Wangara (Volk)

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Die Wangara (andere Schreibweise Wankara und Vankara) waren die wichtigste Händlergruppe des westafrikanischen Mittelalters. Sie stammten aus dem Mande-Gebiet und ihre wichtigste Stadt war Dia an einem Nebenfluss des Niger zwischen Djenné und Timbuktu.

Berühmt wurden die Wangara durch den Goldhandel. Sie waren das unerlässliche Mittelglied zwischen den Produzenten der Goldfelder von Bure (Guinea) und Bambuk (Senegal) und den berberischen und arabischen Transsaharahändlern. Der Austausch der Waren erfolgte in den Hauptstädten der großen westafrikanischen Reiche Ghana, Mali und Gao. Die heute tätigen Nachfahren der Wangara sind die Diula-Händler.

Literatur[Bearbeiten]

  • Levtzion, Nehemia: Ancient Ghana and Mali, London 1973.
  • Massing, A. W.: The Wangara: An old Sonike diaspora in West Africa. In: Cahiers d'Études Africaines, 158, 2000.
  • Wilks, Ivor, "Wangara", Encyclopaedia of Islam, 2nd ed., vol. XI, 2002, 137-8.