Walter Schachner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Walter Schachner
Spielerinformationen
Geburtstag 1. Februar 1957
Geburtsort Leoben, SteiermarkÖsterreich
Größe 180 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
1967–1975 FC St. Michael
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1975–1978
1978–1981
1981–1983
1983–1986
1986
1986–1988
1988–1989
1989–1990
1990
1990
1991
1991
1991–1993
1993–1994
1994–1996
1996
1997
1998
2001
Donawitzer SV Alpine
FK Austria Wien
AC Cesena
Torino Calcio
SC Pisa
US Avellino
SK Sturm Graz
Donawitzer SV Alpine
Grazer AK
FC Salzburg
VSE St. Pölten
SR Donaufeld
Donawitzer SV Alpine
SK Sturm Graz
DSV Leoben
FC Tirol Innsbruck
ASK Kottingbrunn
SK Eintracht Wels
FC Kärnten
75 (55)
101 (72)
58 (17)
85 (18)
0(–)
48 (13)
16 0(3)
13 0(7)
8 0(2)
20 (18)
9 0(1)
5 0(0)
51 (28)
11 0(0)
50 (12)
6 0(0)
0(–)
23 0(6)
1 0(0)
Nationalmannschaft
1976–1994 Österreich 64 (23)
Stationen als Trainer
1999–2000
2000–03/2002
04/2002–10/2002
2002–2005
01/2006-03/2007
04/2007–12/2007
08/2008–04/2010
03/2011–06/2012
FC Zeltweg
FC Kärnten
FK Austria Wien
Grazer AK
TSV 1860 München
SK Austria Kärnten
FC Trenkwalder Admira Wacker
LASK Linz
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Walter „Schoko“ Schachner (* 1. Februar 1957 in Leoben, Steiermark) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler auf der Position eines Stürmers und war in der Saison 2011/2012 Fußballtrainer beim österreichischen Erstligisten LASK Linz. Derzeit ist Walter Schachner TV-Experte beim TV-Sender SKY in Österreich.

Seinen Spitznamen Schoko erhielt der gelernte Betriebselektriker bereits in seiner Kindheit, da er als Bub immer Schokoriegel beim Fußballspielen dabei hatte.

Karriere als Spieler[Bearbeiten]

Von 1975 bis 1978 war Schachner in der damaligen 2. Division der Bundesliga für den Donawitzer SV Alpine aktiv, von dem er als Zweitligaspieler den Sprung in die Österreichische Fußballnationalmannschaft schaffte. Von 1978 bis 1981 spielte er beim FK Austria Wien und wurde mit den Veilchen drei Mal österreichischer Meister und zweimaliger Torschützenkönig der Bundesliga.

Als Legionär war er in der italienischen Liga beim AC Cesena, Torino Calcio, SC Pisa und bei US Avellino tätig. Nach seiner Auslandskarriere kehrte er zurück nach Österreich und spielte noch bis 1998 bei mehreren größeren und kleineren Vereinen aus den obersten drei Leistungsstufen. Sein Abschiedsspiel feierte Schachner in der letzten Runde der Saison 2000/01 in der Ersten Division beim FC Kärnten, bei dem er zum damaligen Zeitpunkt bereits als Trainer tätig war.

Für die österreichische Nationalmannschaft absolvierte er insgesamt 64 Spiele und schoss dabei 23 Tore. Sein Debüt gab er am 5. Dezember 1976 beim 1:0-Sieg gegen Malta. Er nahm an zwei Fußballweltmeisterschaften teil. 1978 erreichte er bei der WM mit der österreichischen Nationalmannschaft den siebenten Rang und stand auch in der Aufstellung jener Elf, die Deutschland im Wunder von Cordoba mit 3:2 besiegen konnte. Bei der WM 1982 erreichte Schachner mit der österreichischen Nationalmannschaft den achten Platz.

Wechsel ins Traineramt[Bearbeiten]

Schachner begann seine Trainerkarriere beim FC Zeltweg in der Steiermark und führte den Landesligisten in die Regionalliga Mitte. Im Juli 2000 wechselte er zum FC Kärnten in die Erste Division (zweite Spielstufe). Mit den Kärntnern feierte er sowohl den Aufstieg in die Bundesliga als auch den Gewinn des ÖFB-Pokals und den Supercupsieg.

Die Saison 2002/03 begann er bei Austria Wien, wo er aber schon am 4. Oktober 2002 trotz Tabellenführung und guter Leistungen im UEFA-Pokal durch Christoph Daum ersetzt wurde. Ab dem 9. Oktober 2002 arbeitete er beim Grazer AK, den er am vorletzten Tabellenplatz übernahm und noch zum Vizemeistertitel führte.

In dieser Spielsaison wurde die denkwürdige „Schoko-Tabelle“ geboren, in der er die unter seiner Führung mit den Wienern und die mit dem Grazer AK errungenen Punkte addierte, um seinen Erfolg als Trainer zu dokumentieren. Als Trainer erzielte Schachner insgesamt mehr Punkte als der Meister Austria Wien.

Mit dem Grazer AK gewann er im Spieljahr 2003/04 erstmals in der Geschichte des Vereins den österreichischen Meistertitel sowie den ÖFB-Pokal. Zudem feierte Schachner mit den Grazern in der Qualifikation als einzige Mannschaft der Champions-League Saison 2004/05 einen Sieg über den FC Liverpool. Durch eine 0:2-Niederlage im Heimspiel reichte das 1:0 an der Anfield Road jedoch nicht zum Aufstieg in die erste Hauptrunde. Im folgenden Spieljahr erreichte er mit Graz den Vizemeistertitel in der Meisterschaft.

Schachner hatte beim Grazer AK eine Ausstiegsklausel im Vertrag, sollte er ein Angebot aus dem Ausland erhalten. Im zweiten Halbjahr 2005 wurde Schachner praktisch bei jedem Trainerwechsel in Deutschland als möglicher Nachfolgekandidat genannt, und auch er selbst erklärte öffentlich, ins Ausland wechseln zu wollen. Um zu verhindern, dass der GAK mitten in der Saison ohne Trainer dasteht, und weil er die Einsparungslinie des Vereinsvorstandes nicht mittragen wollte, wurde er daher am 9. Jänner 2006 von Präsident Harald Sükar beurlaubt.

Am 24. Jänner 2006 wechselte Schachner zum TSV 1860 München und war damit der vierte Österreicher auf der Münchner Betreuerbank nach Max Merkel, Franz Binder und Peter Pacult. Zum ersten Mal in seiner Trainerkarriere startete er mit einer Niederlagenserie. Erst in der vorletzten Runde konnten sich die Münchner durch einen Heimsieg gegen den 1. FC Saarbrücken vor dem Abstieg retten. Am 18. März 2007 gab der Verein die Trennung von Schachner mit sofortiger Wirkung bekannt.[1]

Ende April 2007 unterzeichnete Schachner beim neuen SK Austria Kärnten einen 2-Jahres-Vertrag. Er wurde jedoch am 3. Dezember 2007 beurlaubt, nachdem er nur vier Siege und fünf Remis in 21 Spielen verzeichnen konnte.[2]

Am 9. August 2008 wurde Walter Schachner nach fünf Spieltagen als neuer Trainer des FC Admira Wacker Mödling vorgestellt und am 26. April 2010 entlassen.[3]

Am 1. März 2011 trat er bei LASK Linz ein neues Traineramt an.[4] Mit dem Linzer ASK stieg er am Ende der Saison 2010/11 in die zweitklassige Erste Liga ab, während sein ehemaliger Arbeitgeber FC Admira Wacker Mödling in die Bundesliga zurückkehrte.

Schachner scheiterte in der Saison 2011/12 beim Versuch, sofort wieder in die höchste österreichische Spielklasse aufzusteigen: Der LASK belegte hinter Meister Wolfsberger AC und Altach nur den dritten Platz. Zudem wurde den Linzern von der Bundesliga die Lizenz für die Saison 2012/13 verweigert, was die Rückstufung in die dritte Leistungsklasse (Regionalliga Mitte) bedeutet. Als letzte Instanz traf das Ständige Neutrale Schiedsgericht Ende Mai 2012 eine abschlägige Entscheidung über den vom LASK eingebrachten Einspruch.

Im Juni 2012 wurde bekannt, dass Karl Daxbacher neuer Trainer des LASK wird.[5] Walter Schachner ist aktuell Fußball-Experte für Livespiele der österreichischen Bundesliga beim TV-Sender SKY.

Erfolge[Bearbeiten]

Titel als Spieler[Bearbeiten]

Länderspiele[Bearbeiten]

Titel als Trainer[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Walter Schachner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. süddeutsche.de: Schachner hört auf (Meldung vom 9. März 2007)
  2. ORF: Klaus Schmidt übernimmt (Abgerufen am 28. Juli 2008)
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAdmira trennt sich von Walter Schachner. Abgerufen am 26. April 2010.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSchachner löst Zellhofer ab. Abgerufen am 2. März 2011.
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDaxbacher neuer LASK-Trainer. In: derstandard.at. 12. Juni 2012, abgerufen am 15. Juni 2012 (deutsch).
Vorgänger Amt Nachfolger


Herbert Prohaska
Hans Krankl
Österreichs Fußballer des Jahres
nach Krone-Fußballerwahl durch Fans

1976
1978, 1979


Hans Krankl
Herbert Feurer