Wallhausen (bei Bad Kreuznach)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Bad Kreuznach | |
| Verbandsgemeinde: | Rüdesheim | |
| Höhe: | 200 m ü. NN | |
| Fläche: | 10,3 km² | |
| Einwohner: |
1.610 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 156 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 55595 | |
| Vorwahl: | 06706 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KH | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 33 109 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Nahestraße 63 55593 Rüdesheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Franz-Josef Jost (CDU) | |
| Lage der Ortsgemeinde Wallhausen im Landkreis Bad Kreuznach | ||
Wallhausen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rüdesheim an. Wallhausen ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Wallhausen liegt am Südrand des Hunsrücks, schon in der Naheregion. Der Gräfenbach fließt durch den Ort. 36,9 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet, 45,5 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.(Stand 2010).[2]
Zu Wallhausen gehört auch der Wohnplatz Wiesenmühle.[3]
[Bearbeiten] Geschichte
Aus verschiedenen Quellen ist die erstmalige urkundliche Erwähnung entweder im Jahr 1195, als Lehen des Hochstifts Speyer, oder im Jahr 1021, wonach ein fränkischer Landsmann ein „Waldhus“ errichtete, zu sehen.
Eine Kirche zu Wallhausen wurde 1219 erwähnt. Am 21. Februar 1219 bestätigte der Speyerer Bischof Konrad dem Kloster Eberbach die Befreiung des Klosterhofes zu Dadenborn (Dadinburen) von einem an die Kirche zu Wallhausen (Waldenhusen) schuldigen Zehnten durch den Edlen Godebold von Weyerbach (Wierbach).[4] Am 1. Mai 1219 beurkundeten der Schultheiß und die Gemeinde zu Wallhausen dem Godebold von Weyerbach die Übergabe von zwei Wingerten an ihre Kirche.[5] „Wierbach“, „Weyerbach“ ist wahrscheinlich das heutige Weiersbach südlich von Birkenfeld. „Dadinburen“, „Dadenborn“ ist vermutlich das heutige Dalberg, ein Nachbarort von Wallhausen.[6]
Zur Pfarrei von Wallhausen gehörten die Filialen in Dalberg und in Sommerloch. Die heutige, dem hl. Laurentius geweihte, Pfarrkirche wurde 1792 erbaut.[6]
Ein Schullehrer in Wallhausen wurde erstmals in einem Bericht über eine Kirchenvisitation aus dem Jahr 1790 erwähnt. Sein Jahresgehalt waren 15 Malter Korn und 30 Gulden.[6]
In Wallhausen befindet sich das Schloss der Familie Dalberg Kämmerer von Worms, das heute im Besitz der Prinzen von Salm-Salm ist. Diese sind für Wallhausen Mitglied der Rheinischen Ritterschaft.
- Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Wallhausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]
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[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat in Wallhausen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[7]
| Wahl | CDU | FBL | Gesamt |
| 2009 | 10 | 6 | 16 Sitze |
| 2004 | 10 | 6 | 16 Sitze |
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die katholische Kirche St. Laurentius stammt aus dem Jahr 1794. Das Schloss Wallhausen ist Sitz des ältesten deutschen Weinguts, das ununterbrochen im Familienbesitz ist.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Wallhausen
[Bearbeiten] Weinbau
Wallhausen ist erheblich geprägt vom Weinbau und mit 226 Hektar bestockter Rebfläche (Stand 2007) nach Bad Kreuznach und Guldental größte Weinbaugemeinde der Nahe.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Frédéric von Anhalt (* 1943)
- Josef Knichel Pfarrer, KZ-Häftling in Dachau
- Salm-Salm Prinzen zu
- August Wilhelm Schynse, Pater
- Johann Jacobi von Wallhausen, Militärschriftsteller geb. um 1581[8], gest. 1627
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
- ↑ a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 16 (PDF)
- ↑ Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band III, Coblenz: Hölscher, 1874, S. 95 (Urkunde 99)
- ↑ Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band III, Coblenz: Hölscher, 1874, S. 96 (Urkunde 99a)
- ↑ a b c Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier, Band 2, Trier: Bischöfliches General-Vikariat, 1887, S. 278 (Online-Ausgabe bei dilibri)
- ↑ Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
- ↑ Winfried von Borell: Mainzer Zeitschrift (Mittelrheinisches Jahrbuch für Archäologie, Kunst und Geschichte), Jahrgang 73/74, S. 978/79, Verlag des Mainzer Altertumsvereins
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