit der Reformation ist Waldenbuch evangelisch geprägt. Erst 1950 wird von Heimatvertriebenen wieder eine römisch-katholische Kirche gegründet.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1846 | 1868 |
| 1904 | 1505 |
| 2007 | 8424 |
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Wappen
Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Silber eine bewurzelte grüne Buche, deren Stamm mit einer liegenden schwarzen Hirschstange beheftet ist.“
[Bearbeiten] Gemeinderat
Nach der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hat der Gemeinderat 18 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,09%. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:
| FWV1 | 8 Sitze | (44,23%) | |
| CDU | 6 Sitze | (31,54%) | |
| SPD | 4 Sitze | (24,23%) |
Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.
1Freie Wählervereinigung Waldenbuch
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Die Stadt Waldenbuch unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Die Landesstraße 1208 (alte B 27) verbindet die Stadt im Norden mit Stuttgart und im Süden mit Tübingen, während die L 1185 im Westen nach Böblingen und im Osten nach Nürtingen führt.
Die 1928 eröffnete Siebenmühlentalbahn nach Leinfelden wurde bereits 1956 wieder stillgelegt. Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen heute die Buslinie 86 (Vaihingen–Leinfelden–Waldenbuch) der SSB sowie die Buslinien 760 (Böblingen–Schönaich–Waldenbuch), 826 (Leinfelden–Waldenbuch–Tübingen) und 828 (Flughafen–Waldenbuch–Tübingen) der RBS.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- Alfred Ritter GmbH & Co. KG, gegründet 1912 in Stuttgart-Cannstatt seit 1930 in Waldenbuch, Schokoladenproduktion: Marke Ritter Sport
- HAKA Kunz GmbH, Körper-, Wäsche- und Haushaltspflege
- Hakawerk W. Schlotz GmbH, Wasch- und Reinigungsmittel
[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen
Mit der Oskar-Schwenk-Schule verfügt Waldenbuch über eine Grund-, Haupt- und Realschule.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museen
- Das Museum der Alltagskultur, eine Außenstelle des Landesmuseums Württemberg, befindet sich im Jagdschloss.
- Seit 2005 gibt es das Museum Ritter. Es beherbergt Werke aus der Sammlung von Marli Hoppe-Ritter, der Enkelin des Firmengründers Alfred Ritter. In der anderen Hälfte des Gebäudes befindet sich ein Schokoladenmuseum und ein Schokoladenwerksverkauf.
[Bearbeiten] Bauwerke
- Die Stadtkirche St. Veit geht in ihren Ursprüngen auf das 14. Jahrhundert zurück. Ursprünglich schloss sich an den Turm auf der Westseite das Kirchenschiff an. Im Zuge der Erweiterung des benachbarten Schlosses wurde jedoch das alte Kirchenschiff abgerissen und 1605 bis 1607 ein neues Schiff auf der Ostseite angebaut. Dabei wurden die alten gotischen Fenster weiterverwendet. An dem Bau waren der Baumeister Elias Gunzenhäuser und der Steinmetz Peter Pfänder beteiligt. Der Ostgiebel stellt ein beeindruckendes Zeugnis der Baukunst der Renaissance dar.
- Das Alte Pfarrhaus steht in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadtkirche. Das heutige Bauwerk stammt aus dem Jahr 1720; der Vorgängerbau wurde 1560 abgerissen. 1786 und 1834 erfolgten umfangreiche Umbaumaßnahmen. 1970 wurde das denkmalgeschützte Bauwerk mit der Einrichtung eines neuen Gemeindezentrums seiner ursprünglichen Bestimmung enthoben. Seit 1990 dient es als städtische Musikschule.
- Neben dem Alten Pfarrhaus befindet sich die Pfarrscheuer. Sie diente zur Aufnahme des Kleinen Zehnten und der Erträge der Besoldungsgrundstücke. Der große Zehnte wurde nicht in diesem Fachwerkgebäude, sondern in der Zehntscheuer abgeliefert.
- Das Schloss Waldenbuch diente als Jagdschloss der württembergischen Herzöge. Der Kern der Anlage geht auf eine Burg zurück, die schon 1381 erwähnt wurde. Der Ostflügel, dem das alte Schiff der Stadtkirche weichen musste, wurde unter Herzog Christoph 1562 bis 1566 erbaut. Der Schlossbrunnen stammt aus dem Jahr 1650, der Westflügel mit den Küchenräumen wurde 1687 bis 1690 hinzugefügt. 1717 bis 1719 folgte der Südflügel. Die alte Burg sowie die Waldvogtei wurden damals abgerissen.
- Schloss und Stadtkirche samt zugehörigen Gebäuden stehen oberhalb des Marktplatzes. Hier befindet sich das Rathaus. Das Baujahr 1575 ist nicht sicher nachgewiesen. Ein alter Inschriftstein über der Tür stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und geht auf den Waldvogt Lamprecht Schlegg zurück. Lange diente das Gebäude als Gasthof zum Rappen. 1781 ging es in den Besitz des Amtmannes Klein über. Das damals auf dem Marktplatz befindliche alte Rathaus wurde zu diesem Zeitpunkt abgerissen.
- Gegenüber dem Rathaus befindet sich das Stammhaus Wider, ebenfalls ein Fachwerkbau. Es wurde um 1750 als Gästehaus für Hofjagden errichtet. Von 1754 bis 1923 war es im Besitz der Familie Wider, zu der neben Daniel Wider, einem Kaufmann, der das Haus in den Besitz der Familie brachte, auch der Stadtschultheiß Immanuel Wider und der Waldenbucher Chronist Otto Springer gehörten.
- Der Marktbrunnen, der etwa in der Mitte des Platzes steht, stammt aus dem Jahr 1953, jedoch sind Vorgänger bis mindestens ins 18. Jahrhundert nachgewiesen.
- Im Danneckerhaus in der Danneckerstraße 1 verlebte der Bildhauer bei seinen Großeltern seine Kindheit. Das Haus wurde um 1620 erbaut.
- Der Schafhof legt Zeugnis von den wirtschaftlichen Aktivitäten der Herrscher ab. In der Nähe des Schafhofs befand sich das Untere Tor der Stadtbefestigung.
- Das Alte Backhaus stammt aus dem Jahr 1847 und war ursprünglich ein Mehrzweckgebäude. Es diente nicht nur als Back- und Waschhaus, sondern besaß in seinem oberen Stock auch noch eine Schulstube. In der Backküche arbeitete zeitweise ein Küchenbeck.
- Die Stadtmühle, eine wasserkraftgetriebene Mahlmühle, wurde 1785 in Betrieb genommen.
- Die Überreste der alten Stadtmauer zeugen von Waldenbuchs früher Geschichte als Stadt. Aus dem Jahr 1524 ist eine Erwähnung des heute noch erkennbaren Kleinen Törlin überliefert; dieses Tor sicherte den Fluchtweg aus der Burg über eine unterirdische Treppe.
- Mehrere (ehemalige) Gasthöfe in Waldenbuch haben eine lange Tradition
- Der ehemalige Gasthof Post an der Straße von Stuttgart nach Tübingen war eine alte Posthalterei. 1797 wurde durch Kielmeyer ein Neubau errichtet. Zu den Gästen gehörten 1793 Friedrich Schiller, 1797 Goethe, 1799 Erzherzog Karl und Ludwig Uhland. Der Bau wurde 1984 restauriert und vergrößert.
- Das Gasthaus Krone trägt ein Bäckerwappen der Familie Lindenberger aus dem Jahr 1705. Später ging es in den Besitz der Familie Kielmeyer über, die auch die Gasthäuser Lamm und Linde besaß. Die Krone war ein beliebtes Ausflugslokal für Tübinger Studenten und beherbergt heute noch einen alten Tisch, in dem sich diese Stammgäste mit Schnitzereien verewigt haben.
- Keltenschanze
- Fernmeldeturm auf dem Betzenberg
- Quereinhäuser unter Denkmalschutz. Entlang der Hauptstraße stehen die für die ländliche Region typischen Quereinhäuser. Die Quereinhäuser sind Bauernhäuser, in denen die Wohnräume und die Wirtschaftsräume (Stall, Scheune) unter einem Dach liegen. Der Wohn- und der Wirtschaftsbereich ist von der Traufseite aus, d. h. quer, zugänglich. Haustür und Scheunentor liegen auf einer Seite (in der Regel entlang der Hauptstraße). Das typische Waldenbucher Quereinhaus ist zweigeschossig.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Hans Heinrich Ehrler (1872–1951), schwäbischer Dichter
Der Bildhauer Johann Heinrich Dannecker (1758–1841) ist nach neuesten Erkenntnissen nicht in Waldenbuch, sondern in Stuttgart geboren.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 126–128
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