Walkertshofen

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Walkertshofen im Landkreis Augsburg in Bayern; zu weiteren Begriffen siehe Walkertshofen (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Walkertshofen
Walkertshofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Walkertshofen hervorgehoben
48.22583333333310.59524Koordinaten: 48° 14′ N, 10° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Stauden
Höhe: 524 m ü. NHN
Fläche: 12,68 km²
Einwohner: 1158 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86877
Vorwahl: 08239
Kfz-Kennzeichen: A
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 214
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 28
86877 Walkertshofen
Webpräsenz: www.walkertshofen.de www.gemeinde-walkertshofen.de
Bürgermeister: Sven Janzen (ohne Wahlvorschlag)
Lage der Gemeinde Walkertshofen im Landkreis Augsburg
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Über dieses Bild
Walkertshofen von Westen

Walkertshofen ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Stauden mit Sitz in Langenneufnach.

Geschichte[Bearbeiten]

Walkertshofen wurde im Jahr 775 – andere Quellen sprechen von 784 – im Rahmen einer Schenkung erstmals erwähnt. Ein Mann namens Helmker vermachte in dieser Schenkung seine Besitztümer in Singenbach, Ried bei Indersdorf und eben Walkertshofen der Kirche. Zwischen 937 und 957 vertauschte der als Heiliger verehrte Bischof Lampert den Freisinger Besitz in Walkertshofen an einen Edlen namens Papo. Ab 1099 ist eine Ortsadelsfamilie „de Waltgershoven“ nachweisbar, die im Hochmittelalter über einen befestigten Ansitz im Ort verfügte, an den heute nur noch ein Burgstall erinnert. Das Domstift Augsburg erwarb Ende des 14. Jahrhunderts erste Güter im Ort und war seit 1492 alleiniger Grundherr. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Habertsweiler eingegliedert.[2]

Geschichte der Ortsteile[Bearbeiten]

Ebrach[Bearbeiten]

Ebrach hieß früher Schlierbach. Ausgangs des 19. Jahrhunderts wurde der Name Ebrach in Gebrauch gebracht.

Gumpenweiler[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich nachgewiesen ist Gumpenweiler im 12. Jahrhundert. Der Ortsname hat seinen Ursprung im Personennamen Gumpo. Gumpenweiler hieß früher Günzenweiler und gehörte zu St. Moritz in Augsburg. Einer Sage nach soll sich ein Schloss mit Gerichtsbarkeit im Ort befunden haben.

Hölden[Bearbeiten]

Der Name Hölden bezeichnet einen Ort der auf der Halde liegt. 1546 wird der Ort auch als Halden mit zwei Häusern erwähnt. 1603 gehört er zum Fuggerschen Anteil an Langenneufnach. Um 1700 kam er durch Tausch an das Kloster Oberschönenfeld.

Oberrothan[Bearbeiten]

1316 wird Oberrothan als Teil von Seyfriedsberg erwähnt. Oberrothan, Habertsweiler und der Bucherhof bildeten bis zur Gebietsreform im Jahre 1972 die politische Gemeinde Habertsweiler.

Reute[Bearbeiten]

Der Name kommt vermutlich von Rodung. 1863 erbaut ein Firmus Metzler den Einödhof.

Schweizerhof[Bearbeiten]

Schweizerhof wird 1481 erstmals erwähnt.

Gliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde Walkertshofen gehören neben Walkertshofen selbst auch die Ortsteile Ebrach, Gumpenweiler, Hölden, Oberrothan, Reute und Schweizerhof.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Zur Gemeinderatswahl am 2. März 2008 wurde lediglich ein Wahlvorschlag, der nur drei Bewerber umfasste, eingereicht. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,5 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU//Freie Bürger/Freie Wählerschaft     3 Sitze  (15,9 %)
  ohne Wahlvorschlag 9 Sitze (84,1 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister. Zur Bürgermeisterwahl 2008 lag kein Wahlvorschlag vor.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Walkertshofen

Verkehr[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Walkertshofen liegt an der Staudenbahn von Gessertshausen nach Markt Wald. Die Strecke wird derzeit nur von einzelnen Sonderzügen befahren.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 569.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Walkertshofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien