Wappen von Hamburg (Schiff, 1955)

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Die Wappen von Hamburg von 1955 war das erste der Seebäderschiffe der HADAG Seetouristik und Fährdienst AG (nachmalig Förde Reederei Seetouristik) mit diesem Namen – von denen die dritte Wappen von Hamburg das bekannteste ist.

Sie wurde für den Helgoland-Fährbetrieb gebaut und liegt in schlechtem Zustand heute als Faithful in Rio Vista, Kalifornien.

Geschichte[Bearbeiten]

Helgoland-Fährdienst 1955–1962[Bearbeiten]

Bei Blohm & Voss (damals Steinwerder Industrie A.G.) gebaut, wurde sie auf der Route zwischen Hamburg und Helgoland eingesetzt. Aufgrund ihrer mit etwa 17,5 Knoten relativ geringen Geschwindigkeit ersetzte sie die HADAG bereits nach sechs Jahren durch einen Neubau, die zweite Wappen von Hamburg, die mit einer Geschwindigkeit von 21,5 Knoten schneller war. Durch die kürzer dauernde Überfahrt verlängerte sich die Aufenthaltsdauer der Tagestouristen auf Helgoland deutlich.

Delos 1962–1967[Bearbeiten]

Das Schiff wurde Ende 1961 für 375.000 Pfund Sterling nach Griechenland verkauft und in Delos umbenannt

Polar Star 1967–1970[Bearbeiten]

1967 wurde das Schiff dann nach Kanada verkauft und als Polar Star für Abenteuerreisen in die Polarregionen eingesetzt.

Pacific Star 1970–1972[Bearbeiten]

1970 wurde das Schiff an West Cruise Lines Ltd verkauft und in Pacific Star umbenannt.

Xanadu 1972–1998[Bearbeiten]

1972 wurde es dann in Xanadu umbenannt, nachdem es von Xanadu Cruises übernommen wurde. 1982 war das Schiff Wohnschiff einer schwimmenden Krabbenfarm. Seit Ende 1982 wurde die ehemalige Wappen von Hamburg nicht mehr reaktiviert und mehrfach verkauft, 1991 wurde ein Umbau als Kinderhospital in der Karibik geplant, was auch nicht realisiert wurde.

Faithful 1998-2009[Bearbeiten]

1998 erschien der Name Faithful. Nach einem erneuten Verkauf in dem Jahre 2003 sollte es in Xanadu2 umbenannt werden, jedoch blieb der alte Name bestehen.

Aurora seit 2009[Bearbeiten]

Am 20. September 2005 traf das Schiff in einem sehr schlechten Zustand unter dem Namen Faithful im Schlepp bei einer Werft in Alameda in der Nähe von San Francisco ein. Dort sollte die Namensänderung in Aurora stattfinden, die vorerst aber auch nicht vorgenommen wurde. 2008 wurde die Faithful nach Rio Vista geschleppt. Dort lag sie noch im Dezember 2009. Es gab zwischenzeitig Pläne für eine Versenkung als künstliches Riff.

Im September 2009 wurde die Faithful in Aurora umbenannt und seitdem wird das Schiff restauriert. Das Schiff soll nach San Francisco verbracht werden, um dort weiter instand gesetzt zu werden mit dem vorläufigen Ziel, sie als Restaurant zu nutzen und sie mittelfristig wieder in Fahrt zu bringen. Mittlerweile ist das Schiff, vor kurzer Zeit noch im sehr schlechten Zustand, wieder mit einem neuen, weißen Anstrich versehen worden und scheint demnächst reaktiviert zu werden.

Schwesterschiffe[Bearbeiten]

Bunte Kuh (Stella Solaris)[Bearbeiten]

Die Bunte Kuh lief 1957 bei der Norderwerft in Hamburg als Schwesterschiff der Wappen von Hamburg vom Stapel. Ihren Namen hatte sie nach Simon von Utrechts legendärem Führungsschiff Bunte Kuh, welches den Seeräuber Klaus Störtebeker um 1401 zur Strecke brachte. Sie war bis 1963 im Dienst Cuxhaven nach Helgoland in Einsatz. Danach wurde das Schiff als Stella Solaris nach Griechenland verkauft.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Helgoland, cruiseshipodyssey.com – zum Helgoland-Fährbetrieb
  • [1], aurorayacht.wordpress.com - zur neuen Verwendung der ehemaligen Wappen von Hamburg

Einzelnachweise[Bearbeiten]