Walter Czollek

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Walter Czollek (* 8. April 1907 in Berlin; † 23. April 1972) war Leiter des Verlages Volk und Welt in der DDR.

Czollek absolvierte ab 1924 eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete bis 1933 im Beruf. Von 1928 bis 1930 studierte er Volkswirtschaft; 1929 trat er der KPD bei. Czollek wurde 1934 zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt und war in Luckau und in der Berliner Prinz-Albrecht-Straße, 1936 im KZ Lichtenburg, 1937 im KZ Dachau und 1938 im KZ Buchenwald in Haft.

Von 1939 bis 1947 lebte er in Shanghai. Dort leitete er bis 1941 eine illegale Radiostation der Kommunistischen Partei Chinas, arbeitete 1939 bis 1947 als Übersetzer und Sprecher der deutschsprachigen "Stimme der Sowjetunion in Shanghai" und war Leiter der KPD in China.

1947 kehrte Czollek zurück und arbeitete für die Deutsche Treuhandverwaltung und das Berliner Industrie- und Handelskontor. Von 1950 bis 1952 war er Lektor für Zeitgeschichte beim Verlag Volk und Welt, danach zweiter Geschäftsführer und von 1954 bis 1972 Verlagsleiter. 1967 wurde er mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber ausgezeichnet.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Neues Deutschland, 28. April 1967, S. 2