Waldheim

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Waldheim (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Waldheim
Waldheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Waldheim hervorgehoben
51.06666666666713.016666666667266Koordinaten: 51° 4′ N, 13° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Mittelsachsen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Waldheim
Höhe: 266 m ü. NHN
Fläche: 41,62 km²
Einwohner: 9239 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 222 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04736
Vorwahl: 034327
Kfz-Kennzeichen: FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL
Gemeindeschlüssel: 14 5 22 570
Stadtgliederung: Kernstadt; 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Niedermarkt 1
04736 Waldheim
Webpräsenz: www.stadt-waldheim.de
Bürgermeister: Steffen Blech (CDU)
Lage der Stadt Waldheim im Landkreis Mittelsachsen
Altmittweida Augustusburg Bobritzsch-Hilbersdorf Leisnig Brand-Erbisdorf Burgstädt Claußnitz Döbeln Dorfchemnitz Eppendorf Erlau (Sachsen) Flöha Flöha Frankenberg/Sa. Oederan Frauenstein (Erzgebirge) Freiberg Geringswalde Großhartmannsdorf Großschirma Großweitzschen Hainichen Halsbrücke Hartha Hartmannsdorf (bei Chemnitz) Bobritzsch-Hilbersdorf Königsfeld (Sachsen) Königshain-Wiederau Kriebstein Leisnig Leubsdorf (Sachsen) Lichtenau (Sachsen) Lichtenberg/Erzgeb. Lunzenau Mittweida Mochau Mühlau (Sachsen) Mulda/Sa. Neuhausen/Erzgeb. Roßwein Niederwiesa Oberschöna Oederan Ostrau (Sachsen) Penig Rechenberg-Bienenmühle Reinsberg (Sachsen) Rochlitz Rossau (Sachsen) Roßwein Sayda Seelitz Striegistal Taura Waldheim Wechselburg Weißenborn/Erzgeb. Zettlitz Zschaitz-Ottewig SachsenKarte
Über dieses Bild
Blick auf Waldheim und die Zschopau vom Stufenberg
Waldheim während des Hochwassers im Juni 2013

Waldheim ist eine Kleinstadt im Landkreis Mittelsachsen. Sie war Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Waldheim.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt in einem Talkessel der tief eingeschnittenen Zschopau, unterhalb der Talsperre Kriebstein.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Ortsteile:

  • Waldheim – Stadtgebiet
  • Reinsdorf
    • Neumilkau
    • Vierhäuser
  • Massanei
  • Schönberg
  • Heiligenborn
    • Neuschönberg
    • Unterrauschenthal
    • Oberrauschenthal
    • Gilsberg
  • Gebersbach
  • Heyda
  • Knobelsdorf
  • Meinsberg
  • Neuhausen
    • Kaiserburg
  • Rudelsdorf

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind die Städte Roßwein, Hartha und Döbeln, Erlau, die Stadt Geringswalde und Kriebstein.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1198 wurde der Name Waldheim erstmals erwähnt. 1271 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung der Burg, die unter markmeißnischer Landesherrschaft stand. Im Jahre 1286 erhielt Waldheim das Stadtrecht. Im Jahr 1537 wurde die Reformation eingeführt.

Zu DDR-Zeiten betrieb der VEB Typodruck Oschatz im Ortsteil Massanei ein Kinderferienlager.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Gebersbach[2] 1. Januar 1970 Zusammenschluss mit Knobelsdorf zu Gebersbach-Knobelsdorf
Gebersbach-Knobelsdorf[3] 1. Januar 1994 Zusammenschluss mit Ziegra zu Ziegra-Knobelsdorf
Gilsberg[4] vor 1875 Eingemeindung nach Heiligenborn
Heiligenborn[2] 24. August 1973
Heyda[2] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Knobelsdorf
Knobelsdorf[2] 1. Januar 1970 Zusammenschluss mit Gebersbach zu Gebersbach-Knobelsdorf
Meinsberg[2] 1. Januar 1973 Eingemeindung nach Ziegra
Massanei[2] 1. Januar 1974
Neuhausen[2] 1. Juli 1950 Eingemeindung nach Meinsberg
Neumilkau (mit Vierhäusern)[4] vor 1875 Eingemeindung nach Reinsdorf
Neuschönberg[4] vor 1875 Eingemeindung nach Heiligenborn
Rauschenthal (Ober- und Unter-)[4] vor 1875 Eingemeindung nach Gilsberg
Reinsdorf[3] 1. Januar 1994
Richzenhain[5] 1. Juni 1905 Teileingemeindung, ein Teil nach Hartha umgegliedert
Rudelsdorf[2] 15. September 1961 Eingemeindung nach Gebersbach
Schönberg[2] 1. April 1968
Ziegra-Knobelsdorf 1. Januar 2013 Teileingemeindung, ein Teil nach Döbeln umgegliedert

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

  • 1834: 3.385
  • 1933: 12.507
  • 1946: 12.721 1
  • 1950: 12.588 2
  • 1960: 11.387
  • 1981: 10.811
  • 1984: 10.452
  • 1998: 9.576
  • 1999: 9.524
  • 2000: 9.432
  • 2001: 9.247
  • 2002: 9.217
  • 2003: 9.110
  • 2004: 9.081
  • 2007: 8.711
  • 2011: 8296
  • 2012: 9235
  • 2013: 9239
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

1 29. Oktober
2 31. August

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahlen in Waldheim 2014
 %
40
30
20
10
0
32,78
22,71
11,30
28,00
5,21
Rathaus

Stadtrat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 führte zu folgender Sitzverteilung[6]:

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Auf einem blauen Schild mit drei schmalen goldenen Umrahmungen einen goldenen Turm mit zwei Seitenausbauten und einem Mittelaufbau mit roten Dächern und drei goldenen Kreuzen.“

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Waldheim unterhält Städtepartnerschaften mit Landsberg am Lech in Oberbayern und Siófok (Ungarn).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Florena
Bahnhof

Waldheim ist Sitz der Florena Cosmetic GmbH, einem traditionsreichen Hersteller für Körperpflegeprodukte. Des Weiteren befindet sich in Waldheim ein Standort der Beiersdorf AG, zu der auch Marken wie Nivea, Labello und Tesa gehören.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Waldheim liegt an der Bahnstrecke Riesa–Chemnitz und wird von Elsterwerda und Chemnitz aus mit stündlich verkehrenden Regionalbahnen bedient. Von 1893 bis zum 31. Mai 1997 existierte eine Bahnverbindung nach Rochlitz. Um die Jahrtausendwende gab es eine DB-Regional-Express-Direktverbindung zwischen Chemnitz und Berlin, welche über Waldheim führte. Ab dem 10. Dezember 2006 verkehrt über Waldheim dann der Vogtland-Express der Vogtlandbahn von Hof nach Berlin. Diese Verbindung wurde jedoch zum 1. Oktober 2012 auf Grund steigender Energie- und Infrastrukturkosten, welche nicht mehr durch die Fahrgeldeinnahmen gedeckt werden konnten, eingestellt und durch eine Buslinie ersetzt.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Rathaus mit Fassade, Ratssaal und Rathausturm (1902 im Jugendstil errichtet), das knapp 4 m große Zifferblatt der Turmuhr ist das zweitgrößte in Deutschland
  • Marktplatz mit Wettinbrunnen (ebenfalls im Jugendstil) und nachgebildeter kursächsischer Postdistanzsäule
  • Zschopaubrücke von Matthäus Daniel Pöppelmann
  • Kirche St. Nicolai von 1842
  • Schlosskirche St. Otto in der Justizvollzugsanstalt
  • Sächsisches Strafvollzugsmuseum in der Justizvollzugsanstalt
  • Jugendstilgebäude
  • Wachbergturm zum Gedenken an den Deutsch-Französischen Krieg gebaut
  • Tafel zur Erinnerung an die Überquerung der Zschopau durch Napoleons Truppen am 6. Mai 1813
  • Eisenbahnviadukte der Bankrottmeile der Chemnitz-Riesaer Eisenbahn (Heiligenborner Viadukt, Diedenhainer Viadukt)
  • Schaubergwerk „Kellerberg“
  • Napoleonstein

Staatliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Blick über die Zschopau auf die JVA

Die Stadt war bekannt für das auch heute noch existierende Zuchthaus Waldheim. In diesem Gefängnis fanden im Jahre 1950 die Waldheimer Prozesse statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Waldheim. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 25. Heft: Amtshauptmannschaft Döbeln. C. C. Meinhold, Dresden 1903, S. 232.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waldheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Waldheim – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b c d e f g h i Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. a b Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen
  4. a b c d Gemeinde- und Ortsverzeichnis für das Königreich Sachsen, 1904, Herausgeber: Statistische Bureau des königlichen Ministeriums des Inneren
  5. Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  6. "http://www.stadt-waldheim.de/waldheim/module/pcwahl/14%20SR/index.html" Wahlergebnis Stadtratswahlen 2014, 1. Juli 2014
  7. Vogtland Express ab 1.10.2012 als Linienbus Vogtlandbahn.de, Abgerufen am 11. September 2014