Wartmannsroth
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Bad Kissingen | |
| Höhe: | 340 m ü. NN | |
| Fläche: | 53,45 km² | |
| Einwohner: | 2282 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 43 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97797 | |
| Vorwahl: | 09737 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 72 161 | |
| Gemeindegliederung: | 7 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstr. 15 97797 Wartmannsroth |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jürgen Karle (Freie Wählergemeinschaft) | |
Wartmannsroth ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Wartmannsroth liegt in der Region Main-Rhön.
Es existieren folgende Ortsteile: Dittlofsroda, Heiligkreuz, Schwärzelbach mit Neuwirtshaus, Völkersleier mit Heckmühle, Waizenbach, Wartmannsroth und Windheim.
[Bearbeiten] Geschichte
Als Amt des Hochstiftes Fulda zugunsten Erzherzog Ferdinand von Oraniens säkularisiert im Jahr 1803, fiel es 1806 als Teil der "province de Fulde" an Frankreich (ab 1810 ein Departement des Großherzogtums Frankfurt des Fürstprimas von Dalberg) und wurde auf dem Wiener Kongress 1815 Österreich zugesprochen. Seit dem Münchner Vertrag 1816 gehört der Ort zu Bayern.
Sowohl in dem Ortsteil Dittlofsroda (dort Zum Schondratal 2-8) als auch im Ortsteil Völkersleier (dort in der Frohnstraße 4) befanden sich für die jüdische Bevölkerung der Orte Synagogen, die beim Novemberpogrom 1938 von SA-Männern geschändet bzw. zerstört wurden. Gedenktafeln erinnern an dieses Geschehen.[1]
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2.476, 1987 1.983, 2000 1.776, 2006 2.522 Einwohner gezählt.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeister ist Jürgen Karle. Er wurde im Jahr 2008 Nachfolger von Herbert Kohlhepp. Seine Stellvertreter sind Edgar Lutz und Kurt Selbert.
[Bearbeiten] Gemeinderat
Nach der letzten Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 85,6%. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:
| Freie Wählergemeinschaft Schwärzelbach | 4 Sitze | (26,0%) | |
| Freie Wählergemeinschaft Völkersleier-Heckmühle | 3 Sitze | (17,1%) | |
| Freie Wählergemeinschaft Dittlofsroda | 2 Sitze | (14,0%) | |
| Wählergemeinschaft | 2 Sitze | (15,0%) | |
| Wählergemeinschaft Windheim | 1 Sitz | (11,5%) | |
| Freie Wählergemeinschaft Waizenbach | 1 Sitz | (9,7%) | |
| Freie Wählergemeinschaft Heiligkreuz | 1 Sitz | (6,7%) |
Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.
[Bearbeiten] Wappen
Blasonierung
Gespalten; vorne in Silber ein frei schwebendes schwarzes Tatzenkreuz, hinten geteilt von Silber und Blau; oben in rotem Balken drei eingebogene goldene Pfähle, unten ein mit drei blauen Ringen belegter silberner Schrägbalken.
Wappengeschichte
Die Gemeinde Wartmannsroth entstand 1978 durch Zusammenlegung der ehemals selbständigen Gemeinden Dittlofsroda, Schwärzelbach, Völkersleier, Waizenbach, Wartmannsroth und Windheim. Die Gemeinden führten davor eigene Wappen, die durch die Neubildung der heutigen Gemeinde untergegangen sind. Lediglich das Wappen von Völkersleier blieb erhalten und ist heute das Wappen der neuen Gemeinde Wartmannsroth. Der Grund für diese Entscheidung war die Erkenntnis, dass die Wappensymbole auch für die gesamte neue Gemeinde sprechen. Das ganze Gemeindegebiet gehörte historisch zum Fürstsift Fulda, wofür im Wappen das schwarze fuldische Kreuz steht. Die hintere Wappenhälfte enthält oben das Stammwappen der Freiherrn von Thüngen die im Mittelalter großen Besitz im Gemeindegebiet besaßen. Unten steht das Wappen des Fürstbischofs von Würzburg, Julius Echter von Mespelbrunn, der dem Juliusspital in Würzburg, das seinen Namen trägt, einen großen Teil des Gemeindegebiets von Völkersleier schenkte.
Das Wappen wurde von der Regierung von Unterfranken am 15. Februar 1979 verliehen.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 793 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 70 T€.
[Bearbeiten] Amtliche Statistik
Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 5, im produzierenden Gewerbe 174 und im Bereich Handel und Verkehr 56 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 104 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 823. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 138 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3366 ha, davon waren 2380 ha Ackerfläche und 976 ha Dauergrünfläche.
[Bearbeiten] Kleinbrennereien
Besonders erwähnenswert sind die zahlenmäßig in Wartmannsroth stark vertretenen landwirtschaftlichen Abfindungsbrennereien. Die Brennerei Anton Bischof gilt als die nördlichste Whisky-Brennerei Bayerns.[2]
[Bearbeiten] Bildung
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):
- einen Kindergarten und 100 Kindergartenplätze mit 44 Kindern
- eine Volksschule mit vier Lehrern für 67 Schüler
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 197
- ↑ vgl. die Angaben unter Armond Dishers WhiskyNews
[Bearbeiten] Weblinks
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