Walter R. Stahel

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Walter Rudolf Stahel (* 5. Juni 1946 in Zürich[1]) ist ein Schweizer Politik-, Wirtschafts- und Unternehmensberater. Er war Berater mehrerer Arbeitsgruppen der Europäischen Kommission.

Er ist Gründer und Leiter des Genfer "Instituts für Produktdauer-Forschung" (The Product-Life Institute), einer Non-Profit-Organisation, die sich die Integration von Ökonomie und Ökologie durch das Aufzeigen von neuen, auf einer Optimierung der Lebensdauer von Produkten beruhenden Wegen der wirtschaftlichen Entwicklung, zum Ziel gesetzt hat. Seit 2012 ist er Vollmitglied des Club of Rome.

Leben[Bearbeiten]

Walter R. Stahel studierte an der ETH Zürich Architektur und Ort-, Regional-und Landesplanung. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er mehrere Jahre in Architektur- und Planungsbüros in der Schweiz und in Großbritannien. Seit 1973 arbeitete er im Battelle-Forschungszentrum in Genf als Projektleiter im Zentrum für Angewandte Wirtschaftsforschung, vor allem auf den Gebieten Unternehmensplanung, Innovation und Bauwesen.

Seit 1984 ist er als unabhängiger Berater und Forscher in zahlreichen europäischen Ländern, den USA und Asien tätig. Seine Spezialgebiete sind Strategie- und Politikberatung für eine nachhaltige Gesellschaft, Probleme der Nutzungsdauer-Optimierung (Weiterverwendung, Reparatur, Wiederinstandsetzen und technologisches Hochrüsten von Gütern und Systemen), regionale Wirtschaftsentwicklung und Risikomanagement von Unternehmen und Institutionen.

Er war Mitbegründer des Beratungsunternehmens Product Life Institute in Genf. 1982 wurde seine Veröffentlichung Product Life Factor preisgekrönt. Seine Ideen führten gemeinsam mit denen anderer Theoretiker zu dem, was heute als die Kreislaufwirtschaft, in der Industrie nimmt die Wiederverwendung und Service-Verlängerung der Lebensdauer von Gütern als eine Strategie der Abfallvermeidung, Regional Schaffung von Arbeitsplätzen und Ressourceneffizienz, um bekannt zu Wohlstand vom Ressourcenverbrauch entkoppeln Verbrauch, also die gewerbliche Wirtschaft zu entmaterialisieren ist. Die Kreislaufwirtschaft ist im Besitz des Staates und führen China Coal Industrie als Leitidee verabschiedet. In den 1990er Jahren, Stahel diese Vision erweitert, um den Verkauf von Waren wie Dienstleistungen als die effizienteste Strategie der Kreislaufwirtschaft. Er beschrieb diesen Ansatz in seinem 2006 erschienenen Buch The Performance Economy, mit einer zweiten erweiterten Auflage im Jahr 2010, die 300 Beispiele und Fallstudien enthält. Er arbeitet derzeit eng mit der Ellen MacArthur Foundation über die weitere Förderung seiner Ideen mit wirtschaftlichen Akteuren.

Im Jahr 2005 wurde Stahel als Mitglied des "Consumer Commission" von Ministerpräsident (PM) Oettinger, Chef der Regierung von Baden-Württemberg, Deutschland nominiert und leitet seine Kapitel über nachhaltige Entwicklung. Im Jahr 2007 wurde er in das Editorial Board des Journal of Chinese Bevölkerung, Ressourcen und Umwelt ernannt. Stahel hat in einer Reihe von Funktionen im Dienste für die Europäische Kommission. Seit 1988 ist er als Head of Risk Management Research der Geneva Association, einem Think-Tank der Welt Versicherungswirtschaft.

Im Jahr 2005 wurde Stahel als Gastprofessor an die Fakultät für Ingenieur- und physikalische Wissenschaften der University of Surrey in Guidford eingeladen.

Im November 2012 wurde Stahel als Vollmitglied in den Club of Rome aufgenommen.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Erster Preis der Deutschen Gesellschaft für Zukunftsforschung an Peter Perutz und Walter Stahel
  • Gewinner des Mitchell-Prize-Wettbewerbes über "sustainable societies" in den USA mit dem Beitrag "The Product-Life Factor". [2]
  • 2012 Ehrendoktor der University of Surrey

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Who’s who in Finance and Industry. 32. Ausgabe (2001). S. 662.
  2. Vita