Waltensburg/Vuorz

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Waltensburg/Vuorz
Wappen von Waltensburg/Vuorz
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Bezirk: Surselvaw
Kreis: Ruis
BFS-Nr.: 3616i1f3f4
Postleitzahl: 7158
Koordinaten: 728093 / 18212746.7789.1161003Koordinaten: 46° 46′ 41″ N, 9° 6′ 58″ O; CH1903: 728093 / 182127
Höhe: 1'003 m ü. M.
Fläche: 32.31 km²
Einwohner: 338 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 10 Einw. pro km²
Website: www.waltensburg-vuorz.ch
Waltensburg/Vuorz

Waltensburg/Vuorz

Karte
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Waltensburg/Vuorz (deutsch und bis 1943 offiziell Waltensburg, rätoromanisch Vuorz [vuə̯ʁts]?/i) ist eine politische Gemeinde im Kreis Ruis im Bezirk Surselva des Kantons Graubünden in der Schweiz.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Silber (Weiss) auf schwarzem Pferd Ritter Georg mit goldenem Nimbus und rotem Mantel, einen grünen Drachen tötend

In den Farben des Oberen Bundes zeigt das Wappen den Heiligen Georg, Patron der Kirche und Namensgeber der Burg Jörgenberg, dem Standort der Kirche. Das Motiv zeigte auch schon das Gemeindesiegel.

Herkunft Name[Bearbeiten]

Der Name Waltensburg stammt vom ursprünglichen Namen Waltramsburg ab. Waltram ist ein althochdeutscher Männername, der auf einer Verbindung von waltan = walten und hraban = Rabe basiert.[2][3]

Geographie[Bearbeiten]

Das Strassendorf liegt in der Surselva auf einer Höhenterrasse am Südhang des Vorderrheintals. Ein kleiner Teil der Gemeinde und die Bahnstation liegt auf der rechten Seite des Vorderrheins. Der Grossteil der Gemeinde liegt dagegen auf der linken Seite, wo er von Run Dado (745 m) bis hinauf zur Ruchi (3107 m) aufsteigt. Die nördliche Gemeindegrenze ist gleichzeitig Kantonsgrenze zu Glarus und besteht aus einer Gebirgskette, der nebst dem Ruchi auch der Muttenstock (3089 m) angehört. Etwas weiter südlich erhebt sich der Piz d'Artgas (2787 m). Zur Gemeinde gehören nebst dem Dorf der Weiler Tavellas und zahlreiche Einzelhöfe.

Vom gesamten Gemeindegebiet von über 32 km² sind 1291 ha (= 49 %) Gebirge und 712 ha (= 22 %) bewaldet. 864 ha der 1181 ha landwirtschaftlich nutzbaren Bodens werden von Maiensässen beansprucht. Die übrigen 48 ha des Gemeindeareals sind Siedlungsfläche.

Bevölkerung und Sprache[Bearbeiten]

Von den Ende 2004 393 Bewohnern waren 376 Schweizer Staatsangehörige. Seit dem 16. Jahrhundert ist Waltensburg eine reformierte Exklave inmitten der sonst vorwiegend katholischen Surselva.

Die Amtssprache ist rätoromanisch im Idiom Sursilvan.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Von den Wandmalereien aus vier verschiedenen Epochen sind die Werke eines unbekannten Meisters um 1330 kunsthistorisch besonders wertvoll. Weil er seine bedeutendsten Werke in Waltensburg hinterlassen hat, wird er der Waltensburger Meister genannt. Seine Werke stehen in geistiger Verwandtschaft mit den um die gleiche Zeit entstandenen Miniaturen der Manessischen Handschrift sowie den Glasmalereien von Königsfelden.

  • Haus Cadonau-Dalbert (Casa Cadonau-Dalbert)
  • Haus Wieland (Casa Wieland)

In Waltensburg stehen die Ruinen von vier Burgen:

  • Im östlichen Teil des Dorfes steht die Ruine der Burg Jörgenberg.
  • Praktisch im Zentrum des Dorfes liegt die Burg Grünenfels (rom. Chischlatsch), Sitz der gleichnamigen Herren im 13. Jahrhundert.
  • Die Burg Kropfenstein liegt westlich des Dorfes an einer senkrechten Felswand und die Burg Vogelberg (rom. Cafoghel) liegt oberhalb der Strasse nach Andiast.
  • Jörgenberg wird schon 765 in Bischof Tellos Testament erwähnt.

Die Senda Sursilvana, ein Fernwanderweg entlang des jungen Rheins, führt vom Oberalppass her durch den nördlichen Nachbarort Andiast in Richtung Chur[4], passend zur Beschaulichkeit der Lage weit über dem Talgrund und dem Durchgangsverkehr.

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Gemeinden des Kantons Graubünden. Rüegger, Chur u. a. 2003, ISBN 3-7253-0741-5, (Die Südostschweiz).
  • U. Caflisch: Kunstführer Evangelische Kirche Waltensburg/Vuorz; Hrsg. Pfarramt Waltensburg/Vuorz und Verkehrsverein Waltensburg/Vuorz-Andiast, ohne Jahresangabe [1980; 2. Aufl. 1994]
  • Willy Zeller: Kunst und Kultur in Graubünden. Illustrierter Führer. 3. Auflage. Haupt-Verlag, Bern u. a. 1993, ISBN 3-258-04759-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waltensburg/Vuorz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Waltramsburg
  3. Waltram
  4. Wandern Schweiz an der Senda Sursilvana in Graubünden