Waschmühltalbrücke
Die Waschmühltalbrücke, eigentlich zwei parallel verlaufende Brücken, ist eine monumentale Brücke über das steil eingeschnittene Waschmühltal nördlich der Stadt Kaiserslautern. Sie wurde von 1935 bis 1937 für die Reichsautobahn (heute Autobahn A6) von Saarbrücken nach Mannheim gebaut. Die Pläne stammen von Fritz Todt, dem „Generalinspekteur für den deutschen Straßenbau“, und dem Stuttgarter Architekten Paul Bonatz. Ein Modell der Brücke befindet sich im Deutschen Museum.
Die 265 m lange Brücke besteht aus einer Folge von zehn Bögen (lichte Weite 18,75 m), die auf je neun mit Sandstein verkleideten konischen Pfeilern aus Stampfbeton ruhen. Die beiden Richtungsfahrbahnen der Autobahn führen in maximal 32 m Höhe über zwei parallel laufende Arkaden. Der Abstand der beiden Brücken beträgt 4 m.
Bezüglich der Gestaltung des Brückenbauwerkes schreibt Ruven Theobald im Architekturführer Kaiserslautern des Lehrgebietes Geschichte und Theorie der Architektur der TU Kaiserslautern:[1]
„Aufgrund ihrer Entstehungszeit kann die Waschmühltalbrücke nicht getrennt vom ideologischen Gedankengut des Nationalsozialismus betrachtet werden. Innerhalb der Brückenideologie dieser Zeit markieren die Steinbogenbrücken einen Höhepunkt. Bei dem Streben nach immer monumentaleren Formen kam es zu einer Abkehr von leichten und aufgelösten Konstruktionen. Dagegen hebt sich die Waschmühltalbrücke durch ihre spezifische Gestaltung ab. Die Trennung der Fahrbahnen, die relativ schlanken konischen Pfeiler und die hohen Bögen mit den schmalen Bogenstichen verleihen ihr eine vergleichsweise große Leichtigkeit. Aufgrund fehlender Massivität ist die Monumentalität nicht ausschlaggebend für die Erscheinung der Brücke.“
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
49.45677.761Koordinaten: 49° 27′ 24″ N, 7° 45′ 40″ O
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