Wallmoden

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel handelt den Ort im Landkreis Goslar ab; zu dem niedersächsischen Adelsgeschlecht siehe Wallmoden (Adelsgeschlecht).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wallmoden
Wallmoden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wallmoden hervorgehoben
52.02111111111110.305555555556130Koordinaten: 52° 1′ N, 10° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Goslar
Samtgemeinde: Lutter am Barenberge
Höhe: 130 m ü. NHN
Fläche: 16,82 km²
Einwohner: 946 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38729
Vorwahlen: 05341, 05383
Kfz-Kennzeichen: GS, BRL, CLZ
Gemeindeschlüssel: 03 1 53 014
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bachstraße 18
38729 Lutter am Barenberge
Webpräsenz: www.sg-lutter.de
Bürgermeister: Bodo Mahns (SPD)
Lage der Gemeinde Wallmoden im Landkreis Goslar
Altenau Braunlage Wildemann Clausthal-Zellerfeld Lutter am Barenberge Wallmoden Lutter am Barenberge Hahausen Seesen Liebenburg Langelsheim Goslar Goslar Braunlage Braunlage Bad Harzburg Langelsheim Schulenberg im Oberharz Landkreis Goslar Niedersachsen Landkreis Wolfenbüttel Salzgitter Landkreis Wolfenbüttel Landkreis Hildesheim Landkreis Northeim Landkreis Osterode am Harz Thüringen Sachsen-Anhalt gemeindefreies Gebiet HarzKarte
Über dieses Bild

Wallmoden ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Lutter am Barenberge im Landkreis Goslar in Niedersachsen. Wallmoden hatte 2010 etwa 1000 Einwohner und erstreckt sich auf einer Fläche von 16,82 km².

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die im Harzvorland gelegene Gemeinde ist vor allem landwirtschaftlich geprägt. Im Norden durchfließt die im Harz entspringende Innerste das Gemeindegebiet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an die kreisfreie Stadt Salzgitter und die Gemeinde Baddeckenstedt (Landkreis Wolfenbüttel). Im Osten grenzt sie an die Gemeinde Liebenburg, im Westen an die Stadt Bockenem (Landkreis Hildesheim) und im Süden an den Flecken Lutter am Barenberge.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Wallmoden besteht aus den Ortschaften Alt Wallmoden, Bodenstein und Neuwallmoden.

Ortsteil Einwohnerzahl[2]
Alt Wallmoden* 386
Neuwallmoden 289
Bodenstein 289
Gemeinde Wallmoden 964

* mit Könneckenrode und der Mühle Ringelheim

(Stand: 30. Juni 2012)

Geschichte[Bearbeiten]

Bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts gehörte das heutige Gebiet um Wallmoden zum Fürstbistum Hildesheim. Als Folge der Hildesheimer Stiftsfehde wurden Alt Wallmoden, Neuwallmoden und Bodenstein 1523 dem braunschweigischen Herzogtum zugesprochen. 1643 wurde Alt Wallmoden wieder an das Bistum Hildesheim zurückgegeben, während Neuwallmoden und Bodenstein bis 1946 beim braunschweigischen Herzogtum und späteren Land Braunschweig verblieben. Alt Wallmoden als Teil des Hochstifts Hildesheim gehörte ab 1814 zum Königreich Hannover und fiel mit diesem 1866 an Preußen.

Im Zuge der niedersächsischen Gebietsreform wurde die Gemeinde Wallmoden am 1. März 1974 aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Alt Wallmoden, Neuwallmoden und Bodenstein gebildet.[3]

Alt Wallmoden[Bearbeiten]

Blick auf Alt Wallmoden

Alt Wallmoden wurde 1016 erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt, in der Kaiser Heinrich II. einen Herrenhof zu Wallmoden (Curtis Walmonthem) der bischöflichen Kirche in Paderborn übertrug. Seit dieser Zeit gehört das Bistum von Paderborn neben dem Bistum von Hildesheim zu den Lehnsherren in Alt Wallmoden. Der Name des Ortes änderte sich später von Walmonthem über Walmuthe, Walmede zum heutigen Wallmoden.

1154 wird mit Tidelinus (Thedel) von Wallmoden, einem Ministerialen (Hofdiener im Verwaltungsdienst des Herzogs) Heinrichs des Löwen, erstmals ein Angehöriger des Adelsgeschlechts, das sich nach dem Ort benannte, erwähnt. Das Geschlecht ist seit dieser Zeit in Wallmoden begütert und betreibt in Alt Wallmoden auch heute noch einen landwirtschaftlichen Betrieb.

Im Jahr 1599 wurde der Besitz der Familie von Wallmoden aufgeteilt, als die Brüder Ludolf und Jasper von Wallmoden die Linien Oberhaus und Unterhaus begründeten. Erst nach 1825, als mit dem Tod des Rittmeisters Karl Christoph Heinrich von Wallmoden das Oberhaus erloschen war, wurden die Güter wieder vereinigt.

Erste Teile des Gutshauses der Familie von Wallmoden wurde im 16. Jahrhundert errichtet, der nördliche Flügel stammt von 1579, der zweite Flügel von 1628. An den nördlichen Flügel ist ein achteckiger Treppenturm angebaut, dessen Eingang die Inschrift „Soli deo gloria 1579“ trägt. Die Gebäude wurden 1833 durch einen dritten Flügel des Herrenhauses ergänzt. Die Gutsanlage befindet sich heute noch im Familienbesitz.[4]

Zum Ort gehört auch die westlich von Salzgitter-Ringelheim gelegene Darmpfulsmühle, die auch heute noch mit Wasserkraft betrieben wird. Die Mühle wurde schon 1460 erwähnt und war von Thedel von Wallmoden am Zusammenfluss von Innerste und Neile angelegt worden. Es handelte sich um eine unterschlächtige Mühle mit vier Mahlgängen für Korn- und Rübensaat, der vierte Gang wurde auch für Säge- und Schleifarbeiten genutzt. 1836 wurde die Mühle veräußert. Die Mühle Ringelheim, so die heutige Bezeichnung, ist jetzt Hauptsitz der Südhannoversche Mühlenwerke Engelke GmbH, hauptsächlich wird hier Weizen verarbeitet.

Pagenburg[Bearbeiten]

Höchste Erhebung Wallmodens ist der 290,8 m hohe, etwa 1,5 km südwestlich von Alt Wallmoden gelegene Pagenberg, auf dem noch Ringwälle als Reste einer ehemaligen Burganlage aus dem 10.–11. Jahrhundert zu sehen sind. Die Pagenburg war als Fluchtburg angelegt worden, noch heute sind zwei Ringwälle zu erkennen, die den Burgplatz nach Norden, Osten und Westen gegen Angriffe schützten, nach Süden war die Anlage durch einen Steilhang vor Angriffen geschützt. Reste von Steinbauten wurden nicht gefunden, man geht daher davon aus, dass es sich um eine Erdanlage mit eventuell hölzernen Aufbauten gehandelt hat, die nur im Verteidigungsfall bezogen wurde. Die Burg wurde ursprünglich Pawenburg genannt, das vom Althochdeutschen phawo abgeleitet und soviel wie Pfau bedeutet. Da ein Zweig der Familie von Wallmoden im 13. Jahrhundert auch einen Pfau im Wappen führte, wird angenommen, dass die Pagenburg einst zu ihren Besitztümern zählte. Die Pagenburg verlor ihre Bedeutung, nachdem ab dem 12. Jahrhundert der Stammsitz der Familie in Alt Wallmoden ausgebaut worden war. Die Burg wurde 1181 dem Kloster Riechenberg übertragen, 1460 erhielt die Familie von Wallmoden die Güter wieder zurück.

Neuwallmoden[Bearbeiten]

Die südwestlich von Alt Wallmoden gelegene Burg Neuwallmoden (Lagekarte52.0112710.26224) wurde im 13. oder 14. Jahrhundert erbaut. Diese wurde 1307 erstmals schriftlich als Castrum Novum Walmede erwähnt, als die Stadt Goslar und der Bischof Siegfried von Hildesheim diese Burg zum Schutz der Handelswege erwarben. Ob auch diese Burg zum Besitz der Familie von Wallmoden gehörte, ist nicht geklärt. Ab 1311 gehörte die Burg dem Bistum Hildesheim und wurde 1323 an die Familie von Oberg verkauft. Die Burg wurde 1368 bei einer Fehde durch Truppen des Bischofs von Hildesheim zerstört und der Ort fiel wieder an das Bistum zurück.

Seit 1724 wurde östlich von Neuwallmoden in drei kleinen Gruben Eisenstein abgebaut. Das abgebaute Erz wurde in der Wilhelmshütte bei Bornum verhüttet. Ende des 18. Jahrhunderts kam der Bergbau wieder zum Erliegen.

Bodenstein[Bearbeiten]

Blick auf Bodenstein

Das Kloster des in den Hainbergen gelegenen Ortes (Lagekarte51.9974410.2233) wurde 1146 durch das Kloster St. Godehardi zu Hildesheim gegründet. In der Gründungsurkunde des Klosterhofs, zugleich die erste schriftliche Erwähnung des Ortes, wurde neben Bodenstein noch der benachbarte Ort Holthusen erwähnt, auf dessen Grund ein Teil der Klostergüter lagen. Im Jahr 1214 wurde der Name Holthusens noch einmal erwähnt, danach verschwand dieser und der Name Bodenstein stand seitdem für beide Ortsteile. Seit 1271 gehörte das Kloster zum Goslarer Kloster Frankenberg. Nach Einführung der Reformation durch Herzog Julius im Jahre 1568 wurde das Kloster in ein adeliges Damenstift umgewandelt. Das Damenstift wurde 1806 als eine Folge der Säkularisation aufgehoben und in ein Klostergut umgewandelt.

In der Schlacht bei Lutter wurde Bodenstein 1626 weitgehend zerstört und erst 1650 wieder aufgebaut. Aus dem Jahr 1756 ist eine Flurkarte erhalten, nach der im Ort ein Halbspänner, elf Vollköter, sechs Halbköter, elf Brinksitzer und ein Anbauer lebten. Beim Aufbau des Eisenbahnnetzes Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Bodenstein nicht angeschlossen, da es zu weit ab der Verkehrswege lag. Der Ort behielt so seinem landwirtschaftlichen Charakter, der insbesondere durch das Klostergut geprägt wurde.

Das Klostergut wird heute von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz verwaltet. Nachdem zuletzt 1987 auch die Milchproduktion eingestellt werden musste, ist es heute ein reiner Ackerbaubetrieb. Auf dem Gelände des Klostergutes unterhält das Niedersächsische Landgestüt Celle seit 1987 eine Deckstation.

Könneckenrode[Bearbeiten]

Waldgasthaus von Könneckenrode - Blick von der Bundesstraße 248

Das Vorwerk Könneckenrode (Lagekarte52.0112910.30451), heute ein Ortsteil von Alt Wallmoden, war ursprünglich ein Vorwerk des Gutes in Alt Wallmoden. Der Ort liegt an der Bundesstraße 248 etwa auf halber Strecke zwischen Salzgitter-Bad und Lutter am Barenberge. Der Name erscheint erstmals 1154 in einer Schenkungsurkunde, in der Heinrich der Löwe dem Kloster Riechenberg bei Goslar zwei Hufen Land in Kantingerod schenkt. Im Jahr 1460 erwarb die Familie von Wallmoden diese Ländereien. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden hier ein Wirtshaus und eine Ziegelei erwähnt.

Um 1750 war eine Erzwiese bei Könneckenrode bekannt. Das Eisenerz wurde in geringem Umfang von Bauern abgebaut und an der Innerstefurt bei Hohenrode verhüttet. Auf diese Erzfunde verwies auch ein Gutachten, das 1764 im Auftrag des Hildesheimer Fürstbischofs Wilhelm von Westfalen (1763–1789) erstellt worden war, zu einer weiteren Ausbeutung dieser Funde kam es aber nicht. Die Erkundung des Lagers wurde 1938 wieder aufgenommen, als im Rahmen des Aufbaus der Erzbergwerke für Reichswerke Hermann Göring bei Alt Wallmoden der Schacht Anna abgeteuft wurde, der als Wetterschacht für das Bergwerk Ringelheim dienen sollte. Von diesem Schacht aus wurde in einer Teufe von 296 m ein Untersuchungsquerschlag in südwestlicher Richtung aufgefahren. Die Arbeiten wurden abgebrochen, als nach 650 m ein Wassereinbruch den weiteren Vortrieb unmöglich machte. Die Teufarbeiten am Schacht Anna wurden kriegsbedingt im Oktober 1940 eingestellt und nach Kriegsende nicht wieder aufgenommen. Der Schacht Anna wurde 1949 abgeworfen und mit einem Betondeckel verschlossen.

Heute gibt es in Könneckenrode eine Gaststätte und die Revierförsterei von Alt Wallmoden hat hier ihren Sitz.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • Alt Wallmoden: 386 (Stand 30. Juni 2012)
  • Bodenstein: 289
  • Neuwallmoden: 289[5]
Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner
1821 1118
1848 1204
1871 1135
1885 1117
1905 1049
1925 935
Jahr Einwohner
1933 936
1939 928
1946 1778
1950 1807
1956 1415
1961 1411
Jahr Einwohner
1968 1292
1970 1267
1975 1224
1980 1189
1985 1181
1990 1129
Jahr Einwohner
1995 1107
2000 1091
2005 1112
2010 980

(Ab 1968 Stand jeweils zum 31. Dezember)[6]

Religionen[Bearbeiten]

Kapelle von 1248 am Ehrenfriedhof von Alt Wallmoden
Ev. Kirche in Alt Wallmoden
Ev. St.-Antonius-Kirche von Bodenstein

Seit der im Jahre 1568 im Herzogtum Braunschweig durchgeführten Reformation ist die zu Wallmoden gehörende Bevölkerung überwiegend protestantisch. Die nächstgelegene katholische Gemeinde ist in Salzgitter-Ringelheim.

Kirche Alt Wallmoden[Bearbeiten]

Im Ort lassen sich drei verschiedene Kirchengebäude nachweisen. Die erste Kirche wurde bereits 1531 in einer Lehnsurkunde der Herzöge Erich (1500–1553) und Heinrich der Jüngere (1489–1568) erwähnt, in der Heinrich von Wallmoden mit der Kirche und 3 ½ Hufen Land der Pfarre belehnt wurde. Es handelt sich dabei um die heute noch erhaltene alte Kapelle am Ehrenfriedhof von Alt Wallmoden. Nach Zobel wurde die kleine Kirche bereits 1248 erbaut.[7]

Das zweite Kirchengebäude wurde auf dem Gelände des Gutes errichtet. Die Genehmigung zur Errichtung einer eigenen Kirche wurde Thedel von Wallmoden 1517 durch den Bischof Johann IV. von Hildesheim erteilt. Dieses Gebäude ist nicht mehr erhalten.

Die jetzige Dorfkirche von Alt Wallmoden wurde Anfang des 17. Jahrhunderts gebaut. Die Kirche steht unter dem Patronat der Familie von Wallmoden. Das Kirchengebäude hat einen rechteckigen Grundriss mit dreiseitigem Chorschluss. Es ist etwa 20 m lang, der Chor ist 8,5 m breit und 5 m hoch. Ein Teil der Patronatsrechte besteht noch heute.

Seit der Einführung der Reformation 1568 und der damit verbundenen Neugliederung der Kirche gehört die Gemeinde zur Spezialinspektion Baddeckenstedt, die wiederum Teil der Generalinspektion Bockenem war. Die Kirchengemeinde gehört heute zusammen mit Upen zum Pfarrverband Ringelheim, der wiederum zur Propstei Goslar gehört.

Kirche Neuwallmoden[Bearbeiten]

In einem Archidiakonatsverzeichnis des Bistums Hildesheim aus dem 15. Jh. wird für Neuwallmoden eine Pfarrkirche genannt, die ebenso wie die Kirche Alt Wallmodens zum Archidiakonat Ringelheim gehörte. Erwähnt wird diese Kirche auch in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 1350, in der der damalige Besitzer der Burg Neuwallmoden, die Familie von Oberg, der Kirche eine Silbermark schenkt. Das Kirchengebäude wurde im 16. Jahrhundert zerstört. Nachdem der Ort 1875 ein neues Schulgebäude erhalten hatte, wurde hier ein Andachtsraum hergerichtet, für den eine Einwohnerin des Ortes 1881 eine Orgel stiftete. Gottesdienste werden hier einmal im Monat sowie an besonderen Feiertagen abgehalten. Die Gemeinde gehört heute zum Pfarramt St. Georg in Lutter am Barenberge, das wiederum dem Pfarrverbund St. Trinitatis Neiletal angehört.

Kirche Bodenstein[Bearbeiten]

Die St.-Antonius-Kirche des Ortes gehörte ursprünglich zum Kloster. Die Kirche wurde wahrscheinlich im 15. Jahrhundert durch das Goslarer Kloster Frankenberg errichtet, zu dem das Kloster Bodenstein damals gehörte und das auch das Patronat über die Bodensteiner Kirche innehatte. Da zwei der drei aus dem 16. Jahrhundert stammenden gemalten Fensterscheiben St. Antonius darstellen, wird angenommen, dass die Kirche diesem Heiligen gewidmet war. Seit der Einführung der Reformation im Jahre 1568 bildet die Kirche einen Pfarrverband mit der Gemeinde von Mahlum und gehört heute zur Propstei Seesen.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich nach der Kommunalwahl vom 11. September 2011 zusammen aus:

Normalerweise hat der Rat 11 Sitze. Da aber sowohl die CDU als auch der Einzelbewerber so viele Stimmen erhielten, dass Ihnen jeweils zwei Sitze zugestanden hätten, beide aber nur einen besetzen können, hat der Rat in dieser Wahlperiode nur 9 Sitze.

Bürgermeister[Bearbeiten]

  •  ?–?: Pieter Lösken (SPD)
  •  ?–1996: Gerhard Brunke (CDU)
  • 1996–2000: Walter Klüber (SPD)
  • 2000–heute: Bodo Mahns (SPD)

Wappen[Bearbeiten]

Die Gemeinde führt im Wappen einen schwarzen Steinbockkopf auf goldenem Grund. Damit wird auf des Wappen der Familie von Wallmoden verwiesen, das drei schwarze Steinböcke zeigt. Vor der Zusammenlegung der drei Gemeinden Alt Wallmoden, Neuwallmoden und Bodenstein war dies das Wappen von Alt Wallmoden gewesen, die beiden anderen Gemeinden führten kein eigenes Wappen. Für die damalige Gemeinde Alt Wallmoden war das Wappen 1960 durch den braunschweigischen Verwaltungspräsidenten genehmigt worden, bei der Zusammenlegung 1974 einigten die drei Gemeinden sich, dieses Wappen weiterzuführen.[8]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Als niedersächsisches Naturdenkmal befinden sich die sagenumwobenen Bodensteiner Klippen in Wallmoden. Sie sind ein Labyrinth aus Felsblöcken und Felstürmen, die aus kreidezeitlichem Sandstein bestehen. Vor 135 Mio. Jahren lagerte sich auf dem Meeresboden Sand ab, den Flüsse aus umliegenden Gebirgen (Harz) heranschafften.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Teichfest Alt Wallmoden (alle zwei Jahre)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Ort hat bis heute seinen landwirtschaftlichen Charakter bewahrt. Einer der größten Betriebe ist die außerhalb von Alt Wallmoden an der Innerste gelegene „Mühle Ringelheim“ als Teil der Südhannoverschen Mühlenwerke.

Verkehr[Bearbeiten]

Man erreicht die Gemeinde Wallmoden über die B 248 sowie über die Landesstraße 500. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Gemeinde mit den Buslinien 650, 834, 835, 852 sowie per Bahn über den nahen Bahnhof in Salzgitter-Ringelheim, von wo aus regelmäßige Verbindungen über Hildesheim nach Hannover, nach Braunschweig und nach Halle (Saale) über Goslar und Bad Harzburg bestehen, zu erreichen.

Bildung[Bearbeiten]

Da in der Gemeinde keine Schulen existieren, besuchen die Schüler die Grundschule in Lutter am Barenberge und anschließend die weiterführenden Schulen in Seesen, Liebenburg, Salzgitter, Goslar oder Langelsheim.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Rudolf Hupfeld und Thomas Sauter (Hrsg.): Chronik Wallmoden – Beiträge zu Geschichte und Gegenwart der Gemeinde Wallmoden. Gebrüder Gerstenberg Hildesheim, Wallmoden 1989.
  •  Franz Zobel: Das Heimatbuch des Landkreises Goslar. Verlag der Goslarschen Zeitung Karl Krause, 1928, S. 40–47.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. http://www.sg-lutter.de/media/custom/152_1069_1.PDF?1353574504
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 269.
  4. Reclams Kunstführer Deutschland V Baudenkmäler, Hrsg. H.R. Rosemann, 1967, ISBN 3-15-008473-3, S. 18
  5. Samtgemeinde Lutter: Daten, Zahlen und Fakten 2012/13 (PDF-Datei, 261 KB, zuletzt abgerufen am 21. Januar 2013)
  6. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen. Abgerufen am 19. Mai 2013.
  7. Zobel, Landkreis Goslar, S. 46
  8.  Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 77.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wallmoden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien