Walter Häussermann

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Walter Häussermann (Januar 2008)
Walter Häussermann (1961, 2. v. l) mit Wernher von Braun (Mitte)
Walter Häussermann (1999, 2. v. r.)

Walter Häussermann (* 2. März 1914 in Künzelsau; † 8. Dezember 2010 in Huntsville, Alabama[1]) war ein deutsch-US-amerikanischer Raketeningenieur und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten]

Nach der Schule studierte er Elektrotechnik an den Technischen Hochschulen Stuttgart und Darmstadt, wo er am 1. Dezember 1939 im Fach Physik promovierte. Ab dem 2. Dezember 1939 arbeitete Häussermann (u.a. für Siemens) in Peenemünde im Raketenteam von Wernher von Braun in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde an der Entwicklung der A4 (Propagandaname „V2“) mit. Von 1942 bis Kriegsende lehrte er an der TU Darmstadt.

Nach anfänglicher Weigerung auf Grund einer Erkrankung seiner Frau Ruth wechselte er im Januar 1948 im Rahmen der Operation Paperclip, wie viele deutsche Raketentechniker aus Peenemünde, nach El Paso in das dortige Raketentechnikerteam. Er arbeitete dort an dem US-Raumfahrtprogramm (Hermes II Projekt, Redstone-Rakete, Saturn-V-Projekt) im Bereich der Raketensteuerung mit. 1954 erhielt er die Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten und wurde für seine Verdienste um das US-Weltraumprogramm 1959 mit der Decoration for Exceptional Civilian Service – der höchsten amerikanischen Militärauszeichnung für Zivilpersonen – ausgezeichnet. 1960 wurde er Direktor der Guidance and Control Division des Marshall Space Flight Centers der NASA.

Häussermann lebte zuletzt in Huntsville (Alabama).

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürgen Michels/Olaf Przybilski: Peenemünde und seine Erben in Ost und West, Bonn, 1997.
  • Michael Neufeld: Interviews with Peenemuende Veterans, National Air and Space Museum archives.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Walter Haeussermann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://blog.al.com/space-news/2010/12/rocket_pioneer_von_braun_team.html
  2. Staatsministerium Baden-Württemberg: Liste der Ordensträger 1975–2014. 3. Mai 2014, abgerufen am 9. Juni 2014 (PDF; 145 kB).