Waraji

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Waraji
Getragene Waraji der Tendai-Mönche des Sennichi Kaihōgyō

Waraji [w̜aɺadʑi] (jap. 草鞋) sind japanische Sandalen, die aus verschiedenen dauerhaften Pflanzenfasern gefertigt werden (Hanf, Stängel von Myouga (eine Ingwer-Art, Zingiber mioga), Palmfasern, Baumwollschnüre, Reisstroh u. a.) Im alten Japan waren sie die Fußbekleidung der einfachen Leute. Im Laufe der Gekokujo-Periode, die von Bauernaufständen geprägt war, wurde das Tragen von Waraji auch unter Samurai populärer – im gleichen Maße, wie sich auch der Kampf zu Fuß durchsetzte. Heutzutage werden sie in erster Linie von traditionell orientierten buddhistischen Mönchen getragen.

Traditionell tragen sie die Japaner mit vorn überstehenden Zehen, d. h. nach europäischen Maßstäben zu kurz.

Die Waraji werden je nach Zweck auf verschiedene Art (zum Beispiel nakachi-nuki, yotsu-chigake und takano-gake) gebunden. Ein Mönch bindet sie also anders als ein Bauer, ein Soldat oder ein Städter.

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