Walther von Wartburg
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Walther von Wartburg (-Boos) (* 18. Mai 1888 in Riedholz, Kanton Solothurn; † 15. August 1971 in Basel) war ein schweizerischer Sprachwissenschaftler.
Nach Studien an den Universitäten Bern, Zürich, Florenz und an der Sorbonne in Paris promovierte er 1918 mit einer (37-seitigen) Dissertation Zur Benennung des Schafes in den romanischen Sprachen und wurde 1921 Privatdozent in Bern. Nach einer Berufung nach Lausanne lehrte er von 1929 bis 1939 an der Universität Leipzig. Von 1940 bis 1959 war er Professor für französische Sprachwissenschaft an der Universität Basel.
Sein Lebenswerk ist das sehr umfangreiche Französisches Etymologisches Wörterbuch. Eine Darstellung des galloromanischen Sprachschatzes. (FEW), ein Lexikon der Herkunft, der Geschichte und des Bedeutungswandels aller Wörter im französischen Sprachschatz, inklusive galloromanischer Idiome wie zum Beispiel das Okzitanische oder das Frankoprovenzalische.
Im Jahre 1943 unterstützte die Arbeitsgemeinschaft Pro Helvetia, ab 1952 der Schweizerische Nationalfonds das ambitiöse Projekt und mit dem Jahre 1993 auch das französische Centre National de la Recherche Scientifique. Das FEW wurde 2002 abgeschlossen und besteht aus 25 Bänden mit 160 Faszikeln und über 17.000 Seiten. Die aktuelle Kurzausgabe ist: Dictionnaire étymologique de la langue française (2004, ISBN 978-2-13-054426-5).
Walther von Wartburg war ferner Ehrendoktor der Universitäten Lausanne und Leeds. Im Jahr 1963 wurde er in den deutschen Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste aufgenommen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wartburg, Walther von |
| ALTERNATIVNAMEN | Wartburg-Boos, Walther von |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Sprachwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 18. Mai 1888 |
| GEBURTSORT | Riedholz, Schweiz |
| STERBEDATUM | 15. August 1971 |
| STERBEORT | Basel |

