Wasbüttel
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Gifhorn | |
| Samtgemeinde: | Isenbüttel | |
| Höhe: | 67 m ü. NN | |
| Fläche: | 6,51 km² | |
| Einwohner: |
1863 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 286 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 38553 | |
| Vorwahl: | 05374 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GF | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 51 037 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Mittelstraße 1 38553 Wasbüttel |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Lothar Lau | |
| Lage der Gemeinde Wasbüttel im Landkreis Gifhorn | ||
Wasbüttel ist eine Gemeinde im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Wasbüttel liegt zwischen den Naturparks Südheide und Elm-Lappwald im Dreieck der Städte Wolfsburg, Braunschweig und der Kreisstadt Gifhorn. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Isenbüttel an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Isenbüttel hat.
Nachbargemeinden [Bearbeiten]
Benachbarte Gemeinden sind Isenbüttel, Calberlah und Meine.
Geschichte [Bearbeiten]
Die Gemeinde wurde 1022 als Wilradesbutile erstmals urkundlich erwähnt. (Zur Ortsnamensendung siehe -büttel.) Wasbüttel gehörte zur Verwaltung des Grafen Liudolf im Derlingau. Später herrschten hier die Brunonen und die Welfen. Nach der welfischen Teilung von 1267 wurde das Gebiet zusammen mit den anderen Orten des Papenteichs dem Fürstentum Braunschweig zugeschlagen.
Von 1428 bis 1885 war Wasbüttel Bestandteil des Fürstentums Lüneburg, danach des Regierungsbezirks Lüneburg. Aus der Schulchronik der Grundschule Wasbüttel geht hervor, dass Wasbüttel im November 1904 erstmals an das Fernsprechnetz angebunden wurde.[2]
Heute gibt es in Wasbüttel nur noch wenige Bauernhöfe, die meisten Wasbütteler pendeln täglich ins nahe gelegene Volkswagenwerk.
Einwohnerentwicklung [Bearbeiten]
Wasbüttel war schon früh eine haufendorfähnliche Anlage: Im Jahr 1489 sind 1 Vollhof, 6 Halbhöfe, 3 Kötner mit Land und 12 ohne Land registriert.
1650 bestand Wasbüttel aus 9 Ackerhöfen, 16 Kötnern und 1 Brinksitzer. 1811 ergab die erste Zählung 217 Einwohner in über 30 Wohngebäuden, 1858 waren es bereits 334 Einwohner in 55 Wohngebäuden, 1925 wohnten 381 Einwohner in 82 Wohngebäuden.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs siedelten sich viele Heimatvertriebene in Wasbüttel an: Verglichen mit 1925 lebten 1950 fast doppelt so viele Einwohner (709) in Wasbüttel, 1968 waren es bereits 213 Wohngebäude.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Aus den letzten Kommunalwahlen im Jahr 2011 ergab sich folgende Zusammensetzung des Gemeinderates (in Klammern die Ergebnisse des Jahres 2006):
- CDU: 55,11 % (64,17 %), 6 Sitze (7 Sitze)
- SPD: 27,71 % (35,83 %), 3 Sitze (4 Sitze)
- Bündnis 90/Die Grünen: 12,27 % ( - ), 1 Sitz ( - )
- Rainer Schinkel (parteilos): 4,9 % ( - ), 1 Sitz ( - )
Die Wahlbeteiligung betrug 64,96 % (62,73 %).
Bürgermeister [Bearbeiten]
Lothar Lau (CDU) ist in dritter Amtsperiode als ehrenamtlicher Bürgermeister tätig. Erstmals mit der Wahl am 2. November 2001 gewählt, wurde er mit den Wahlen 2006 und 2011 bestätigt.
Wappen [Bearbeiten]
Das Wasbütteler Wappen zeigt auf rotem Grund in der Mitte ein Mühlrad, überdacht von einem Gebäude und unter dem Mühlrad einen Wasserlauf. Diese Darstellung bezieht sich auf die ehemalige Wasbütteler Wassermühle, die von der Hehlenriede (einem durch das Dorf fließenden Bach) angetrieben wurde.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
Im alten Ortskern stehen noch viele alte Gebäude, wie die aus Natursteinen gebaute Kapelle, die alte Schule daneben und auf der gegenüberliegenden Seite der Straße ein altes Fachwerkhaus, in dem früher der Dorfschmied lebte. Der Ortskern ist außerdem geprägt vom Schulgarten, der vom Lehrer bewirtschaftet wurde und 4 weiteren Bauernhöfen. Zwei davon fallen durch ihre markanten Torbögen auf.
Jahrelang war man sich nicht darüber einig, was mit der alten Schule geschehen sollte. Da sie unter Denkmalschutz steht, jedoch sanierungsbedürftig war, ließ sie sich so nicht mehr vermieten. Anfang 2008 kaufte die Gemeinde das alte Gebäude von der Realgemeinde und sanierte es von 2009 bis November 2010. Im Erdgeschoss befindet sich nun das Gemeindebüro. Alle anderen Räume im Erd- und Obergeschoss einschließlich einer eingerichteten Schulstube stehen den Bürgern zur Verfügung. Auf der Streuobstwiese am südlichen Dorfrand steht das mit Lehm verputzte Strohballenhaus, das der Grundschule Wasbüttel dort als Unterrichtsraum dient.
Am Köweken befindet sich die moderne Friedenskirche der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wasbüttel (Baptisten).
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Alle zwei Jahre wird von engagierten Bürgern der Wasbütteler Weihnachtsmarkt veranstaltet. Bisher konnten so 10.000 Euro dem hannoverschen Verein für krebskranke Kinder übergeben werden.
- Ebenfalls alle zwei Jahre organisiert die Freiwillige Feuerwehr eine ca. 30 km lange Fahrrad-Rallye, bei der man die Umgebung neu entdecken und knifflige Fragen beantworten kann.
- Am ersten Sonnabend im Mai gibt es seit 1992 auf dem Haselhof die Südkreisfete. Inzwischen zieht diese Party mit Bier- und Bacardi-Theke, Weingarten und Live Musik mehr als 2000 Gäste auch aus den umliegenden Kreisen an. Die Organisation liegt in den Händen der Landjugend Isenbüttel.
- Der Nabu Isenbüttel feiert Anfang Mai auf der Streuobstwiese das Blütenfest. Dort steht auch das Strohballenhaus der Wasbütteler Grundschule das mit Hilfe der Berufsbildenden Schulen II Gifhorn, der Technikerschule Braunschweig und vielen Freiwilligen aus Wasbüttel und des Nabu erstellt wurde.
- Der Schützenverein Wasbüttel veranstaltet jedes Frühjahr das Volks- und Schützenfest.
- Durch den Sportverein (MTV) wird alljährlich die Sportwoche durchgeführt.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
- Wasbüttel liegt westlich der Autobahn A39, die von Braunschweig nach Wolfsburg führt und östlich der Bundesstraße B4.
- Der Elbe-Seitenkanal zweigt östlich der Gemeinde vom Mittellandkanal ab.
Schule [Bearbeiten]
Die Grundschule Wasbüttel zählt zu den verlässlichen Grundschulen und wird gegenwärtig von ca. 105 Schülern besucht.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
- ↑ Die Geschichte der Grundschule Wasbüttel
Weblinks [Bearbeiten]
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