Wanda (Sage)

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Die Sage von Prinzessin Wanda wurde im 12/13. Jahrhundert von Wincenty Kadłubek geschrieben, wobei Historiker annehmen, dass er die Sage erfunden hat [1][2].

Wanda war der Sage nach die Tochter (oder Enkelin) des Krakauer Herzogs Krak und soll um 700 über die Polen geherrscht haben.

Bei Kadlubeks Sage regierte Vanda (Wanda) über weites Land beim nach ihr benannten Fluss Vandalus und alle dort wohnenden Menschen wurden Vandalen genannt[3]. Laut Kadlubek erreichte Wanda ein langes Leben, nachdem sich der deutsche Fürst selbst getötet habe.

Jan Długosz [4] änderte die Sage und schrieb, dass ein deutscher Fürst Rüdiger, dem sie ihrem Gelübde beständiger Keuschheit gemäß die Hand verweigert hatte, Polen mit Krieg überzog. Sie besiegte ihn zwar, stürzte sich aber in die Weichsel, um Polen vor weiteren Kriegen zu bewahren.

Noch heute wird der Hügel Mogiła bei Krakau als ihr Grabmal bezeichnet.

Die Sage ist oft von polnischen Dichtern bearbeitet worden. Ebenso schrieb Zacharias Werner ein Drama Wanda. Auch Antonín Dvořáks Oper Wanda basiert auf dem Sagenstoff.

Der Slawist A.Brückner schrieb folgendes über Mag. Vincentius Kadlubek und stellte fest, dass dessen Sagen Erfindungen seien Nur ein einziger von allen, die sich je mit polnischer Urgeschichte beschäftigt haben, hat das Richtige eingesehen, der Lemberger Erzbischof Gregor von Sanok im XV. Jahrh. ... (er hat) die Angabe des Mag.Vincentius zurückgewiesen...Gregor erkannte richtig, dass allein die falsche Gleichung Poloni=Vandali den Mag.Vincentius zur Ansetzung seiner Vanda verführt hatte und wies sie folgerichtig ab; alle seine Nachfolger sind weniger vorsichtig gewesen und haben nur Irrthümer auf Irrthümer gehäuft. Da die Polen keinerlei Tradition aufweisen konnten, hat Mag. Vincentius die Legenden erfunden.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. K. Kumaniecki, Podanie o Wandzie w świetle źródeł starożytnych, Pamiętnik Literacki 22–23 (1925–26).
  2. K. Römer, Podanie o Kraku i Wandzie, Biblioteka Warszawska 1876.
  3. Polens sagenhaftes Beginnen, Vanda Seite 56,57
  4. J. Banaszkiewicz, Rüdiger von Bechelaren, którego nie chciała Wanda. Przyczynek do kontaktu niemieckiej Heldenepik z polskimi dziejami bajecznymi, Przegląd Historyczny, 75, 1984.
  5. A.Brückner, Archiv für slavische Philologie, V.Jagic 1901 Berlin, Seiten 224-230