Walter de Gray

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Walter de Gray († 1. Mai 1255 in Fulham) war ein englischer Prälat und Staatsmann unter der Regierung von König Johann Ohneland und dessen Sohn, König Heinrich III.

Das Grab von Walter de Gray in York Minster.

Leben[Bearbeiten]

Walter de Gray war ein Sohn von John de Gray aus Norfolk und Neffe des Bischof von Norwich, John de Gray. Er studierte an der Universität Oxford. Durch den Zuspruch seines Onkels kam Walter an den königlichen Hof und wurde von Johann Ohneland 1205 zum Lordkanzler ernannt, und 1210 zum Bischof von Lichfield gewählt. Die folgenden Jahre waren von Konflikten mit Vasallen in England geprägt. Weitaus wichtiger war allerdings der Streit mit Stephen Langton, dem Erzbischof von Canterbury. Der Streit hatte 1208 ein Interdikt für England und 1209 die Exkommunikation Johanns zur Folge. Diese kirchenrechtlichen Schritte schwächten den König weiter, zudem drohte eine Invasion des französischen König Philipps II. August. Im Februar 1214 setzte dann aber Johann, nachdem er sich kurz zuvor mit Papst Innozenz III. versöhnt hatte, mit einer Armee auf den Kontinent über. Nach seiner Wahl (1214) zum Bischof von Worcester, reichte Walter de Gray seine Entlassung vom Lordkanzleramt ein. Nach der Abwesenheit des englischen König übernahm er als Erzbischof von York die Staatsgeschäfte.

Walter de Gray erwarb 1240 York Place in London, das nach dem Sturz (1529) von Thomas Wolsey zum Whitehall-Palast wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Hubert Walter Lordkanzler von England
1205–1214
Richard Marsh
Mauger Bischof von Worcester
1214–1216
Silvester de Evesham
Geoffrey Erzbischof von York
1216–1255
Sewal de Bovil