Wassermimose

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Wassermimose
Neptunia oleracea0.jpg

Wassermimose (Neptunia oleracea)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Mimosengewächse (Mimosoideae)
Gattung: Neptunia
Art: Wassermimose
Wissenschaftlicher Name
Neptunia oleracea
Lour.
Illustration der Blüten

Die Wassermimose (Neptunia oleracea) ist eine pantropische Wasserpflanze.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Wassermimose ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Sie wächst schwimmend oder am Ufer liegend (Hydrophyt). Sie bewurzelt oft an den Nodien. Die wechselständigen Laubblätter sind mehrfach gefiedert und sensibel wie bei Mimosen. Die Rhachis (die mittlere Hauptachse der Fiederblätter) ist 1,1 bis 4,2 (selten bis 6,5) cm lang. Es sind zwei bis vier Fiedern erster Ordnung und sieben bis 22 Paar Fiederblättchen zweiter Ordnung vorhanden. Die Fiederblättchen sind etwa 5 bis 20 mm lang und 1,5 bis 4 mm breit. Der Blattstiel weist eine Länge von 2,5 bis 9 cm auf. Die meist eiförmigen Nebenblätter sind 5 bis 9 mm lang und 3 bis 5 mm breit.[1]

Der an einem 6,5 bis 23 (selten bis 30) cm langen Stängel stehende kopfige Blütenstand hat einen Durchmesser von 1,5 bis 2,5 cm und enthält bis zu fünfzig Blüten. Der Kelch weist eine Länge von 1 bis 3 mm auf. Die Kronblätter sind grün bis gelb. Es sind zehn fertile Staubblätter vorhanden. Die zehn kronblattartigen, gelben Staminodien sind bis zu 17 oder 21 mm lang.[1]

Die Hülsenfrüchte sind 1,3 bis 2,7 (selten bis 3,8) cm lang und 1 bis 1,2 cm breit. Die Samen weisen eine Länge von 5 bis 5,5 mm und einen Durchmesser von 3 bis 3,5 mm auf.[1]

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Wassermimose ist zu finden in Süd- und Mittelamerika, Afrika, Madagaskar und Asien und besiedelt warme, langsam fließende bis stehende Gewässer.[2]

Synonyme[Bearbeiten]

Die Art wurde 1790 von João de Loureiro erstbeschrieben, es gibt eine Reihe von Synonymen: Neptunia natans (L. f.), Neptunia stolonifera (DC.) Guill. & Perr., Desmanthus stolonifer DC., Neptunia prostrata (Lam.) Baill., Mimosa prostrata Lam..

Verwendung[Bearbeiten]

Die Wassermimose wird in Südostasien, insbesondere Thailand, als Gemüse angebaut.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c J. P. M. Brenan: Flora of Tropical East Africa, 1959, Online
  2. Forno I.W., Fichera J., Prior S.: Assessing the Risk to Neptunia oleracea Lour by the Moth, Neurostrota gunniella (Busck), a Biological Control Agent for Mimosa pigra L., PDF, Online

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wassermimose – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien