Wanheimerort

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Duisburger Stadtwappen
Wanheimerort
Stadtteil von Duisburg
Karte
Karte von Wanheimerort
Basisdaten
Koordinaten: 51° 24′ 4″ N, 6° 46′ 3″ O51.4011111111116.7675Koordinaten: 51° 24′ 4″ N, 6° 46′ 3″ O
Fläche: 4,99 km²
Postleitzahl: 47055
Vorwahl: 0203
Bevölkerung [1]
Einwohner: 18.227 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 3653 Einwohner/km²
Ausländeranteil: 14,1 % (2561)
Gliederung
Stadtbezirk: Mitte
Ortsteilnummer: 509

Wanheimerort ist ein Stadtteil von Duisburg im Stadtbezirk Mitte mit 18.227 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2013).

Lage[Bearbeiten]

Wanheimerort liegt südlich der Duisburger Innenstadt. Im Norden liegen die Stadtteile Hochfeld und Neudorf mit dem Sportpark Duisburg. Im Osten befindet sich der Stadtteil Wedau. Südlich schließen sich die Stadtteile Buchholz und Wanheim-Angerhausen an. Im Westen bildet der Rhein eine natürliche Grenze, der Stadtteil liegt rechtsrheinisch. Gegenüber auf der anderen Rheinseite liegt der Stadtbezirk Rheinhausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Stadtteil Wanheimerort in Duisburg hat seinen Namen nach einer noch bis zum 18. Jahrhundert vorhandenen Rheininsel. Bis zur napoleonischen Zeit bildete er den südlichsten Zipfel des alten Herzogtums Kleve (von der Exklave Wanheim-Angerhausen abgesehen).

Noch zu Anfang des 19. Jahrhunderts war die gesamte Fläche vom Duisburger Stadtwald bedeckt. Die Rodung und Bebauung des Gebietes begann im Jahre 1841. Seit 1846 durchquert die Trasse der Cöln-Mindener Eisenbahn den Osten von Wanheimerort, die parallel dazu verlaufende B 8 teilt den Stadtteil in zwei Hälften. Größere Industriebetriebe siedelten sich vor allem entlang des Rheins an, die Bevölkerungszahl wuchs dadurch rasch bis auf etwa 30.000 Menschen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wanderten viele Industriebetriebe ab und Arbeitsplätze gingen verloren.

Heutiges Ortsbild[Bearbeiten]

Der westliche Teil von Wanheimerort ist geprägt von Mehrfamilienhäusern, hier findet man auch kleinere und mittlere Industriebetriebe. Unterbrochen werden diese von sechs Kleingartenanlagen, die grüne Oasen bilden. Dies sind: KGV Am Rheintörchen, KGV Feldmark, KGV Fuchspfad, KGV Hardtmühle, KGV Heimaterde, KGV Grüner Winkel, KGV Kulturstrasse. Im östlichen Stadtteil wird das Bild durch kleinere Häuser, viel Grün und dem Zugang zum Stadtwald bestimmt.

Direkt an der Einkaufsmeile auf der Fischerstraße schließt sich der Michaelplatz an. Er ist der Mittelpunkt Wanheimerorts. Jeden Dienstag und Donnerstag bieten die Markthändler ihre Waren an. Einmal im Jahr trifft sich hier auch der Schützenverein und es gibt alljährlich Auftritte von Interpreten, Karaoke-Wettbewerbe und verkaufsoffene Sonntage auf der Fischerstraße. Am "Tag der Vereine" stellen sich verschiedene Vereine, Parteien und andere Organisationen vor. Für Unterhaltung sowie Essen und Trinken ist hier immer gesorgt. Die Veranstaltung fand bis 2011 jedes Jahr im Juni/Juli, ab 2011 findet sie in der ersten Maihälfte statt.

Sehenswertes[Bearbeiten]

  • In Duisburg-Wanheimerort befindet sich auch das Feuerwehrhaus der 1859 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Löschgruppe 102 Altstadt, der ältesten Freiwilligen Feuerwehr Nordrhein-Westfalens.
  • 1926/27 entstand die Dickelsbachsiedlung. Als Teil der Route der Industriekultur ist sie, mit ihren schmalen Typenhäusern, ein ausgewiesenes Stück Industriegeschichte.[2] Auch als Filmkulisse wurde die Siedlung schon genutzt. Ein Filmteam um Regisseur Florian Schönherr drehte hier Szenen zum Film "Bonanza".
  • Im September 2006 wurde auf der Fischerstraße die durch zwei Bodenleuchten angestrahlte Stele des Bildhauers Arnd Sondermann auf dem umliegenden Michaelplatz eingeweiht. Die Stele ist ein Geschenk des Wanheimerorter Bürgervereins von 1874 e. V. und zeigt die Zweiteilung durch die Düsseldorfer Straße. Das die beiden Stelen verbindende Edelstahlkabel symbolisiert die beiden Kabelwerke, die früher im Stadtteil wichtige Wirtschaftsunternehmen waren.
  • Neben einigen älteren Häusern aus der Jahrhundertwende und des Jugendstils, gibt es noch zwei Luftschutzbunker, in Form der Hochbunker im Stadtteil. Einer befindet sich an der Eschenstraße/Ecke Nikolaistraße und der andere an der Eberstraße. Der Bunker Eschenstraße/Nikolaistraße wird von Musikern genutzt, der Bunker Eberstraße steht leer.
  • Ein Tiefbunker befindet sich noch unter dem Michaelplatz. Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg für den Katastrophenschutz hergerichtet. Der Bunker ist wieder zugänglich und kann von Bürgern oder Passanten jederzeit betreten werden.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

In Duisburg-Wanheimerort verkehrt u.a. die Straßenbahnlinie 903 der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) von Hüttenheim bis Dinslaken sowie die Stadtbahnlinie U79 von der Rheinbahn Düsseldorf/DVG von Düsseldorf bis Duisburg-Meiderich.

Am S-Bahn-Haltepunkt Duisburg-Schlenk", der an der Bahnstrecke Köln–Duisburg liegt, verkehrt die S-Bahn-Linie S1 von Dortmund Hbf über Duisburg Hbf nach Solingen Hbf.

Duisburg-Wanheimerort ist auch über die A 59 über die Abfahrt Nr. 13 zu erreichen.

Schulen[Bearbeiten]

Der Stadtteil Wanheimerort in Duisburg besitzt

  • zwei Gemeinschaftsgrundschulen (Habichtstraße und Eschenstraße), sowie
  • eine katholische Grundschule (Eschenstraße). Weiterführende Schulen sind
  • die Hauptschule an der Hitzestraße (Hitzeschule) sowie
  • die Karl-Lehr-Realschule an der Wacholderstraße. Daneben gibt es noch
  • eine Förderschule an der Eschenstraße sowie
  • die Schule für hör- und sprachbehinderte Kinder an der Kranichstraße.

Kirchengemeinden und religiöse Gemeinschaften[Bearbeiten]

Die Katholische Gemeinde besteht zur Zeit aus den Bezirken um St. Michael und St. Petrus Canisius und ca 7.500 Gemeindeglieder. Die Evangelische Gemeinde Wanheimerort besteht aus dem 1. Bezirk mit der Gnadenkirche und dem 4. Bezirk mit dem Gemeindehaus Vogelsangplatz und hat zur Zeit ca. 5000 Gemeindeglieder. Daneben gibt es noch mehrere Freikirchliche Gemeinden (Freie evangelische Gemeinde Eschenstraße; Gemeinde der Christen Ecclesia, Fischerstraße). Die islamische DITIB-Gemeinde hat eine Moschee an der Ecke Fischerstraße/Wanheimer Straße. Am 5. Oktober 2006 besuchte der Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise Köhler die DITIB-Gemeinde in Wanheimerort.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Einwohnerstatistik der Stadt Duisburg vom 31. Dezember 2013 (PDF; 21 kB)
  2. Dickelsbachsiedlung auf "route-industriekultur"