Wally Herbert

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Sir Walter William „Wally“ Herbert (* 24. Oktober 1934 in York, England; † 12. Juni 2007 in Inverness, Schottland) war ein britischer Polarforscher, Autor und Maler.

Leben[Bearbeiten]

Herbert startete im Februar 1968 mit seinen Gefährten Allan Gill, Roy Koerner und Kenneth Hedges die Transarktis-Expedition. Als Fortbewegungsmittel dienten ihm vier Hundeschlitten mit vierzig Huskies. Er wollte die Reise zum Nordpol mit der Durchquerung des Polarmeeres verbinden.

Die Expedition wurde aus der Luft versorgt. Alle paar Wochen brachten Flugzeuge Lebensmittel und anderes benötigte Material. Die größten Probleme der Reise waren Schmelzwasserteiche und Packeis. Die Durchschnittstemperatur betrug ca. -20 °C bis -30 °C. Am 6. April 1969 erreichte Herbert den Nordpol, am 11. Juni 1969 endete die Expedition nach 467 Tagen. Da bislang nicht stichhaltig bewiesen werden konnte, ob Robert Edwin Peary und Frederick Cook jemals am Nordpol gewesen sind, gilt es als wahrscheinlich, dass Herbert und seine Gefährten die ersten waren, die den Pol auf dem Landweg erreicht haben.[1]

Herberts Buch Eskimos. Menschen im Land des Langen Tages wurde 1977 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.[2] 2000 wurde er in Anerkennung seiner Leistungen von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen.

Im Juni 2007 erlag Wally Herbert im Alter von 72 Jahren einer schweren Diabetes und Herzproblemen. Er hinterlässt eine Frau und eine Tochter.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Video Terra X: Die Nordpol-Verschwörung (24. April 2013, 12:45 Uhr, 43:30 Min.) in der ZDFmediathek, abgerufen am 11. Februar 2014
  2. Eskimo in der Datenbank des Deutschen Jugendliteraturpreises, abgerufen am 19. August 2014