Warburger Börde

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Sicht vom Desenberg auf die Warburger Börde

Die Warburger Börde ist eine überwiegend baumlose Bördenlandschaft im Regierungsbezirk Detmold im äußersten Osten Nordrhein-Westfalens, die zu geringen Teilen auch im Regierungsbezirk Kassel in Hessen liegt.

Geographie[Bearbeiten]

Als naturräumliche Einheit breitet sich die Warburger Börde zwischen Eggegebirge im Nordwesten, Oberwälder Land im Norden und Osten und Westhessischem Bergland im Süden aus. Sie ist Teil des oberen Weserberglands und damit der deutschen Mittelgebirgsschwelle.

An der Warburger Börde, die sich überwiegend im Kreis Höxter befindet, haben Borgentreich und Warburg wesentlichen Anteil. Willebadessen sowie Breuna und Liebenau grenzen an das Gebiet.

Die leicht hügelige Landschaft der Warburger Börde wird von weiten Ackerflächen bestimmt und ist besonders im Kerngebiet fast baumlos. Sie liegt durchschnittlich auf rund 200 m ü. NN. Ihre höchste und zugleich markanteste Erhebung ist mit 343,6 m ü. NN der Basaltkegel Desenberg, der von der Ruine der Burg Desenberg gekrönt wird.

Entwässert wird die Warburger Börde unter anderem durch die Fließgewässer Taufnethe im Nordwesten, Bever im Nordosten und Eggel, der innerhalb der Bördenlandschaft zum Beispiel von Eder und Mühlenbach gespeist wird, und Vombach im Süden.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Warburger Börde ist sehr fruchtbar und wird seit jeher intensiv landwirtschaftlich genutzt. Auch noch heute spielt die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle. Neben Getreide und anderen Feldfrüchten werden insbesondere Zuckerrüben angebaut.

Historische Bedeutung[Bearbeiten]

Die Warburger Börde besitzt Böden mit sehr hoher Qualität und der höchsten Bodenwertzahl in Westdeutschland [1]. Aus diesem Grunde haben sich dort schon mehr als 5000 Jahre vor Christi Geburt, zur Zeit des Frühneolithikums, Menschen angesiedelt. Die Börde zählt zu den ersten Landschaften Mitteleuropas, in denen Menschen sesshaft wurden. Siedlungsspuren bäuerlicher Kultur sind in zwei linienbandkeramischen Siedlungen am westlichen Rand der Warburger Börde (Hohenwepel, Peckelsheim) gefunden worden.

Literatur[Bearbeiten]

  • Emil Meynen (Hrsg.): Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands. Selbstverlag der Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen 1953-1962 (Teil 1, enthält Lieferung 1-5)
  • Hans Joachim Betzer: Schwarzerden der Warburger Börde - Relikte der Erd- und Klimageschichte. Jahrbuch Kreis Höxter 2003, Seite 183-190.

Filmdokumentation[Bearbeiten]

  • Wunderschönes NRW: Das Warburger Land. Die romantische Bördelandschaft zwischen Diemel und Eggegebirge. Dokumentation, Deutschland 2005. 30 Minuten

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Joachim Betzer: Schwarzerden der Warburger Börde - Relikte der Erd- und Klimageschichte. Jahrbuch Kreis Höxter 2003, S. 189. Kapitel: Lüdgeneder - höchste Bodenpunktzahl in Deutschland (West)

51.5166666666679.2166666666667Koordinaten: 51° 31′ 0″ N, 9° 13′ 0″ O