Wassereis (Lebensmittel)

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Kratzeisbecher der Sorte Cola

Wassereis ist eine Speiseeis-Sorte, die hauptsächlich aus Wasser und Zucker besteht. Darüber hinaus können noch in einem geringen Umfang Fett (meist pflanzlich), einige Hilfsstoffe (z. B. Säuerungsmittel wie beispielsweise Zitronensäure) sowie Farb- und Aromastoffe enthalten sein.

Während des Gefriervorganges muss Wassereis nicht gerührt werden. Es hat gegenüber gefrorenem Wasser eine geringere Härte, da der Zuckeranteil und die weiteren Zutaten die Bildung von großen Kristallstrukturen verhindern.

Schleckdrinks (links: Verkaufsware, rechts: nach dem Einfrieren)

Teilweise wird Wassereis von den Herstellern in ungefrorener Form vertrieben, so dass es vom Verkäufer oder vom Verbraucher selbst eingefroren werden muss, wodurch die teure Kühlung während des Transports entfällt. Dieses Vertriebsverfahren wird auch dadurch ermöglicht, dass Wassereis keine leicht verderblichen Zutaten enthält und somit keiner Kühlung bedarf.

Wassereis in Stabform kann je nach Hersteller sehr unterschiedliche Bezeichnungen haben: Schleckdrinks, (selbst)gefrierbare Kaltgetränke, Kratzdrinks, Wassereis-Strips etc.

Nach der deutschen Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung ist Wassereis (hier vereinfacht) so definiert:[1] weniger als 3 % Fett, mindestens 12 % Trockenmasseanteil aus geschmackgebenden und/oder süßenden Zutaten.

Beispiele[Bearbeiten]

  • Diverse Sorten von Wassereismischungen in kleinen Schläuchen zum Selbsteinfrieren (z. B.: Himbeere, Cola, Waldmeister, Orange, Zitrone) z. B. von der Busemann GmbH
  • Kratzeis, das mit einem Löffel abgekratzt wird (Cola, Kirsch, Waldmeister, Cassis, Lemon, Pfirsich-Maracuja) von der Paul Braun GmbH und der Busemann GmbH
  • Flutschfinger
  • Exploding Tops von Nestlé
  • Solero Shots von Langnese

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Kakigōri, japanische geschabte Wassereis-Sorte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hier stehen die Leitsätze zum Speiseeis als PDF zum herunterladen Abgerufen 22. Februar 2012