Warwick Davis

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Warwick Davis im November 2006

Warwick Davis (* 3. Februar 1970 in Epsom, Surrey, England) ist ein britischer Schauspieler. Er ist nach eigener Aussage genau „3 ft. 6“ groß – also ca. 108 cm.

Karriere[Bearbeiten]

Davis’ erster Filmauftritt war der des Ewok Wicket, einer Art aufrecht gehenden Bärenwesens, in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ an der Seite von Prinzessin Leia. Weniger bekannt ist, dass er während der Produktion des Films einen eigenen Film als Wicket mit der Unterstützung von „Star-Wars“-Assistenzregisseur David Tomblin machte, welcher aber nicht herausgebracht wurde. Davis nahm seine Rolle des Wicket für die Ewok-Filme erneut auf. Er musste hinnehmen, dass er für manche Rollen in „Star-Wars“-Filmen nicht im Abspann erschien.

Gelegentlich spielte Davis auch Theater – so am Gordon Craig Theatre (UK) oder am Milton Keynes Theatre (UK). Hier spielte er in den Jahren 1988–1990, 1992–1995, 1997, 1998 und 2005 im Stück „Schneewittchen und die 7 Zwerge“, wobei die Rollen wechselten (Prof., Doc, Happy oder Sleepy). 1996 spielte er in „Peter Pan“ die Rolle des Smee, 1999 in „Aladdin“ den Ringgeist.[1]

Davis’ Rollen erfordern oft einen immensen Maskenaufwand, gelegentlich sogar eine Ganzkörpermaske, sodass er trotz seiner vielen Rollen und Filme den meisten Zuschauern immer noch unbekannt ist. Sein Gesicht ist den wenigsten bekannt, allenfalls als Titelheld aus dem Film „Willow“ oder aber als Oberon aus dem preisgekrönten Drama „Ray“.

Paradoxerweise sind seine Charaktere umso bekannter, je weniger man von Davis selbst sieht. So gehören zu seinen bekanntesten Rollen neben dem Ewok Wicket auch der Professor Flitwick aus den „Harry-Potter“-Filmen, der mörderische Leprechaun aus „Leprechaun – Der Killerkobold“ und Fortsetzungen sowie der depressive Android Marvin aus dem Film „Per Anhalter durch die Galaxis“.[2] Die englische Original-Stimme des Roboters war allerdings nicht die von Davis, sondern die seines Landsmannes Alan Rickman. Auf dem Soundtrack von Leprechaun in the Hood, versuchte sich Warwick als Rapper.[3]

Warwick Davis ist auch heute noch einer der meistbeschäftigten kleinwüchsigen Schauspieler. Neben seiner Schauspielkarriere ist Davis Mitbegründer und -inhaber einer Talentagentur namens Willowmanagement, die sich ursprünglich auf die Vermittlung kleiner Darsteller zwischen drei und fünf Fuß (90–150 cm) Körpergröße spezialisierte, inzwischen aber auch Darsteller vermittelt, die das genaue Gegenteil sind, nämlich mindestens 7 Fuß (210 cm) groß. Zu seinen Klienten gehören so bekannte Namen wie Kenny Baker, der den Roboter R2D2 in den „Star Wars“-Filmen spielte.[4]

Zukünftig wird Davis die Hauptrolle in einer Sitcom im britischen Fernsehen spielen. Der Titel der von den beiden Erfolgsautoren Ricky Gervais und Stephen Merchant (bekannt durch The Office und Extras) geschriebenen Serie lautet Life's Too Short. Wie schon bei The Office wird es sich dabei um eine Mockumentary handeln; Warwick Davis spielt sich darin selbst.

Filmographie[Bearbeiten]

Dazu kommen etliche Theaterstücke sowie fürs Fernsehen produzierte Filme und Werbespots.

Davis spielte zum Beispiel 2013 den „Emperor“ / Porridge in der Folge „Nightmare in Silver“ der Britischen SciFi-Serie Doctor Who.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Connie’s Warwick Davis Fanpage
  2. Exclusive Interview: Warwick Davis Reflects on Leprechaun Franchise, Harry Potter and More
  3. B-Sides: Leprechaun Busts a Rhyme
  4. Willowmanagement – The Biggest Agency For Short Actors In The World

Weblinks[Bearbeiten]