Wasserburg Mechelgrün

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Wasserburg Mechelgrün
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Alternativname(n): Wasserschloss Mechelgrün
Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Umfassungsmauern
Ständische Stellung: Adlige, Bürgerliche
Ort: Neuensalz-Mechelgrün
Geographische Lage 50° 28′ 49,8″ N, 12° 14′ 15,3″ O50.48051112.237588Koordinaten: 50° 28′ 49,8″ N, 12° 14′ 15,3″ O
Wasserburg Mechelgrün (Sachsen)
Wasserburg Mechelgrün

Die Wasserburg Mechelgrün, auch Wasserschloss Mechelgrün genannt, ist die Ruine einer Wasserburg östlich der Theumaer Straße im Ortsteil Mechelgrün der Gemeinde Neuensalz im Vogtlandkreis in Sachsen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Wasserburg wurde im 12. Jahrhundert erbaut, erstmals 1267 erwähnt, im 14. Jahrhundert schlossartig ausgebaut und befand sich bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts im Besitz der Familie Rabe, einer Seitenlinie der Trautenberger, die im Vogtland weit verzweigt war. - Johannes Rabe von Mechelgrün erwarb 1298 die Burg Wildstein, den egerländischen Stammsitz der Familie Notthaft, von seinem Schwiegervater Engelhard Notthaft.

1465 wurde die Anlage zerstört, mit vier Ecktürmen wieder aufgebaut und erhielt 1475 im östlichen Turm eine Kapelle. - Nachdem 1670 die Anlage bis auf die Grundmauern abgebrannt war wurde sie um 1675 etwas verändert neu erbaut.

Nach der Familie von Rabe kam die Burg an die Herren von Trettau und dann bis 1945 an die Familie Uibrig.

Bei Umgestaltungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden zwei Rundtürme beseitigt, der Wassergraben teilweise verfüllt und durch einen Zugangslauf zum Rabenbach entstand der Schlossteich. Im 20. Jahrhundert verfiel die Anlage.

Anlage[Bearbeiten]

Die ursprüngliche Burganlage war eine dreigeschossige Anlage mit Walmdach auf dreieckigem Grundriss mit einbezogenem Rundturm (Wohnturm) im Südwesten und einem turmartigen Vorbau im Südosten aus dem 12. Jahrhundert bis 13. Jahrhundert, Ummauerungen und Wassergraben. Von der Anlage sind heute noch die Umfassungsmauern erhalten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Barbara Bechter, Wiebke Fastenrath u.a.: Sachsen II: Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz, München 1998
  • Hans und Doris Maresch: Sachsens Schlösser & Burgen, Husum 2004