Warenrotation

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Dieser Artikel beschreibt Abverkaufsgeschwindigkeit eines Produkts im Einzelhandel. Zur Lagerhaltungskennzahl siehe Lagerumschlagshäufigkeit.

Die Warenrotation bezeichnet die Abverkaufsgeschwindigkeit eines Produkts und wird meist in Rotationen pro Jahr, je nach Branche aber auch pro Monat, Woche (Lebensmittelbranche) oder gar Tag (Kiosk) erhoben. Nach der reinen Lehre und der Begriffsbedeutung folgend wird ein Artikel anhand der sog. Warenrotationszahl eingeordnet: Je höher die Warenrotationszahl ist, umso höher ist also entsprechend der Jahres-, Monats- oder Tagesabsatz des Produkts. Dabei haben sich die drei Begriffe Schnelldreher, Mitteldreher und Langsamdreher etabliert. Die Unterscheidung erfolgt sowohl generell für den Gesamtmarkt für einzelne Produkte bzw. Produktgruppen, als auch innerhalb des Warensortiments eines Geschäfts bzw. einer Handelskette und auch dort innerhalb einzelner Warengruppen. So gibt es beispielsweise im Monitorsortiment eines Computergeschäfts immer bei der Gesamtzahl der Kunden wenige besonders (un)beliebte Produkte und einen mehr oder weniger großen „Mittelbereich“.

Der Kennwert ist also kein Selbstzweck, sondern ein wichtiger Hinweis für das Bestellwesen. Diese Kennwert-Ermittlung erfolgt jedoch bei manchen Warenwirtschaftssystemen über den umgekehrten Weg durch die Berechnung der durchschnittlichen Verweildauer der einzelnen Produkte im Verkaufsregal.

Schnelldreher[Bearbeiten]

Schnelldrehende Produkte, auch Fast Moving Consumer Goods (FMCG), Fast Moving Consumer Products oder Renner genannt, sind Warengüter, die schnell im Verkaufsregal wechseln bzw. rotieren. Darunter fallen Konsumgüter des täglichen Bedarfs, wie Nahrungsmittel, Körperpflegeprodukte, Reinigungsmittel etc., die Konsumenten häufig (z. B. wöchentlich), spontan, in der Regel routiniert und ohne lange zu überlegen einkaufen. Grund dafür ist bei den Gütern des täglichen Bedarfs der relativ niedrige Preis und die relativ einfache Substituierbarkeit der qualitativ häufig gleichwertigen Produkte (im Gegensatz z. B. zu Investitionsgütern oder Luxusgütern). Aber auch auf Letztere wird der Begriff angewendet, wenn es sich um Aktionsware handelt (beispielsweise Computer vom Lebensmitteldiscounter oder Kochtöpfe vom Kaffeeröster).

Langsamdreher[Bearbeiten]

Als Langsamdreher, auch Penner, Ladenhüter oder C-Artikel genannt, bezeichnet man Waren, die nur eine geringe Lagerumschlaggeschwindigkeit bzw. Verkaufsfrequenz haben, also nur sehr schleppend verkauft werden. Sie wurden entweder qualitativ oder quantitativ am Markt und den realen Bedürfnissen vorbei produziert und beanspruchen in der Regel teure Lagerkapazitäten. Mitunter verkauft man solche Waren letztlich nur noch als Billigartikel oder entsorgt sie als Müll.

Siehe auch[Bearbeiten]