Wasserkuppe

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Dieser Artikel beschreibt den Berg in Hessen. Zum Berg in Namibia siehe Wasserkuppe (Namibia). Zum Asteroiden siehe (10242) Wasserkuppe.
Wasserkuppe
Blick von der Milseburg zur Wasserkuppe

Blick von der Milseburg zur Wasserkuppe

Höhe 950 m ü. NHN [1]
Lage nahe Gersfeld; Landkreis Fulda, Hessen, (Deutschland)
Gebirge Rhön (Hohe Rhön)
Dominanz 60 km → Großer Beerberg (Thüringer Wald)
Schartenhöhe 585 m ↓ Römhild[2]
Koordinaten 50° 29′ 53″ N, 9° 56′ 16″ O50.4980555555569.9377777777778950.0Koordinaten: 50° 29′ 53″ N, 9° 56′ 16″ O
Wasserkuppe (Hessen)
Wasserkuppe
Gestein Basalt, Basalt-Tuff
Alter des Gesteins Neogen
Erschließung Landesstraße 3068 (Hochrhönring) bis auf die östlichen Hochlagen
Besonderheiten – höchster Berg Hessens und des Mittelgebirges Rhön
Fuldaquellen
Segelflugzentrum Wasserkuppe
(„Wiege des Segelflugs“)
Radom Wasserkuppe (Radarkuppel)
pd3

Die Wasserkuppe im hessischen Landkreis Fulda mit Gipfellage im Gebiet von Gersfeld ist mit 950 m ü. NHN[1] der höchste Berg der Rhön und zugleich die höchste Erhebung in Hessen.

Auf diesem Berg, der überregional als „Wiege des Segelflugs bekannt ist, entspringt die Fulda; weitere 30 Bäche haben hier ihren Ursprung.

Der Name „Wasserkuppe“ wird trotz des Quellenreichtums am Berg nicht auf das Wort Wasser, sondern auf das mittelhochdeutsche Wort wass zurückgeführt, das einen Weideplatz bezeichnet.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Wasserkuppe liegt im Naturpark Hessische Rhön und im Biosphärenreservat Rhön. Ihr Gipfel befindet sich etwa 20 km ostsüdöstlich der Stadt Fulda, 5,3 km nördlich von Gersfeld, 4,7 km nordöstlich von Poppenhausen und 5 km westlich von Wüstensachsen (Hauptort der Gemeinde Ehrenberg) und gehört zum Gersfelder Gebiet (Entfernungen jeweils Luftlinie). Nahe dem Berg gelegene Ortschaften sind: Dietges und Brand im Norden, Reulbach im Nordosten, Obernhausen im Süden, Tränkhof im Westen, Sieblos im Westnordwesten und Abtsroda im Nordwesten.

Auf der Südflanke der Wasserkuppe entspringt die Fulda als linker Quellfluss der Weser, auf ihrer Südwestflanke der Fulda-Zufluss Lütter und auf der Westflanke der Lütter-Zufluss Haardt. Der Nordausläufer des Berges ist die Abtsrodaer Kuppe (905 m), ihr Nordostausläufer heißt Schafstein (831,8 m), ihr Südwestausläufer ist der Pferdskopf (874,9 m), und nach Südsüdwesten leitet die Landschaft zum Eubeberg (Eube; ca. 820 m) über.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten]

Die Wasserkuppe gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Osthessisches Bergland (Nr. 35) zur Haupteinheit Hohe Rhön (354), Untereinheit Hochrhön (354.1), Naturraum Wasserkuppenrhön (354.10).

Geologie[Bearbeiten]

Die Existenz der Wasserkuppe als Berg geht auf die relativ hohe Erosionsresistenz des vulkanisches Gesteins zurück aus dem sie aufgebaut ist. Es handelt sich um Basalt und basaltischen Tuff, die einer spättertiären vulkanischen Episode im heutigen Rhöngebiet entstammen. Das Vulkangestein durchschlägt und überdeckt Sedimentgesteine der Trias (Buntsandstein, Muschelkalk), die an den unteren Hängen und im Umland der Wasserkuppe anstehen.

Geschichte[Bearbeiten]

Segelflugwettbewerb 1932

Bereits in Dokumenten des 8. Jahrhunderts taucht die Wasserkuppe als Wasenkuppe, Asenberg oder Weideberg auf, was darauf hinweist, dass die Wiesen des Berges offenbar schon sehr früh als Weideland benutzt wurden.[3]

Darmstädter Studenten begannen 1910 mit Flugversuchen von der Wasserkuppe (siehe Akaflieg). Hierzu wurde der Segelflieger mittels eines Gummiseils angezogen und bekam durch Aufwinde am Hang Auftrieb. Seitdem entstand zur Beherbergung der Piloten und deren Kameraden ein Fliegerlager, das in den damaligen Gemarkungsgrenzen der Gemeinden Abtsroda, Obernhausen, Reulbach sowie Schachen errichtet wurde.[4]

1922 erreichte Arthur Martens eine Flugleistung von einer Stunde. Im selben Jahr gründete er „Martens Fliegerschule“.

Ab Ende der 1920er Jahre ging man in den Thermikflug über.

Seit 1923 steht das Fliegerdenkmal, ein Bronzeadler auf einem vulkanischen Basaltschlot. Es erinnert an die gefallenen Flieger des Ersten Weltkriegs und wurde vom „Ring der Flieger“ errichtet.

1933 ging aus der hier ansässigen Rhön-Rossitten-Gesellschaft die Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug hervor. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde eine militärische Flugschule eingerichtet und die meisten festen Gebäude wurden errichtet.

1937 wurde das Gebiet der Wasserkuppe im Zuge der damaligen Umlegungsverfahren nach Obernhausen eingemeindet. Seit der Gründung des Fliegerlagers auf dem Berg war ungeklärt, zu welcher Gemeinde der für die Region Rhön nun durch Fremdenverkehr und durch die Rhön-Segelflug-Wettbewerbe auch wirtschaftlich wichtige Berg der Flieger gehörte. Seit 1972 gehört Obernhausen als Ortsteil zur Stadt Gersfeld.[5]

Während der Deutschen Teilung nutzten die US-amerikanischen Streitkräfte die während der NS-Zeit erbauten Gebäude und errichteten eine Radarstation. Diese wurde 1978 an die Bundeswehr übergeben. 1998 wurde deren Betrieb und damit die militärische Nutzung der Wasserkuppe eingestellt.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann die touristische Erschließung der Wasserkuppe.

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Auf der Nordflanke der Wasserkuppe liegt direkt unterhalb des Hochrhönrings das Naturschutzgebiet (NSG) Nordhang Wasserkuppe (CDDA-Nr. 318864; 1997 ausgewiesen; 95 ha groß), nach Osten fällt ihre Landschaft zum NSG Schafstein bei Wüstensachsen (CDDA-Nr. 165354; 1966; 1,23 km²) und nach Südosten zum NSG Rotes Moor (CDDA-Nr. 7015; 1979; 3,12 km²) ab; bis auf die Südsüdwestflanke des Berges reicht der Nordausläufer des am Eubeberg gelegenen NSG Eube (CDDA-Nr. 318379; 1997; 1,35 km²). Außer auf einem kleinen Teil der Gipfelregion liegen auf dem Berg Bereiche des Landschaftsschutzgebiets Hessische Rhön (CDDA-Nr. 378477; 1967; 410,31 km²). Auf Großteilen der Wasserkuppe befinden sich Bereiche des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets Hochrhön (FFH-Nr. 5525-351; 48,09 km²). Auf dem Berg liegen Teile des Vogelschutzgebiets Hessische Rhön (VSG-Nr. 5525-351; 360,8 km²).[1]

Klimatabelle[Bearbeiten]

die Wasserkuppe
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
82
 
-1
-5
 
 
64
 
-1
-5
 
 
79
 
2
-3
 
 
84
 
7
1
 
 
97
 
12
5
 
 
115
 
15
8
 
 
109
 
17
10
 
 
100
 
17
10
 
 
82
 
14
7
 
 
81
 
9
4
 
 
88
 
3
-1
 
 
104
 
0
-4
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für die Wasserkuppe
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −1,2 −0,5 2,4 7,0 12,3 15,1 16,9 16,9 13,6 9,2 3,1 0,0 Ø 7,9
Min. Temperatur (°C) −5,3 −5,1 −2,6 0,5 4,9 8,0 9,7 9,8 7,2 3,7 −1,3 −4,3 Ø 2,1
Niederschlag (mm) 82 64 79 84 97 115 109 100 82 81 88 104 Σ 1.085
Sonnenstunden (h/d) 1,7 2,6 3,4 4,8 6,4 6,3 6,8 6,2 4,7 3,9 1,8 1,7 Ø 4,2
Regentage (d) 22 18 15 17 16 16 17 16 16 16 19 19 Σ 207
Luftfeuchtigkeit (%) 91 88 87 80 77 80 79 80 85 86 91 91 Ø 84,6
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
−1,2
−5,3
−0,5
−5,1
2,4
−2,6
7,0
0,5
12,3
4,9
15,1
8,0
16,9
9,7
16,9
9,8
13,6
7,2
9,2
3,7
3,1
−1,3
0,0
−4,3
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
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r
s
c
h
l
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g
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64
79
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97
115
109
100
82
81
88
104
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Einrichtungen[Bearbeiten]

Auf der Wasserkuppe existieren heute ein großes Segelflugzentrum, ein Flugzentrum für Hängegleiter, Paragliding und Snowkiting, ein Segelflugmuseum, ein Informationszentrum zum Biosphärenreservat Rhön (Groenhoff-Haus), Hotels und Restaurants, ein Zeltplatz, Souvenirläden, eine Sommerrodelbahn, Skilifte und eine Jugendbildungsstätte.

Fliegerei[Bearbeiten]

Das Fliegerdenkmal
Wasserkuppe aus einem Segelflugzeug

Das Segelflugzentrum auf der Wasserkuppe beinhaltet die älteste Segelflugschule der Erde, eine Gleitschirmflugschule, das Deutsche Segelflugmuseum und den Flugplatz Wasserkuppe für Segel- und Motorflugzeuge, der von den insgesamt vier ansässigen Segelflugvereinen genutzt wird. Während auf dem östlichen Teil des Flugfeldes mit der 670 Meter langen Asphaltbahn Motorflieger, Motorsegler und Segelflieger im F-Schlepp starten, ist der westliche Teil oberhalb der Straße, der sogenannte „Weltensegler“, der Windenstartplatz der Segelflieger. Darüber hinaus ist der Berg auch ein beliebter Startplatz für Drachen-, Gleitschirm- und Modellflieger. Als Modellflugplatz ist die Abtsrodaer Kuppe beliebt.

Ganz in der Tradition des Berges finden jedes Jahr auf der Wasserkuppe zahlreiche Segelflugveranstaltungen und Modellflugwettbewerbe statt.

Zivile Observatorien[Bearbeiten]

Radom und Rapsöl-Blockheizkraftwerk im Winter 2010

Auf dem Berg existieren eine Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sowie ein Gebäude der Deutschen Flugsicherung für die zivile Luftfahrt.

Militärische Nutzung[Bearbeiten]

Bergkuppe der Wasserkuppe mit Radom (Radarkuppel)
Flug über die Wasserkuppe 1996

Im Dritten Reich wurde „Martens Fliegerschule“ durch die Reichsluftwaffe übernommen. Sie errichtete unter anderem die drei heute als Jugendbildungsstätte der DJO genutzten Kasernengebäude mit der Ehrenhalle.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der damit verbundenen Teilung Deutschlands nutzten die US Air Force und die französischen Armée de l’air diese Gebäude und errichteten Ende der 1950er Jahre eine Radarstation unmittelbar auf dem Gipfel auf 950 m Höhe. 1962 gab es fünf Radoms (Radarkuppel) mit Rundumsuch- und Höhensuchradargeräten, diese wurden 1963, 1989, 1993 und 1998 resp. abgerissen. Aufgrund der unmittelbaren Lage der Wasserkuppe an der Zonen- und späteren innerdeutschen Grenze, am Eisernen Vorhang und der als Fulda Gap bekannten Besonderheit des Geländes hatte dieser Radarposten der US-Luftwaffe eine besondere strategische Bedeutung für die NATO. Sie war eingebunden in eine Frühwarnkette, die vom Nordkap bis in die Türkei reichte. Die militärische Anlage wurde ab 1975 schrittweise bis 1978 von der US-Armee an die Bundeswehr übergeben. Die letzte bis heute verbliebene Radarkuppel wurde ab 1990 auf einer 1989 abgerissenen Kuppel errichtet und ging 2003 in einen halbjährigen Probebetrieb.[6][7]

Seit Ende des Kalten Krieges ist eine militärische Nutzung des Gipfelareals nicht mehr erforderlich. 1998 verließ die Bundeswehr den Standort Wasserkuppe, und der Betrieb der Radaranlage und damit die militärische Nutzung des Berges wurden eingestellt. Das Gelände fiel an den Bund, später an Hessen und 2008 an die Stadt Gersfeld.[8]

Zivile Nutzung der ehemals militärischen Gebäude[Bearbeiten]

Die Gebäude der Bundeswehr wurden zur Jugendbildungsstätte. 2008 begannen auf der Wasserkuppe Abriss-, Rückbau-, und Renaturierungsmaßnahmen. Erhalten bleiben sollten das Radom, das Gebäude der Flugsicherung sowie das Blockheizkraftwerk zur umweltfreundlichen lokalen Energieversorgung. Gegen den Abriss des Radoms sprach dessen Funktion als weithin sichtbare Landmarke, Wahrzeichen der Rhön und Mahnmal des Kalten Krieges und der deutschen Teilung. Das Radom wurde Ende Juni 2009 von der Stadt Gersfeld an die gemeinnützige Betreibergesellschaft Radom-Flug gGmbH (Radom-Flug) offiziell übergeben. Seitdem ist das markante Gebäude für die Zivilbevölkerung geöffnet. Es ist das höchstgelegene Gebäude des Bundeslandes Hessens. Eine kleine Ausstellung im Treppenhaus zeigt die Geschichte der Abhörstation auf Hessens höchstem Gipfel. Der mehr als 60 Meter lange Rundlauf um das Radom wird als 360-Grad-Aussichtsplattform und der imposante rund 14 Meter hohe und 2300 Kubikmeter fassende Kuppelraum für Kultur-Veranstaltungen und Ausstellungen und als Standesamt genutzt. Das Funktionsgebäude am Radom, in dem sich früher die Elektronik für das Radargerät befand, wird als Vereinsheim der beiden örtlichen Drachen- und Gleitschirmvereine genutzt. Die Umbaukosten betrugen insgesamt rund 215.000 Euro, die Hälfte wurde aus öffentlichen Mitteln finanziert, die andere Hälfte von der aus den beiden auf der Wasserkuppe beheimateten Drachen- und Gleitschirmflugvereinen gebildeten Radom-Flug und den Anrainergemeinden Poppenhausen (Wasserkuppe), Gersfeld und Ehrenberg aufgebracht. Veranschlagt wurden jährliche Betriebskosten von rund 60.000 Euro. Falls das Radom doch abgerissen werden muss, wurde von der Radom-Flug eine Kaution in Höhe von 120.000 Euro hinterlegt.[9][10]

Rapsöl-Blockheizkraftwerk[Bearbeiten]

Seit 2003 wird auf der Wasserkuppe ein mit Rapsöl gespeistes Blockheizkraftwerk betrieben. Die Leistung beträgt maximal 410 kW elektrisch und 478 kW thermisch. Über ein Fernwärmenetz mit etwa 960 Trassenmetern werden die meisten Liegenschaften auf dem Berg aus dem Blockheizkraftwerk mit Wärme versorgt. Zur Absicherung der Wärmeversorgung sind in das Fernwärmenetz ein Pufferspeicher mit einem Speichervolumen von 13 m³ und eine Spitzenlastkesselanlage mit einer Maximalleistung von 1050 kW integriert.

Wintersport[Bearbeiten]

Die Wasserkuppe ist Zentrum des Wintersports in der Rhön: Auf dem Nordhang liegt die Ski- und Rodelarena Wasserkuppe. Dort stehen Skilifte und Loipen zur Verfügung. Das Hochplateau wird zum Snowkiting genutzt.

Amateurfunk[Bearbeiten]

Seit März 2006 ist auf Hessens höchstem Berg eine Amateurfunkrelaisstation für Amateurfernsehen in Betrieb, mit dem Rufzeichen DB0TAN auf der Sendefrequenz 1280 MHz. Im April 2006 wurde das 70-cm-Amateurfunkrelais DB0WAS (438,950 MHz) in Betrieb genommen. Dieses Relais ist über den Funkweg mit den Amateurfunkrelais DB0WUR (Wurmberg/Harz) vernetzt, sodass über dieses Relais Verbindungen in einen Großteil der Bundesrepublik hergestellt werden können.[11]

Die Jugendbildungsstätte Wasserkuppe beherbergt im ehemaligen Funkraum die Clubstation der Fuldaer Funkamateure (DARC e. V. – Ortsverband Fulda). Die Clubstation verfügt über eine Kurzwellenstation sowie über UKW-Funkgeräte für das 2-m- und 70-cm-Amateurfunkband. Die Clubstation trägt das Rufzeichen DF0FU.

Verkehr und Wandern[Bearbeiten]

Über die Südostflanke der Wasserkuppe verläuft zwischen der Bundesstraße 278 bei Wüstensachsen im Nordosten und Obernhausen im Südwesten die Bundesstraße 284. Von dieser Straße zweigt nordöstlich von Obernhausen in Richtung Nordwesten der Hochrhönring ab, der im Rahmen der Landesstraße 3068 über die östlichen Hochlagen der Bergkuppe nordwestwärts nach Abtsroda und dann als L 3307 durch Sieblos und Tränkhof zum südwestlich befindlichen Poppenhausen führt. Von dort verläuft der Ring im Rahmen der Kreisstraße 41 durch Rodholz und passiert dessen Weiler Schwarzerden, die Gersfelder Weiler Güntersberg und Sommerberg und den Gersfelder Ortsteil Schachen, um dann durch dessen Weiler Brembach nach Gersfeld zu führen. Somit kann man den Berg auf dem Ring umfahren. Innerhalb des Hochrhönrings führt westlich des Berges von Abtsroda nach Schwarzerden die K 160. Zum Beispiel an diesen Straßen beginnend kann die Wasserkuppe auf Wegen und Pfaden erwandert werden. Über den Berg führt ein gemeinsamer Abschnitt der Europäischen Fernwanderwege E3 und E6. Mit ihrem Südwestausläufer Pferdskopf ist die Wasserkuppe durch einen geologischen Lehrpfad verbunden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Jenrich, Norbert Demel, Norman Zellmer: Radome auf der Wasserkuppe. Wahrzeichen und Denkmal. Parzellers Buchverlag, Fulda 2014, ISBN 978-3-7900-0472-4.
  • Joachim Jenrich: Die Wasserkuppe. Ein Berg mit Geschichte. Parzeller Verlag, Fulda 2007, ISBN 978-3-7900-0389-5.
  • Peter Riedel: Erlebte Rhöngeschichte 1911–1926. Band 1: Start in den Wind. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1977, ISBN 3-87943-539-1.
  • Peter Riedel: Erlebte Rhöngeschichte 1927–1932. Band 2: Vom Hangwind zur Thermik. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1984, ISBN 3-87943-981-8.
  • Peter Riedel: Erlebte Rhöngeschichte 1933–1939. Band 3: Über sonnige Weiten. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1985, ISBN 3-613-01047-X.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wasserkuppe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Wasserkuppe – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Dominanzen und Prominenzen, auf thehighrisepages.de
  3. J. Jenrich, Die Wasserkuppe – Ein Berg mit Geschichte, siehe Literatur
  4. Die Wasserkuppe, abgerufen am 15. September 2013, auf wasserkuppe.eu
  5. Wasserkuppe. Eine Website der Wasserkuppe. Abgerufen am 15. September 2013
  6. Norman Zellmer: Kuppelbau wird zum Kulturdenkmal In: Fuldaer Zeitung, vom 12. Mai 2010
  7. Norman Zellmer: Eine Reise in die Zeit des Kalten Krieges, auf wasserkuppe.com, vom 1. September 2012
  8. Norman Zellmer: Hessens höchster Gipfel bekommt Profil In: Fuldaer Zeitung vom 15. Juli 2011
  9. Norman Zellmer: Radom-Nebengebäude wird zum Vereinsheim In: Fuldaer Zeitung, vom 8. Juni 2011
  10. Radom Flug gGmbH, auf radom-wasserkuppe.de
  11. Betreiber-Homepage DB0WAS, auf db0was.de