Wappen der Volksrepublik China

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Wappen der Volksrepublik China
Wappen der Volksrepublik China
Tor des himmlischen Friedens mit Staatswappen

Das Staatswappen der Volksrepublik China wurde am 23. Juni 1950 von der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes angenommen. In der offiziellen deutschen Übersetzung der chinesischen Verfassung von 1982 heißt es:

Das Staatswappen der Volksrepublik China zeigt in der Mitte das von fünf Sternen überstrahlte Tiananmen, umgeben von einem Ährenkranz, darunter ein Zahnrad. (Artikel 137)

[Bearbeiten] Symbolik

Das Wappen der Volksrepublik China zeigt im Zentrum das Tor des Himmlischen Friedens, erleuchtet von den fünf Sternen. Umrahmt wird das kreisförmige Wappen von einem Ährenkranz mit einem Zahnrad als Abschluss. Die Ähren symbolisieren die Landwirtschaft, das Zahnrad die Industrie.

Das Tiannamen ist das Tor und der Platz des himmlischen Friedens, dort ist auch der Eingang zur Verbotenen Stadt.

Der große Stern symbolisiert die Kommunistische Partei, die vier kleineren Sterne symbolisieren die „vier Klassen“ - Arbeiter, Bauernstand, Intellektuelle und die nationale Bourgeoisie - auf die sich die politische Macht der Volksrepublik China stützen soll.

Lt. Fischer Weltalmanach 2006 stehen die vier kleinen Sterne für Arbeiter, Bauern, Kleinbürger und patriotische Kapitalisten.

[Bearbeiten] Geschichte

Kurz vor der Gründung der Volksrepublik China im Jahr 1949 wurden die Qinghua-Universität und das Zentrale Institut für bildende Kunst beauftragt, eine Sondergruppe zum Entwurf eines Staatswappens zu gründen. Durch Vergleiche der eingesandten Vorschläge entschied man sich für einen Entwurf, den die Professoren der Qinghua-Universität und des Zentralen Instituts für bildende Kunst ausarbeiteten.

Dieser Wappenentwurf und seine Erläuterung wurde am 18. Juni 1950 in der zweiten Plenartagung der Konsultativkonferenz angenommen und am 20. September 1950 auf Befehl Mao Zedongs bekanntgegeben.

Zur Entstehung des Staatswappens wird folgende Anekdote überliefert: Im Winter 1942 war Zhou Enlai zu Gast bei Song Qingling in Chongqing und sah auf dem Tisch zwei Getreideähren liegen, die Bauern geschickt hatten. Auf die Bemerkung, diese Ähren seien wie Gold, meinte Song Qingling:

„Sie sind wertvoller als Gold! 80 Prozent der chinesischen Bevölkerung sind Bauern. Wenn es Jahr für Jahr reiche Ernte gibt, kann das Volk ein Leben in Wohlstand führen.“

Zhou Enlai äußerte dazu:

„Wenn unser Land befreit ist, müssen wir die Ähren in das Staatswappen aufnehmen.“

Als das Staatswappen der Volksrepublik China entworfen wurde, brachte Zhou Enlai als Ministerpräsident diesen Vorschlag ein, der dann auch umgesetzt wurde.

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