Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik

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Die Stuttgarter Zigarettenfabrik war Namensgeber der Waldorfschule
Das Stammhaus der Firma in Stuttgart

Die Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik war eine deutsche Tabakwarenfirma. Sie wurde von Emil Molt und weiteren Partnern am 1. Januar 1906 in Stuttgart und Hamburg gegründet. Schon bald konnte in Feuerbach eine Stuttgarter Filiale eröffnet werden. Namensgeber der Fabrik war der 1763 in Walldorf (Baden) geborene Johann Jakob Astor, der in Amerika durch Pelz- und Immobilienhandel zum damals reichsten Mann der Welt wurde.

Das Unternehmen arbeitete anfänglich sehr erfolgreich und beschäftigte 1919 etwa 1000 Mitarbeiter. In der zweiten Hälfte der 1920er-Jahre geriet die Firma durch die damalige schwierige Wirtschaftslage und veraltete Produktionsmethoden in Schwierigkeiten und Molt musste die Aktienmehrheit an einen konkurrierenden Trust abgeben. Dieser liquidierte 1929 die unrentabel gewordene Fabrik. Die Zigarettenmarke Astor mit dem Porträt von Johann Jacob Astor wird heute von Reemtsma hergestellt.

Das Stuttgarter Stammhaus in der Hackstraße 11 steht weitestgehend heute noch und wird als Gewerbe- und Wohnhaus genutzt.[1]

Am 7. September 1919 gründete Emil Molt in Zusammenarbeit mit Rudolf Steiner in Stuttgart die erste Waldorfschule als eine Betriebsschule für die Kinder der Arbeiter und Angestellten dieser Fabrik. Steiner, der die Ausbildung und Beratung des Lehrerkollegiums übernahm, machte die Schule zum Ausgangspunkt der anthroposophischen Waldorfpädagogik.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gabriele Kreuzberger, S. 403 f. (s. Lit.)

Literatur[Bearbeiten]

  • Gabriele Kreuzberger, Fabrikbauten in Stuttgart, Ihre Entwicklung von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg, Klett-Cotta 1993, ISBN 3-608-91629-6